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Presseschau GP Brasilien

"Die schönste Niederlage"

Foto: dpa

Mag sein, dass ein vierter Platz Sao Paulo für die Rennstatistik völlig unbedeutend ist, aber die europäischen Zeitungen feiern diesen vierten Platz von Michael Schumacher als einen seiner größten Siege.

23.10.2006 Markus Stier

Michael Schumacher
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Italien:

La Gazzetta dello Sport: "Alonso ist Weltmeister, Schumi eine Legende. Ein königlicher Abschied. Ein Rennen mit Herz, Klasse und Mut. Aber wieso muss so ein Pilot zurücktreten? Warum muss ein Mann von 37 Jahren in Pension gehen, der noch die Freude eines kleinen Jungen in sich hat? Er hat sich mit einem seiner schönsten Rennen verabschiedet. Der Meister ist mit einer letzten Lektion abgetreten. Achtung, Respekt und Dankbarkeit sind in all den Jahren zur Liebe gereift, für den italienischen Deutschen. Mit Fangio und Senna gehört er zu den Mythen."

La Repubblica: "Schumi verabschiedet sich wie ein König. Er hat auf der Piste Geschichte geschrieben. Schumi versuchte das Unmögliche. Der Roboter, der uns nicht gefiel, hat es geschafft, uns mitzureißen. Ferrari hofft, dass er als Manager zurückkehrt."

Corriere della Sera: "Der Abschied tut weh, jetzt wissen wir, warum. Ein unglücklicher Abschied für Schumi."

La Stampa: "Massa siegt, Alonso gewinnt den Titel, aber Schumi stiehlt allen die Show. Was für ein Husarenritt."

LUnità: "King Michael - 15 Jahre als König der Formel 1. Die letzte Kurve des roten Kaisers"

Il Messaggero: "Er wird uns fehlen."

LUnione Sardo: "Alonso ist der einzige Erbe des Kaisers. Schmuis letztes Wunder"

LEco di Bergamo: "Ciao Schumi, das war deine schönste Niederlage."

Il Secolo XIX: "Schumis letztes Meisterwerk. Schumi setzt der Formel 1 noch einmal seinen Stempel auf."

Großbritannien:

Daily Mirror: "Schumacher ging tatsächlich mit einem Big Bang - aber es war nur der Reifen. Der erfolgreichste Fahrer aller Zeiten hat sich aus der Formel 1 mit einem der besten Rennen seines Lebens verabschiedet. Es gab kein Wunder für den Mann, der auf Wasser fahren könnte. Aber Schumacher war nahe dran."

The Guardian: "Alonso gewinnt die Krone, aber Schumacher verabschiedet sich mit Stil. Der siebenfache Weltmeister war der unumstrittene Star des letzten Rennens seiner Karriere. So unbedeutend dieser vierte Platz in der Renngeschichte auch sein mag: Er war so berauschend wie nur eine Hand voll der 91 Siege, mit denen Schumacher jetzt in Rente geht: ein Champion zum Allerbesten."

Daily Mail: "Schumacher hat sich in den Rest seines Lebens mit der größten Rekordsammlung verabschiedet, die es in der Formel 1 je gegeben hat. Nur Juan Manuel Fangio, die argentinische Sensation aus den 50er Jahren, kommt mit fünf Weltmeisterschaften in seine Nähe. Es gibt schwarze Stellen in Schumachers Charakter. Aber bei all seinen Fehlern sind Zweifel an seinem Genie nicht erlaubt."

The Sun: "Ein achtes Weltwunder gab es also nicht. Schumacher muss sich mit sieben Titeln zufrieden geben. Aber die Art und Weise seines Abgangs hat gezeigt, warum er für so lange Zeit der Superstar des Rennsports war. Natürlich hat Schumacher seine Kritiker. Aber selbst diese dürfen nicht daran zweifeln, dass hier ein wahrer Champion gegangen ist."

The Times: "Das Ende einer Ära. Schumacher beendet den Großen Preis von Brasilien nicht als Sieger und auch nicht mit dem achten WM-Titel, aber mit einem der Rennen seines Lebens."

The Independent: "Alonso hält sich einen brillanten Schumacher vom Leibe und behält den Titel. Der schwer erkämpfte vierte Platz ist das frustrierende Ehe einer fabelhaften Karriere. Schumacher wurde oft kritisiert. Aber er verabschiedete sich in Brasilien so, wie er 1991 in Belgien angefangen hatte: als Held."

Spanien

El País: "Ein grandioser Alonso und ein unvergesslicher Schumi! Der Spanier verteidigte seinen Titel, aber der Deutsche stand mit seiner Aufholjagd im Mittelpunkt des Interesses."

El Mundo: "Alonso hat das Rennen von Anfang an kontrolliert. Er tritt das Erbe des besten Formel-1-Piloten aller Zeiten an."

El Periódico: "Alonso holt einen Titel nach dem anderen. Und das ist erst der Anfang."

Marca: "Alonso schickte den größten Rennfahrer der Geschichte in den Ruhestand."

As: "Fernando Alonso wird zu einer Legende der Formel 1. Michael
Schumacher wurde für seine Aufholjagd mit dem vierten Platz belohnt.»

Sport: "Alonso ist auf dem Weg, zu einer Legende zu werden. Der Spanier ist ein würdiger Nachfolger von Michael Schumacher."

Frankreich:

Libération: "Alonso spult es ab. Michael Schumacher ist der Kannibale der Rennstrecken. Schumacher kann beruhigt scheiden: Die Ablösung ist gesichert. Fernando Alonso schreitet wie ein würdiger Nachfolger des deutschen Meisters voran."

Le Figaro: "Alonso gekrönt, Schumacher im Ruhestand. Alonso ist der neue Meister der Rennstrecken. Michael Schumacher verlässt die Formel-1 auf dem Höhepunkt seiner Kunst. Fernando Alonso ist ein mehr als würdiger Nachfolger. Und eine Seite im Geschichtsbuch der F1 ist umgeschlagen." Und auf Deutsch: "Auf Wiedersehen, Schumi..."

Le Parisien: "Alonso und Renault sind wieder Weltmeister. Alonso wird erneut gekrönt, Schumacher tritt in die Legende ein. Renault hat fünf Jahre nach seiner Rückkehr in die Formel 1 das zweite Jahr in Folge sowohl den Fahrertitel geholt als auch die Weltmeisterschaft der Konstrukteure gewonnen. Diese nach einer heiß umkämpften Saison erstrittene Leistung markiert allerdings das Ende eines Zyklus."

L'Equipe: "Ein Siegerpaar. Fernando Alonso und Renault verteidigen ihre Weltmeistertitel. Michael Schumacher hat zu seinem Abschied das Schauspiel beherrscht. Noch einmal Danke und auf Wiedersehen."

Schweiz:

Basler Zeitung: "Ein Heimsieger, ein Weltmeister - und ein Rentner. Zwar stand Ferrari dank Felipe Massa beim GP von Interlagos zuoberst auf dem Podest. Den WM-Titel vermochten die Italiener ihrem scheidenden Star Michael Schumacher jedoch nicht mehr zum Abschiedsgeschenk zu machen. Das ohnehin ungleiche Titelduell in der Formel 1 fand zum Saisonabschluss nicht mehr statt."

Berner Zeitung: "Schumi cum laude. 7 WM-Titel, 91 Siege, 154 Podiumsplätze, 700 Millionen Vermögen, 1 Ehefrau, 2 Kinder, 0 Affären - alles einsame Rekorde für einen Rennfahrer. Nun ist Michael Schumacher in Brasilien aus dem Cockpit ausgestiegen. (...) Schumacher hat die Formel 1 nicht langweilig gemacht. Er hat sie besser gemacht mit seinem Gespür für den Boliden, für die Geometrie der Rennstrecken, mit seiner Wertarbeit, seiner Besessenheit, seinem Mut. Schumacher war ein vollkommener Rennfahrer. Zum Siegen getrimmt. Hart, kompromisslos, brutal. Hätte Schumacher neben der Strecke so perfekt agiert wie hinter dem Steuer, hätte er weniger Wischiwaschi erzählt, wäre er zu Fehlern gestanden, er hätte Ayrton Senna als Mythosblüte der Formel 1 abgelöst. Diskussionslos."

Neue Zürcher Zeitung: "Klare Verhältnisse am Ende einer spannenden Saison. Nichts wird in der Formel 1 mehr so sein wie 2006 - und das hat nicht nur mit dem Rücktritt und dem Ende der Ära von Michael Schumacher zu tun. Die Regeln auf dem Reifen- und Motorensektor ändern sich dramatisch, die künftigen Titelaspiranten Fernando Alonso (von Renault zu McLaren-Mercedes) und Kimi Räikkönen (von McLaren zu Ferrari) wechseln die Farben. Ob damit die ganze Sportart wieder auf eine breitere Basis gestellt werden kann?"

Tages-Anzeiger: "Alonso fehlerlos, Schumacher glücklos. Auf den letzten Metern hat Michael Schumacher das Glück verlassen. Sein letztes Rennen, den gestrigen Brasilien-GP, hätte er gewinnen können. Der Ferrari war das überlegene Auto, was sein Teamkollege Felipe Massa mit einem Start-Ziel-Sieg eindrucksvoll demonstrierte. (...) Schumacher wurde Vierter. Es war nicht das Ergebnis, das er sich gewünscht hatte. Trotzdem wirkte er versöhnt."

Blick: "Sieg jetzt für die Familie, Michael! Bonne chance!" Für Millionen Formel-1-Fans auf der ganzen Welt war Schumi der 'Größte' - und der 22. Oktober 2006 wird ewig ein trauriger Tag bleiben. Seine Anhänger verloren an diesem Sonntag ihren großen Helden und vielleicht auch ihre Freude an einem Sport, der oft mehr Show und Business ist."

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