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Polizei nimmt Streckenläufer fest

Betrunkener Engländer auf Strecke

Sebastian Vettel - GP Singapur 2015 Foto: Wilhelm 54 Bilder

Zum dritten Mal in der Formel 1-Geschichte sorgt ein Streckenläufer für ein Safety-Car. Diesmal war es so gefährlich wie nie. Der Mann war betrunken. Er kreuzte die Rennstrecke kurz bevor Sebastian Vettel heranrauschte. Die Polizei stellte die Personalien fest: Es handelt sich bei dem Mann um einen 27-jährigen Engländer.

20.09.2015 Michael Schmidt

Hockenheim 2000, Silverstone 2003, Singapur 2015: Diese 3 Rennen haben etwas gemeinsam. Jedes Mal lief ein Mann über die Strecke. Und das Rennen musste deswegen neutralisiert werden. In allen 3 Fällen gewann ein Ferrari-Fahrer. 2000 und 2003 profitierte Rubens Barrichello davon. Und diesmal machte der Streckenläufer Sebastian Vettel das Gewinnen einfacher. Das Safety-Car kam zu dem Zeitpunkt, als Daniel Ricciardo gerade wieder am Rückstand auf Vettel knabberte.

In der 37. Runde bekam FIA-Rennleiter Charlie Whiting einen Piepston auf dem Ohr. Das bedeutet, dass irgendwo auf der Strecke eine gelbe Flagge geschwenkt wird. Und dann hörte er schon Sebastian Vettel am Funk. "Da läuft ein Mann über die Strecke."

Da sah Whiting auf der Streckenkamera ausgangs Kurve 13 die Bescherung. Ein Mann in halblangen Hosen und T-Shirt kletterte zuerst über die Sicherheitsabsperrungen und gelangte dann über eine der Servicezufahrten mitten auf der langen Geraden auf der Esplanade-Brücke auf die Rennstrecke.

Irrläufer kreuzt seelenruhig die Strecke

Der Irrläufer kreuzte seelenruhig von rechts nach links die Bahn, hielt in der Mitte der Straße kurz an, um sich nach einem geeigneten Ausgang umzuschauen und lief dann an den linken Streckenrand. In dem Augenblick tauchte Vettel aus Kurve 13 auf. Der Mann ging weiterhin ohne große Eile dem Feld entgegen, allerdings in stark schwankendem Gang. Die Polizei stellte später fest, dass es sich um einen 27-jährigen Engländer in stark angetrunkenem Zustand handelte.

Vettel meinte ernst: "Ich musste zwei Mal hinschauen, bevor ich es glauben konnte. Da kam mir einer zu Fuß auf der Strecke entgegen. Ich bin mit 280 Sachen angeflogen. Also ehrlich, ich hätte mich das nicht getraut."

Dann juxte er: "Ich glaube, der Typ hat ein Foto gemacht. Hoffentlich ist es wenigstens scharf geworden." Nachdem Vettel, Rossi, Ricciardo, Stevens, Räikkönen, Rosberg und Bottas den Mann passiert hatten, verschwand er durch eine zweite Öffnung in der Mauer in den Innenraum der Strecke. Insgesamt befand er sich rund 45 Sekunden auf der Bahn.

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