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Pleite für Vettel

Red Bull im Red Bull-Land geschlagen

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Österreich - Spielberg - 21. Juni 2014 Foto: Red Bull 79 Bilder

Der Red Bull-Ring war keine Red Bull-Strecke. Wenigstens nicht im Training. Daniel Ricciardo und Sebastian Vettel hoffen am Sonntag auf höhere Temperaturen und den Vorteil beim Haushalten der Reifen. Vettel verlor zwar das Trainingsduell, hat aber für das Rennen einen Joker in der Hinterhand.

21.06.2014 Michael Schmidt

Vielleicht hätte Red Bull nicht nur die Tribünen am Red Bull-Ring erneuern sollen. Die Haus-Strecke hat zu viele Geraden und zu wenig Kurven und einen zu glatten Belag, um die Vorzüge des RB10 zur Geltung kommen zu lassen. Für Sebastian Vettel war schon im Q2 Schluss. Daniel Ricciardo rutschte als Neunter gerade noch durch. Der Unterschied von 0,163 Sekunden entschied auf der nur 4,326 Kilometer langen Strecke zwischen Sein und Nichtsein.

Im Q3 landete Ricciardo mit einem Gewaltakt noch auf Rang 5. Vettel muss vom zwölften Startplatz aus ins Rennen gehen. Wo die Zeit auf Ricciardo verloren ging, konnte der Weltmeister nicht sagen. "Überall ein bisschen." Ricciardo verriet: "In den zwei schnellen Kurven im Mittelsektor." Das bestätigen auch die Sektorzeiten. Ricciardo macht daraus aber keine generelle Aussage fest: "Es gibt kein Muster, wo ich auf Vettel gewinne oder verliere."

Red Bull setzt auf das Rennen

Die Red Bull litten das ganze Wochenende an einem zögerlichen Aufwärmprozess. Vorder- und Hinterreifen wärmten sich nicht gleichmäßig und vor allem viel zu langsam auf. Das resultierte auch in Balance-Problemen. Deshalb brauchten Vettel und Ricciardo gleich zwei Aufwärmrunden, bevor es ans Eingemachte ging. Gleiches Spiel bei Ferrari.

Ricciardo: "Wir konnten die Reifen nicht so anwerfen, wie manch einer unserer Konkurrenten. Das sollte am Sonntag kein Problem mehr sein. Es wird wärmer sein als im Training, und mit mehr Runden kommt auch Temperatur in unsere Reifen."
 
Vettel erinnerte das Grundproblem an den Freitag von Montreal. "Es gibt hier wie da zu wenig schnelle Kurven, um die Reifen schnell ins Fenster zu bringen." In Kanada kehrte der Sommer schon am Samstag zurück. Was die Red Bull bereits in der Qualifikation zurück ins Spiel brachte. Beim Heimspiel lässt sich das warme Wetter bis zum Renntag Zeit.
 
Es kann gut sein, dass Red Bull am Sonntag lacht. Das Auto ist für die erwartete Reifenschlacht am Sonntag abgestimmt. "Wir hoffen, dass einige unserer Konkurrenten zu sehr Richtung Qualifikation gedacht haben", sagt Ricciardo. Größte Sorge macht wie üblich der Top-Speed. Mit 312,7 km/h werden sich die Red Bull schwer tun durch den Verkehr zu fahren. Da könnten große Unterschiede bei der Abnutzung der Reifen hilfreich sein.

Vettel hofft auf Reifenjoker

Vettel schluckte die Enttäuschung über das Trainingsresultat mit der Hoffnung herunter, dass ihm ein zusätzlicher frischer Reifensatz und die freie Reifenwahl beim Start einen strategischen Joker in die Hände spielt. Er kann die heiklen Supersoft-Reifen so platzieren, wie es für das Rennen am besten passt. Möglicherweise nicht zu Beginn des Rennens. Es wäre keine Überraschung, wenn Vettel auf der härteren Mischung startet. Der extraweichen traut man nicht mehr als 14 Runden zu.

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