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Porsche in die Formel 1?

Porsche will über F1-Comeback diskutieren

Foto: Hans-Dieter Seufert 32 Bilder

Bei Porsche liegen offenbar Pläne zu einer Formel 1-Rückkehr in der Schublade. Der neue Porsche-Chef Matthias Müller deutete an, dass entweder Audi oder Porsche das Le Mans-Engagement aufgeben und in die Königsklasse wechseln könnte.

01.10.2010 Tobias Grüner

Porsche zurück in die Formel 1 - das wäre für die vielen Fans der Zuffenhausener sicher ein Traum. Bis dieser in Erfüllung geht, müssen allerdings noch ein paar kleinere Entscheidungen bei der Konzernmutter VW getroffen werden.

Bisher gab sich der Wolfsburger Konzern immer sehr verschwiegen, wenn es um ein neues F1-Engagement ging. Anfang des Jahres führte man einige Gespräche über eine Kooperation mit Cosworth, die allerdings ergebnislos blieben. Die V8-Triebwerke des englischen Motorenherstellers sollten nach Wunsch von VW unter dem Namen Porsche laufen.

Volkswagen erwägt Bau eines Formel 1-Motors

Die eigene Entwicklung eines Formel 1-Motors ist bei Volkswagen jedoch noch nicht vom Tisch. Bei den Verhandlungen über einen neuen universell einsetzbaren Weltmotor für verschiedene Rennserien saßen Vertreter aus Wolfsburg bisher immer mit am Tisch. Solange aber nicht klar ist, wie die neue Motorenformel für das Formel 1-Jahr 2013 aussieht, wird es kein Bekenntnis des Autobauers geben.

Trotzdem ist das Thema Porsche in der Formel 1 nun noch einmal in Schwung gekommen. Der neue Porsche-Chef Matthias Müller sagte gegenüber englischen Medien, dass sich der Zuffenhausener Autobauer von seinem Le Mans-Prototypen-Engagement verabschieden und in der Königsklasse ein neues Zuhause finden könnte.

Audi und Porsche - einer zu viel für Le Mans

"In der LMP1 gibt es zwei Klassen und zwei Marken, Audi und Porsche. Wir wollen uns aber nicht gegenseitig in der LMP1 Konkurrenz machen. Das ist einfach nicht lustig", erklärte der Vorstandsvorsitzende gegenüber dem englischen Magazin "autocar". "Wir müssen deshalb darüber diskutieren, ob es nicht sinnvoller ist, wenn eine der beiden Marken in die LMP1 geht und die andere in die Formel 1."

Bei internen Diskussionen mit Vertretern beider Marken sollen nun die Vor- und Nachteile einer solchen Lösung erörtert werden. Allerdings hatte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich zuletzt ein Formel 1-Engagement seiner Marke ausgeschlossen. Die Variante mit Porsche wäre somit wahrscheinlicher. Ob Porsche als eigener Rennstall mit VW-Motoren antreten könnte oder als Motorenhersteller wie zuletzt 1991 beim Footwork-Team ließ Müller offen.

Porsche Offroad-Kundensport-Programm?

Allerdings kann sich der neue Porsche-Chef auch ein ganz anderes Betätigungsfeld vorstellen. Sollte sich VW in naher Zukunft von seinem Dakar-Projekt verabschieden, könnten die Zuffenhausener einspringen. Allerdings nicht als Werkseinsatz sondern als Kundensport-Programm wie im Rundstreckensport. "Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, dieses Modell auch als Offroad-Kundensport fortzuführen", erklärte Müller und betonte dabei, dass Porsche mit seinen zahlreichen Markenpokalen und Privatteams gutes Geld verdient.

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