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Die Profiteure des Safety-Cars

Die Letzten werden die Ersten sein

Safety-Car - GP Österreich 2016 Foto: sutton-images.com 62 Bilder

Für 4 Fahrer wurde die Safety-Car-Phase zum Matchwinner. Jenson Button, Romain Grosjean und Carlos Sainz bekamen einen Boxenstopp geschenkt. Pascal Wehrlein eine ganze Runde. Alle vier fanden sich am Ende in den Punkterängen wieder.

05.07.2016 Michael Schmidt

Der Blick der Fans richtete sich vor allem auf das Duell der Mercedes-Piloten. Und auf den Reifenplatzer von Sebastian Vettel. Der Crash des Ferrari-Piloten löste eine Safety-Car-Phase aus, bei der das Feld zwei Mal durch die Boxengasse umgeleitet wurde. Das erschwerte die nachträgliche Analyse, weil die Zeitmessung und die Pirelli-Datenbank jede Durchfahrt als Boxenstopp zählen.

Für die Fahrer an der Spitze spielte das Safety-Car keine große Rolle. Alle hatten ihren ersten Boxenstopp bereits vorher abgespult. Lewis Hamiltons Rückstand auf Nico Rosberg wurde von 4,7 Sekunden auf null eingedampft. Warum Hamilton glaubte, das Safety-Car hätte ihn benachteiligt, verstanden nicht mal seine Ingenieure: „Manchmal hört der Horizont des Fahrers bei der Cockpitumrandung auf.“

Button und Grosjean bekamen Boxenstopp geschenkt

Im Mittelfeld spielte das Safety-Car eine entscheidende Rolle. Für Jenson Button, Romain Grosjean, Carlos Sainz und Pascal Wehrlein kam es zum perfekten Zeitpunkt. Das Resultat sprach für sich. Die 4 Safety-Car-Profiteure landeten auf den Plätzen 6, 7, 8 und 10.

Button spulte seinen zweiten Reifenwechsel von Soft auf Soft in Runde 26 ab. McLaren hatte 25 Sekunden Zeit zu reagieren. Für Romain Grosjean war es der erste Stopp. Er tauschte Supersoft gegen Soft ein. Er lag zu dem Zeitpunkt 2 Sekunden hinter Button.

Beide bekamen praktisch einen Boxenstopp geschenkt. Sie kamen auf den Plätzen 8 und 9 an die Box und fuhren auf diesen Positionen auch wieder raus. Mit dem Geschenk frischer Reifen und annullierter Rückstände. Grosjean kennt das Spiel von Melbourne.

Auch bei Sergio Perez und Fernando Alonso stimmte das Timing. Sie konnten nur nicht davon profitieren. Alonso warf eine defekte Batterie aus dem Rennen. Perez crashte nach einem Bremsdefekt an achter Stelle liegend.

Wehrlein bis zur 41. Runde Letzter

Bei Carlos Sainz lag der Fall anders. Toro Rosso ließ sich bis Runde 28 Zeit. Es war die erste Runde, in der das Feld durch die Boxengasse geleitet wurde. Sainz stürzte von Platz 8 auf Rang 17 ab. Aber er hatte frische Reifen am Auto, die für 43 Runden halten mussten. Der Spanier überholte 5 Autos auf der Strecke und rückte 4 Mal wegen späten Boxenstopps seiner Gegner und dem Unfall von Perez vor.

Der kurioseste Fall ist der von Pascal Wehrlein. Der Manor-Pilot war in der 24. Runde überrundet worden. Als das Safety-Car auf die Strecke ging, lag Wehrlein im Sandwich der beiden Mercedes-Piloten. Vor Ende der Safety-Car-Phase durfte sich der DTM-Meister von 2015 zurückrunden. Als es in Runde 32 wieder losging, hatte Wehrlein noch 8 Sekunden Rückstand auf das Schlusslicht im Feld. Bis zur 41. Runde war Wehrlein Letzter.

Dann wanderte die Startnummer 94 durch die Rundentabelle. Meistens, weil andere vor ihm an die Box gingen. Als Bottas den Manor überholte, hing sich Wehrlein an den Williams dran. Und hätte ihn im Finale fast noch überholt. Obwohl Wehrleins Reifen 28 Runden älter waren. Im Ziel betrug der Rückstand des Deutschen auf den 9. Platz nur 1,071 Sekunden.

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