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Pleite für Lewis Hamilton

Unfall, Getriebewechsel und Strafversetzung

Lewis Hamilton Foto: Daniel Reinhard 26 Bilder

Lewis Hamilton wird seinen Vorjahressieg kaum wiederholen. Der McLaren-Pilot crashte in der ersten Qualifikationsrunde und beschädigte das Getriebe. Der nötige Wechsel wirft ihn auf den letzten Startplatz zurück.

23.05.2009 Michael Schmidt

Im letzten Jahr der strahlende Sieger, diesmal der große Verlierer: Lewis Hamilton hatte von der Pole Position geträumt und startet nun vom letzten Startplatz. Der Weltmeister war bereits in der ersten Qualifikationsrunde mit dem Heck voran in den Reifenstapel der Mirabeau-Kurve gerutscht.
 
Dabei riss es links hinten die Aufhängung ab. Auch das Getriebegehäuse wurde beschädigt. Der wehrlose Engländer rutschte innerhalb von 100 Sekunden von Platz acht noch auf Rang 16 ab. Hamilton war über seinen Fehler so verärgert, dass er die zwei Kilometer zu den Boxen mit dem Helm auf dem Kopf zurücklief. "Ich wollte ihn nicht absetzen" meinte Hamilton angesäuert.

Teamchef Martin Whitmarsh ging durch ein Wechselbad der Gefühle: "Wir haben uns alle gefreut, weil das Auto hier so gut ging. Ich will nicht sagen, dass Lewis auf der Pole Position gelandet wäre, aber er wäre vorne mitgefahren. Vielleicht war er eine Spur zu selbstsicher, weil er vom Donnerstag weg konstant schnelle Runden gedreht hatte." Hamilton wollte keine Berechnungen anstellen, wo er gelandet wäre, wenn alles nach Plan verlaufen wäre: "Heikki hat einen perfekten Job gemacht. In diesem Bereich wäre ich auch gelandet." Kovalainen startet als Siebter.

Strafversetzung nach Getriebewechsel

Die nächste Hiobsbotschaft erreichte Hamilton eine Stunde nach dem Training. Er muss vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen. Fünf Startplätze verliert er wegen eines Getriebewechsels. Es wurden leichte Beschädigungen festgestellt, und das Team will kein Risiko eingehen. "Ob 16. oder 20., das macht nicht viel Unterschied aus", meinte Whitmarsh. "Wir brauchen so oder so eine spezielle Strategie, um Lewis nach vorne zu bringen. Ein Nullstopp-Rennen ist wegen der Regel, dass man beide Reifentypen benutzen muss, leider nicht erlaubt."

Hamilton konnte noch drei Stunden nach Ende des Trainings seinen Ärger nicht verbergen. "So weit hinten bin ich noch nie in Monte Carlo gestartet." Auf die Frage, ob er die Titelverteidigung jetzt abschreiben könne, antwortete McLarens Nummer eins: "Wir kämpfen dieses Jahr nicht um den Titel. Wir kämpfen darum, unser Auto schneller zu machen." Den Träumern beschied Hamilton: "Ich habe 32 Punkte Rückstand auf Button. Räikkönen konnte 2007 einen 17-Punkte-Rückstand auf mich gerade so wettmachen. Jetzt kann sich jeder ausrechnen, wie groß meine Chancen sind. Button hört ja nicht plötzlich auf zu punkten."

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