Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Pleite für Sebastian Vettel

Technik-Pech und Startplatz-Strafe

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 5. Juni 2015 Foto: xpb 66 Bilder

Sebastian Vettel landete nach Technik-Pech im Kanada-Qualifying nur auf Startplatz 15. Doch dabei blieb es nicht. Wegen eines Vergehens im Freien Training wurde der Heppenheimer im Anschluss noch 5 Plätze zurück versetzt.

06.06.2015 Tobias Grüner

Nach dem Trainingsfreitag war die Ferrari-Welt noch in Ordnung. Die neuen Teile am Auto funktionierten wie erwartet. Im Lager der Roten machte man sich berechtigte Hoffnungen auf einen Sieg im Duell mit Mercedes. Doch am Samstag (6.6.2015) lief dann zumindest bei Sebastian Vettel nichts mehr zusammen.

Vettel überholt bei roten Flaggen

Das Drama begann schon im dritten Freien Training. Zweimal musste die Session unterbrochen werden, weshalb Vettel keine schnellen Übungsrunden auf Supersofts drehen konnte. Dazu machte die Ferrari-Technik bereits erste kleinere Mucken. Und dann kam auch noch ein Regelverstoß hinzu: Als die Marshalls die roten Flaggen schwenkten, passierte Vettel trotz Überholverbot den Marussia von Roberto Merhi.

Die Fernsehbilder zeigten das Vergehen eindeutig. Nach dem Qualifying wurde der Sünder zu den FIA-Kommissaren geladen. "Ich habe den Marussia gesehen. Er war sehr langsam. Ich weiß nicht, was er für ein Problem hatte. Ich habe ihn dann überholt", verteidigte sich Vettel. Doch die Stewards kannten keine Gnade: Rückversetzung um 5 Startplätze und 3 Strafpunkte auf dem Sünderkonton, so das Urteil.

Vettel mit Technik-Pech im Qualifying

Dabei wären die Chancen auf ein gutes Ergebnis auch so schon äußerst bescheiden gewesen. Vettel schied schon im ersten Qualifying-Abschnitt aus und landete nur auf Startplatz Rang 15. Ein Defekt in einer Steuerungsbox hat zum Komplett-Ausfall der MGU-H geführt.

Die Hybrid-Power, die aus dem Turboüberschuss gewonnen wird, ist in Kanada besonders wertvoll. Der Elektro-Boost sorgt für zusätzliche Power auf den Geraden. Die Energie aus der MGU-K, die über das Bremsen gewonnen wird, reicht nur für ein Drittel der langen Vollgaspassage. Ohne die MGU-H fehlt der Hybrid-Schub auf den hinteren zwei Dritteln. Das ist auf einer Strecke wie Montreal nicht zu kompensieren.

Vettel hofft auf Comeback im Rennen

"Wir haben noch alles versucht, den Fehler zu beheben. Ich bin am Ende vom Q1 noch einmal rausgegangen, um mich ins Q2 zu schieben und etwas Zeit zu gewinnen. Das hat leider nicht gereicht. Es hätte aber wohl sowieso keine schnelle Lösung gegeben. Mit unserem guten Rennspeed sollte dann noch etwas drin sein."

Nach den guten Trainingseindrücken hatte man bei Ferrari insgeheim gehofft, mit Mercedes um die Pole Position kämpfen zu können. Doch Kimi Räikkönen fehlten mit funktionierender Technik am Ende mehr als 6 Zehntel. "Wir wissen, dass Mercedes im Qualifying immer noch einen Zahn zulegen kann. Deshalb war das auch keine große Überraschung", erklärte Vettel nüchtern.

Immerhin ist das Technik-Problem für das Rennen zu lösen. Wegen der Strafen für Jenson Button und Max Verstappen muss Vettel übrigens nicht von ganz hinten starten, sondern nach Ferrari-Rechnung nur von Rang 18. "Allerdings muss man immer vorsichtig sein, wie die FIA am Ende entscheidet", schmunzelte man im Lager der Italiener.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden