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Pleiten, Pech und Pannen

Williams hat Glück im Unglück

Formel 1 - GP Brasilien 2014 - Felipe Massa - Williams Foto: xpb 45 Bilder

Felipe Massa beendete den GP Brasilien auf dem Podest, Valtteri Bottas wurde Zehnter. Dabei erlebte Williams ein kurioses und chaotisches Rennen. Sonst wäre mehr drin gewesen als 16 Punkte.

09.11.2014 Bianca Leppert

Bei Williams überschlugen sich in 71 Runden die Ereignisse. Am Ende wurden Felipe Massa Dritter und Valtteri Bottas Zehnter. "Das war wahrscheinlich das hektischste Rennen des Jahres und sehr schwierig von der Boxenmauer zu managen", resümierte Chefingenieur Rob Smedley. "Diese Rennen sind charakterbildend. Aber du musst dem Druck standhalten."

Dramen in der Boxengasse

Die Dramen spielten sich hauptsächlich in der Boxengasse ab. Die erste Schreckensmeldung: Felipe Massa überschritt die Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h in der Boxengasse und bekam dafür eine 5-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe. "Ich habe den Pitspeed-Limiter aus Versehen zwei Mal gedrückt", entschuldigte sich Massa.

Später kam Valtteri Bottas an die Box und blieb auffällig lange stehen. Ein Mechaniker hantierte im Innern des Cockpits herum. Doch was steckte dahinter? "Die Gurte von Valtteri haben sich etwas gelöst", lüftet Smedley das Geheimnis. "Es ging zum Weiterfahren. Es war aber eine einfache Entscheidung: Wir haben uns gesagt, beim Stopp müssen wir alles checken. Wir haben uns damit die Chance auf mehr Punkte genommen, es hat uns 12 Sekunden gekostet. In so einer Situation geht es aber um absolute Sicherheit. "

Massa verirrt sich zu McLaren

Die weiteren Stopps von Massa verliefen ebenfalls nicht nach Plan. Im Frontflügel des Williams hatte sich eine Plastiktüte verfangen. Zudem steuerte er zunächst aus Versehen die McLaren-Box statt die Williams-Box an. "Normalerweise stehen wir nicht neben McLaren und in dem Licht sahen ihre Overalls genauso wie unsere aus", entschuldigte sich Massa.

Smedley nahm die Schuld jedoch auch auf sich. "Wegen McLaren mache ich mir selbst einen Vorwurf. Wir sind in andere Boxen gezogen. Am Mittwochnachmittag haben wir überlegt, was sich geändert hat. Wir haben das Offensichtlichste vergessen: Sonst waren Mechaniker mit schwarzen Anzügen davor, dieses Mal hatten sie fast die gleiche Farbe."

Daneben machte das starke Körnen der Hinterreifen dem Williams FW36 zu schaffen. "Bei Valtteri kam das Körnen etwas früher als gedacht", verrät Smedley. "Wir müssen untersuchen, warum Valtteri im dritten Stint so viel mehr Probleme als Felipe mit dem hinteren linken Reifen hatte."

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