Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Probleme mit Ferrari-Upgrade

Kimi zurück in alten Ferrari

Ferrari - GP Spanien  2015 - Barcelona - Samstag - 9.5.2015 Foto: ams 90 Bilder

Das große Ferrari-Upgrade funktioniert noch nicht so, wie es sich seine Erfinder vorstellen. Während am Auto von Sebastian Vettel in der Nacht zum Samstag die Abstimmung umgebaut wurde, stieg Kimi Räikkönen zurück in die alte Aerodynamik-Spezifikation.

09.05.2015 Michael Schmidt

Mercedes setzte die vom Windkanal versprochene Verbesserung um drei Zehntel auf die Rennstrecke um. Ferrari nicht. Jedenfalls nicht gleich. Mit den Rückständen von 0,978 Sekunden auf den harten und 0,408 Sekunden auf den weichen Reifen konnte man noch leben. Doch in den Freitags-Longruns wurde Ferrari von Mercedes zerlegt. Der Abstand betrug mehr als eine Sekunde. Egal, auf welchem Reifen.

Räikkönen mit gleichen Problemen wie 2014

Ferrari war so vom Fortschritt seines Aero-Pakets überzeugt, dass man auf einen Vergleichstest am Freitag verzichtete. Dann stellte sich heraus, dass die Ingenieure ihr halbneues Auto noch nicht verstanden hatten. Auch Sebastian Vettel war ratlos, warum er so viel Zeit auf die Silberpfeile einbüßte. Er schob es in einer Kurzanalayse auf das Streckenlayout, das dem Gegner entgegenkommt. Den Wind, der Ferrari mehr schadet als Mercedes. Und die harten Reifenmischungen, die der Mercedes besser zum Arbeiten bringt als alle anderen Autos im Feld.

Kimi Räikkönen kam mit dem runderneuerten SF15-T überhaupt nicht klar. "Ich habe das Gefühl, das Auto würde unter mir wegrutschen. Ich bringe es nicht in die Kurven rein. Die Symptome erinnerten mich an letztes Jahr. Keine Ahnung, ob der Wind oder die rutschige Strecke schuld daran waren. Das Gefühl stimmt einfach nicht."

Die Mercedes-Ingenieure erkannten anhand der Rundenzeiten-Verteilung in den Dauerläufen vom Freitag, dass Ferrari seine Autos möglicherweise zu reifenschonend abgestimmt hatte. "Im zweiten Teil der Longruns wurden ihre Zeiten schneller. Das ist ein Indiz dafür, dass der Reifen zu wenig beansprucht wird."

Neues Setup für Vettel

Im Fall von Vettel wurde von Freitag auf Samstag die Fahrwerks-Abstimmung umgebaut. Bodenfreiheit, Radsturz, Reifendrücke. Räikkönen stieg gleich auf die alte Version um. Entgegen der üblichen Gepflogenheiten rückte Ferrari schon im ersten Teil des dritten Trainings für Mini-Longruns auf harten Reifen aus. Und sie hängten am Ende noch einen mit der Medium-Mischung dran. Da Räikkönen die alte Aero-Spezifikation fuhr, hatte Ferrari auch gleich den perfekten Vergleichstest.

Der Rückstand auf Mercedes schrumpfte dramatisch. Vettel fehlten am Ende nur 0,156 Sekunden auf Nico Rosberg. Sicher auch begünstigt durch niedrigere Asphalttemperaturen und weniger Wind. Jetzt stand Ferrari vor der Frage, ob man bei Räikkönen wieder auf den neuen Stand zurückbauen sollte. Räikkönen aber wollte kein Risiko eingehen. Er hatte sich trotz falschen Elektronikeinstellungen mit dem älteren Modell angefreundet.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden