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Pirelli-Testfahrten in Barcelona

Ärger um Reifentest von Mercedes

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Monaco - 23. Mai 2013 Foto: xpb 26 Bilder

Mercedes hat nach dem GP Spanien drei Tage lang Reifen für Pirelli getestet. Darunter waren 2014er Spezifikationen und auch die für Kanada geplanten Änderungen. Angeblich ist alles durch die Regeln abgedeckt. Ferrari und Red Bull laufen dagegen Sturm.

26.05.2013 Michael Schmidt

Zuerst ging das Gerücht von einem Geheimtest um. Dann sickerte durch, dass Nico Rosberg und Lewis Hamilton am Mittwoch und Donnerstag nach dem GP Spanien in Barcelona mit dem aktuellen Auto 1.000 Kilometer im Dienste von Pirelli abgespult haben. Doch wer in Barcelona fährt, testet nicht geheim. Die Rennstrecke ist von außen einsehbar, und allein der Lärm eines Formel 1-Motors würde Aktivitäten dort verraten.

Pirelli-Reifenchef Paul Hembery macht aus der Geschichte kein Geheimnis: "Ja, wir haben dort mit Mercedes Reifen getestet. Zu 90 Prozent 2014er Spezifikationen. Am letzten Tag haben wir Reifen probiert, die die für Kanada geplanten Änderungen in sich tragen. Mercedes hat davon aber nichts gewusst.

Ferrari und Red Bull laufen Sturm

Bei Ferrari und Red Bull ist die Aufregung groß. Das wäre ein klarer Wettbewerbsvorteil für Mercedes. Ferrari kündigte an, die Angelegenheit bei FIA-Rennleiter Charlie Whiting prüfen zu lassen. Paul Hembery versteht die Aufregung nicht: "Dieser Test ist durch unsere Verträge mit der FIA abgedeckt. Wir können mit einzelnen Teams 1000 Kilometer testen, wenn wir zukünftige Produkte ausprobieren wollen. Diese Art Test haben wir zwischen den Grand Prix von Bahrain und Spanien auch schon mit Ferrari gemacht. Und wir haben Red Bull vor Barcelona für einen solchen Test angefragt." Bei Ferrari will man davon nichts wissen. Man sei im Rahmen seiner Kunden nach dem GP Bahrain in Barcelona gefahren, allerdings mit 2010er Modellen. Mercedes aber hat ein aktuelles Auto bereitgestellt.

Kleine Teams wissen von nichts

Die kleinen Teams wissen von derartigen Abmachungen gar nichts. Für sie wäre es totale Wettbewerbsverzerrung, wenn die Großen ein solches Privileg genießen würden. Wer kann schon garantieren, dass der Testträger parallel dazu nicht neue aerodynamische oder mechanische Entwicklung mittestet?

Hembery verweist darauf, dass diese Tests für den Reifenhersteller absolut notwendig seien, weil das eigene Testauto, ein 2010er Renault, total veraltet ist. "Wir wollten am Freitag in Barcelona eine Mischung für 2014 testen. Dann kam uns der Regen dazwischen. Unser Ziel waren 30 Runden pro Team. Tatsächlich wurden es nur fünf. Deshalb mussten wir diesen Test nachholen." Was passiert jetzt? Möglicherweise liegt ein Protest gegen Mercedes in der Luft. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
 

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