6 Ausgaben testen + attraktive Prämie sichern!

6 Ausgaben auto motor und sport mit 25% Preisvorteil zum Preis von nur 17,60 € (ggf. zzgl. 1 € Zuzahlung) testen.

Dazu eine unserer zahlreichen attraktiven Prämien sichern!

Weitere Infos und Bestellung HIER!

Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Porsche-Einstieg in die Formel 1?

Entscheidung noch im Juli

Porsche - Formel 1 Concept - Sean Bull Foto: Sean Bull 43 Bilder

Steigt Porsche als Motorenhersteller in die Formel 1 ein? Wegen der unsicheren LMP1-Zukunft überprüfen die Zuffenhauser gerade ihr Motorsportporgramm. Neben der Formel 1 soll auch die Formel E eine Alternative zur WEC sein – oder beides.

12.07.2017 Michael Schmidt 5 Kommentare

Am 4. Juli tagte die Motorengruppe der Formel 1. Mit dabei die 4 im GP-Sport aktiven Hersteller Mercedes, Ferrari, Renault und Honda. Dazu Vertreter von Aston Martin als Statthalter von Red Bull, Lamborghini, Ilmor und Cosworth. Und ein neuer Gast: Porsche nahm zum ersten Mal an den Gesprächen teil, die Ende des Jahres zu einem Konsens über den Formel 1-Motor der Zukunft bringen sollen. Spätestens 2021 geht es los. Bei Einstimmigkeit schon ein Jahr früher.

Porsche überprüft gerade sein Sportprogramm. Der Zuffenhausener Sportwagenhersteller fährt seit 2014 in der WEC. Mit 3 Siegen in Folge bei den 24 Stunden von Le Mans und den WM-Titeln 2015 und 2016 weist die Truppe um Fritz Enzinger und Andreas Seidl eine fast makellose Bilanz auf. Man könnte auch sagen: Es gibt nicht mehr viel zu gewinnen für Porsche in der Sportwagen-WM.

Porsche entscheidet über Formel 1-Einstieg

Noch in diesem Monat wird der Porsche-Vorstand über die zukünftige Ausrichtung der Motorsport-Strategie für die nächsten Jahre entscheiden. Dabei gibt es mehrere Optionen. Weitermachen in der WEC, Einstieg in die Formel 1 als Motorenhersteller oder ein Engagement in der Formel E. Auch eine Kombination ist denkbar.

Porsche 919 Hybrid - WEC 2017 - Technik-Check Foto: xpb
Nach dem dritten Le Mans-Sieg hat Porsche in der WEC nichts mehr zu gewinnen.

Die Fakten liegen auf dem Tisch. In der Sportwagen-WM haben ACO und FIA die Katze bereits aus dem Sack gelassen. Der Reglemententwurf für die Zeit ab 2020 steht. Le Mans bleibt der aktuellen Technik mit zwei Hybridsystemen treu, packt Plugin-Technologie oben drauf und versucht die Kosten über die Beschränkung der Werkzeuge, der Testfahrten und dem Entwicklungsumfang zu reduzieren. Das gelingt aber nach Expertenmeinung nur zu etwa 10 Prozent.

Die Formel 1 diskutiert noch über die Zeit ab 2021. Zuerst muss das Motorkonzept stehen, bevor ab 2019 die Regeln für Aerodynamik und Fahrwerk vereinfacht werden. Über die Architektur des Motors herrscht bereits Klarheit. Es wird ein 1,6 Liter V6-Biturbo mit erhöhter Durchflussmenge und einem Energierückgewinnungssystem, das kinetische Energie in Strom umwandelt.

Gestritten wird noch um den Umfang der Standardkomponenten. Nicht nur um Kosten zu sparen. Es soll auch unabhängigen Herstellern wie Ilmor die Chance geben, einen solchen Motor zu bauen. Die FIA und die FOM würden am liebsten Turbolader, Elektromotor, Batterie und Leistungselektronik vereinheitlichen. Die Hersteller hätten gerne mehr Freiräume.

Nur Formel 1 oder Formel 1 und Formel E

Porsche redet seit dem 4. Juli mit. Und will noch im Monat Juli die Weichen stellen, wohin die Reise geht. Erste Frage: Bleiben wir in der Sportwagen-WM und wenn ja, wie lange? Porsche will sich seine Entscheidung nicht von Mitbewerber Toyota und der umworbenen Braut Peugeot diktieren lassen. Die Entscheidung fällt unabhängig davon, was Toyota und Peugeot planen. Steigt Porsche aus, ist die WEC in ihrer jetzigen Form tot.

Toyota wird nicht ohne Konkurrenz weiterfahren und auf Peugeot warten, die frühestens 2020 bereit wären. Die Franzosen wollten ohnehin nur ein Schmalspurprogramm mit 50 Millionen Euro pro Jahr fahren, was sich mit der WEC-Technik nicht vereinbaren lässt. Unter diesen Vorzeichen und mit drei Le Mans-Siegen im Rücken ist eine Fortsetzung des WEC-Engagements bei Porsche eher unwahrscheinlich.

ams Leserreporter Formel E Berlin Michelin 2017 Audi übernimmt Formel E-Startplatz Deal ab Saison 2017/2018

Es ist sogar möglich, dass die Schwaben schon 2018 den Stecker ziehen, obwohl das Budget bereits genehmigt wurde. Doch nach der unvergleichlichen Erfolgsserie kann Porsche in Le Mans eigentlich nur noch verlieren. Ein vierter Sieg in Folge wäre aus Sicht der Vermarktung auch nicht mehr der größte Hit.

Für die Zeit ab 2020 stehen auf der Vorschlagsliste offenbar nur zwei Themen: Entweder man beginnt zeitnah mit der Vorbereitung zum Bau eines Formel 1-Motors für einen möglichen Einstieg in die Weltmeisterschaft 2020 oder 2021 – je nachdem, wie schnell sich die Motorenkommission auf ein Resultat einigt. Die Technologie ist ja sehr ähnlich und Porsche bestens bekannt.

Als Ergänzung und Überbrückung bis zum Zeitpunkt eines Formel 1-Einstiegs wird auch eine Teilnahme an der Formel E in Erwägung gezogen. Welche Rolle dabei der letzte Woche offiziell verkündete werksseitige Einstieg der VW-Konzernmarke Audi in die Formel E spielt, ist unklar. Die Entscheidungen zur Zukunft von Porsche sollen schon vor dem WEC WM-Lauf in Mexiko Anfang September offiziell kommuniziert werden.

In der Galerie blicken wir noch einmal zurück auf die ruhmreiche Motorsport-Historie von Porsche.

Neuester Kommentar

Wäre eine Super Sache und eine Aufwertung der F1

crepaz kurt 14. Juli 2017, 08:32 Uhr
Neues Heft
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden