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Presseschau GP USA

Foto: dpa 36 Bilder

Am Tag nach dem erschütternden Skandal von Indianapolis stand das Milliarden-Geschäft Formel 1 weltweit in der Kritik. Auf dem größten Automarkt der Welt in den USA ist die Zukunft der Formel 1 nach der Riesenblamage in Frage gestellt.

20.06.2005

Italien:

La Gazzetta dello Sport: "Formel 0. Der Flop von Indianapolis. Reifen-Chaos und nur sechs Autos auf der Strecke. Ferraris Doppelsieg in der Wüste. Aber wehe einer greift Ferrari an. Was kann Ferrari dafür? Nichts! Ferrari hat seine Pflicht getan und triumphiert, während 120.000 Zuschauer das Autodrom verlassen haben in dem Gefühl, man habe einen schlechten Scherz mit ihnen gemacht....Alles wegen des unglaublichen Versagens von Michelin. ... In gewisser Weise ist Bridgestone, das für Ferraris Misserfolge verantwortlich gemacht worden war, als Sieger zurückgekehrt. Das Duell der beiden Reifenkolosse hat zu inakzeptablen Risiken und einer paradoxen Situation geführt: Die schmerzhafteste und unpopulärste Lösung war,
seinen technischen K.o. einfach zuzugeben ohne Ausflüchte und Zaudern. Dass Edouard Michelin dies getan hat, verdient Anerkennung."

La Repubblica: "Schumi gewinnt die Formel Chaos. Die Sicherheit geht vor, aber wie viele Fehler und Schuldige gab es hier? Schlimmer hätte es nicht enden können, dieses Chaos, das Michelin dort veranstaltet hat. Nur Michelin ist schuld, keine geeigneten Reifen nach Indianapolis gebracht zu haben. So verlieren wir die Formel 1. In den USA hat sie ohnehin keine Zukunft mehr."

Corriere della Sera: "Ferrari siegt in der Wüste. Der Große
Preis der USA war eine Farce. Die Formel verkommt zum Zirkus. Die Formel 1 hat einen Riesenflop gelandet. Diese Blamage muss Konsequenzen haben. Diese Formel 1 ist zu einer Formel Reifen geworden, in der den Reifen viel zu viel Gewicht beigemessen wird. Jetzt ist es Zeit, das Steuer herum zu reißen."

Il Secolo XIX: "Ein Geister-Grand-Prix. Schumacher siegt ohne Gegner. In den USA geht die Formel 1 in die Brüche."

Libertà: "Schumi gewinnt den lächerlichen Reifenchaos-Grand-Prix in den USA. Ein bitterer Sieg für Ferrari. Die Formel 1 hat ihre Glaubwürdigkeit verloren."

Il Messaggero: "Ein Albtraum"

L'Unità: "Eine 300 km/h schnelle Farce. In Indianapolis geht der Formel 1 die Luft aus den Reifen."

Frankreich:

L'Équipe: "Formel Null. Schumacher hat einsam gesiegt und hat in Indianapolis die Leere ausgefüllt. Die Formel 1 hat unter diesem absurden Schauspiel gelitten. Die Veranstalter der Formel 1 haben sich nicht gescheut, in einer Frage der Sicherheit - die doch alle Kompromisse verdient - keine Einigung zu finden. Wie soll die Saison nach dieser Maskerade weitergehen? Die Frage wird eine Antwort finden müssen, die Zukunft der Formel 1 hängt davon ab."

L'Est Républicain: "Dieser unglaubliche Vorfall könnte die
Formel 1 in Nordamerika unbeliebt machen. Es hätte sicherlich eine Möglichkeit gegeben, das Gesicht zu wahren. Doch in diesem Milieu, das durch Geschäftemacherei verdorben ist, ist man unfähig, sich zu einigen."

Libération: "Indianapolis im Leerlauf."

Le Figaro: "Michelin verursacht ein Erdbeben in Indianapolis. Es ist sicher, dass diese Affäre Michelin schwerwiegende Folgen haben wird. Für Michelin taucht das Problem in einem ungünstigen Augenblick auf, weil der Reifenhersteller seit seiner Rückkehr zum Autorennen 2001 mit seinen Partnern keinen Weltmeistertitel erringen konnte."

Libération-Champagne: "Michelin hat durch seine Warnung die Initiative ergriffen und gleichzeitig ein deutliches Signal für alle
Autofahrer gesetzt: Sicherheit geht über alles. Diese Botschaft ist es wert, eine Grand Prix-Veranstaltung zu einem Reinfall werden zu lassen."

La République du Centre: "Dieses absurde Schauspiel verdankt die Formel 1 ihren ultra-starrsinnigen Organisatoren. Sie sind bereits durch den Krieg der Ausstatter und Zulieferer überfordert, sorgen sich in erster Linie um ihr Geschäft und um die Fernseh-Übertragungsrechte in 150 Länder. Deshalb haben sie diese Parodie eines Rennens zugelassen und dabei das Vorsorge-Prinzip mit Füßen getreten und sich über den Sportgeist hinweggesetzt, weil sie die Rangfolge der Weltmeisterschaft verfälscht haben."

Schweiz:

Neue Zürcher Zeitung: "Formel 1 verkommt zur Farce. Der Formel-1-GP in Indianapolis ist zu einem skandalösen Event verkommen."

Basler Zeitung: "Schumacher siegt - doch keinen interessiert's. Der Grand Prix der USA ist zu einem der skandalösesten Events der Formel-1-Historie verkommen."

Tages-Anzeiger: "Sechs Autos mit tauglichen Pneus. Mehr als 120.000 Zuschauer verstanden gestern auf den Tribünen der 280.000 Zuschauer fassenden Indianapolis-Arena die Motorsport-Welt nicht mehr."

Blick: "Lieber Pfiffe als Tote. Wie teuer ist ein Menschenleben? Formel 1 hat nicht versagt. Trotz TV-Druck spielte man nicht mit dem Leben der Fahrer und sagte Ja zu einem Geisterrennen."

Spanien:

El País: "Indianapolis, Schauplatz von legendären Rennen, erlebte die Aufführung einer komischen Oper. Ein solches Schauspiel hat man in der 55-jährigen Geschichte der Formel 1 noch nicht erlebt. Michael Schumacher errang einen Sieg, der nicht unbedingt einen Glanzpunkt in der Karriere des siebenmaligen Weltmeisters darstellt. Das Skandalrennen war vielmehr die grausamste Niederlage für einen Wettbewerb, auf dem ohnehin dunkle Schatten liegen und der sich in den USA nicht verkaufen lässt."

El Mundo: "Statt den Fehler von Michelin einzugestehen, versuchten die - mit den Reifen des französischen Herstellers fahrenden - Teams verzweifelt, das Rennen absagen zu lassen. Das Argument der Sicherheit war nur ein Vorwand. Das Reifen-Reglement war 1.000 Mal geändert worden, um die Vorherrschaft von Michael Schumacher zu brechen. Diesmal gereichte es dem Deutschen paradoxerweise zum Vorteil."

El Periódico de Catalunya: "Ferrari schürft Gold aus dem Chaos."

Marca: "Formel 0. Michael Schumacher gewinnt die Pantomime eines Rennens und greift nun sogar wieder in den Titelkampf ein."

As: "Der Fehler lag bei Michelin, das noch keine überzeugenden Erklärungen für sein Versagen gegeben hat. Das dicke Ende steht noch bevor. Nun folgen Sanktionen, Anklagen und Prozesse. Das Schlimme an dem Skandal ist, dass alles noch schlimmer wird."

Sport: "Die Formel 1 erlebte in Indianapolis eines der finstersten Kapitel ihrer Geschichte."

Finnland:

Ilta-Sanomat: "Das Publikum in den USA wird die Farce nicht verzeihen, die von der FIA für sie inszeniert wurde. Inianapolis wird in die Geschichte eingehen als das Rennen, bei dem die Formel 1 sich selbst direkt gegen die Wand gefahren hat."

Iltalehti : "Michelin tat moralisch das Richtige, als es die Gefährdung für Fahrer öffentlich eingestand. Keine Geldsumme wird jemals den Imageschaden für die Formel 1 in den USA wieder gut machen können."

Großbritannien:

Daily-Mirror: "Ruhe in Frieden, Formel 1. Das war der Tag, an dem der Rennsport in Amerika gestorben ist."

The Guardian: "Die letzten Überreste von Glaubwürdigkeit gehen in einem Hagel aus Bierbüchsen und Buhs verloren. Es war das katastrophalste PR-Desaster in der 56-jährigen WM-Geschichte."

The Sun: "Sechs Böse: Der Tod der Formel 1 in den Vereinigten Staaten. Die Formel 1 ist zu einem weltweiten Witz geworden."

Daily Telegraph: "Tag der Schande für die Formel 1. Dies sieht nach dem Ende für Grand-Prix-Rennen in Amerika aus."

The Times: "Die Formel 1 implodiert."

The Independent: "Am düstersten Tag seit dem Tod von Ayrton Senna hat nicht eine einzige Seele von einem hohlen Sieg profitiert."

Portugal:

Público : "In Tiago Monteiro erklimmt erstmals in der Geschichte der Formel 1 ein Portugiese das Siegerpodest."

Correio da Manhã: "Tiago Monteiro schreibt portugiesische Sportgeschichte. Der Reifenkrach verhilft ihm zu einem Platz auf dem Siegerpodest im umstrittensten Rennen aller Zeiten."

A Bola: "Einfach unglaublich: Tiago Monteiro wird Dritter in
einem historischen Formel-1-Rennen."

USA:

Indianapolis Star: "Goodbye Formel 1! Auf Nimmerwiedersehen Bernie Ecclestone, Au revoir Michelin. Ciao Ferrari. Das war nicht nur eine riesige Schande für den Sport und für alle Beteiligten. Es sollte auch das Ende des US-Grand-Prix in Indianapolis bedeuten. Und, da sind wir sicher, auch in den USA. Es war ein Fiasko, ein Debakel, tadelnswert. Und für Anwälte ein Segen."

USA Today: "Die Chancen der Formel 1, das amerikanische Publikum für sich einzunehmen, wurden zunichte gemacht."

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