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Probleme der Formel 1-Strecke in Korea

Zwei Gefahrenstellen werden korrigiert

GP Korea - Bauarbeiten Kerbs Foto: xpb 29 Bilder

Generell bekam der Korean International Circuit von den Fahrern viel Lob ab. Doch es gibt auch einige Punkte, die sich bis 2011 ändern müssen. Die Fahrer tischten FIA-Rennleiter Charlie Whiting ihre Verbesserungsliste mit vier Problemen auf. Zwei davon werden nun korrigiert.

22.10.2010 Michael Schmidt

Fernando Alonso gefällt die Runde auf dem Korean International Circuit: "Da ist von allem etwas dabei. Eigentlich sind es drei Rennstrecken in einer. Die mit den drei Geraden, die mit den schnellen Kurven, und die mit den engen Ecken. Das macht die Abstimmung des Autos so schwierig. Gehst du auf Top-Speed oder Abtrieb?" Alonsos Kollegen stimmten zu. Und trotzdem möchten sie für 2011 wenigstens vier Dinge geändert haben.

Auf der 1,2 Kilometer langen Geraden und im Schlussteil der Strecke stehen die Mauern direkt an der Straße. "Wenn dort ein Auto stehenbleibt, muss automatisch das Safety-Car raus", prophezeit Rubens Barrichello. Der Brasilianer unkt: "Wenn einer eine Safety-Car-Phase provozieren will, parkt er einfach auf der langen Geraden." In den Kurven 10 und 14 liegen die Randsteine unter dem Niveau der Rennstrecke. "Wer die Kurve dort zu stark anschneidet, kann sich beim Zurückfahren die Reifen aufschlitzen", fürchtet Sebastian Vettel.

Marshalls aus Australien sollen helfen

Die letzten drei Kurven machen den Fahrern aus unterschiedlichen Gründen Sorgen. Sie sind vollständig von Mauern eingerahmt. "In Kurve 14 befindet sich im Randstein ein Loch. Wenn du das blöd triffst, hebt es das Auto aus und du fliegst voll in die Mauer", so Vettel. Die Kurve ist blind. Damit sehen die Fahrer nicht, wenn ein Auto in dieser tunnelartigen Passage stehenbleibt, so wie es Sakon Yamamoto im zweiten Training passiert ist.

"Wir brauchen sehr gute Streckenposten, die schnell reagieren und die Gefahr anzeigen", fordert Nico Rosberg. Da die einheimischen Streckenposten ihren Job teilweise zum ersten Mal ausüben, hat die FIA in jede Kurve auch einen erfahrenen Flaggenschwenker gestellt. Die Truppe wurde aus Australien eingeflogen.

Problem Boxeneinfahrt in Korea

Letzter Kritikpunkt ist die Boxeneinfahrt. Sie liegt am Ausgang der letzten Kurve, die zu allem Überfluss nicht einsehbar ist. "Wer in die Boxen abbiegt, wird langsamer sein, als die Fahrer, die auf der Strecke weiterfahren. Wenn du dann an deinem Vordermann vorbei willst und der sich im letzten Moment für einen Boxenstopp entscheidet, kracht es", befürchtet Vettel.

Rosberg ergänzt: "Im Rennen wirst du mit vollem Speed in die Boxeneinfahrt reinfahren. Es kann aber sein, dass vor dir einer langsam reinrollt, weil er ein technisches Problem hat. Den siehst du aber erst im letzten Moment. Bei einem Auffahrunfall fliegst du sonstwohin."

FIA will zwei Gefahrenstellen beseitigen

FIA-Rennleiter Charlie Whiting hat den Fahrern in zwei Punkten Abhilfe versprochen. Der Randstein in Kurve 16 wird bis zum Samstagstraining mehr Richtung Scheitelpunkt verlegt. Das macht nicht nur diesen Linksknick langsamer, sondern auch die Zielkurve, in der es null Auslauf gibt. "Dort waren wir deutlich schneller als vorausberechnet", beschreibt Jenson Button das Problem.

In der Boxeneinfahrt wird die weiße Linie entfernt, was bedeutet, dass die Fahrer aggressiver abbiegen können und nicht mehr gezwungen sind, früh vom Gas zu gehen. "Damit ist der Tempounterschied zwischen denen, die an die Boxen gehen und denen, die weiterfahren nicht mehr so groß", lobt Mark Webber.

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