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Protest

McLaren geht in Berufung

Foto: McLaren 50 Bilder

Update ++ Nur wenige Stunden vor Ablauf der Frist hat sich McLaren-Mercedes am Dienstag (9.9.) dazu entschieden, offiziell Berufung gegen das Hamilton-Urteil von Spa einzulegen.

09.09.2008 Michael Schmidt

McLaren hatte sich nach dem Rennen nur das Recht eingeräumt, Berufung zu beantragen. Die Statuten besagen, dass dieser Antrag innerhalb von 48 Stunden bestätigt werden muss. Termin wäre also um Mitternacht gewesen. Wie der Rennstall inzwischen bestätigte, habe man die nötigen Unterlagen rechtzeitig an die FIA abgeschickt.

Das Silberpfeil-Team begründet seinen Einspruch damit, dass man sich noch während des Rennens bei der Rennleitung über die Rechtmäßigkeit des umstrittenen Manövers informierte: "Sie hat mir zweimal bestätigt, dass die Art, in der die Position zurückgegeben wurde, ihrer Meinung nach in Ordnung war." erklärte McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh. "Wenn die Rennleitung jedoch irgendwelche Bedenken gegen die Aktion von Lewis geäußert hätte, hätten wir Lewis die Anweisung gegeben, Kimi ein zweites Mal vorbei zu lassen."

Wie der Weltverband schon vorher mitteilte, soll das Berufungsgericht noch vor dem GP Singapur am 28. September darüber entscheiden, ob der Fall überhaupt zugelassen wird.

Kommt es zum Verfahren?

25-Sekundenstrafen sind nachgereichte Durchfahrtsstrafen und somit eine Art Schiedsrichterentscheidung, gegen die nicht protestiert werden kann. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Berufung zurückgewiesen wird. Letztes Jahr hatte McLaren versucht, einen strittigen Fall beim GP Brasilien vor das Berufungsgericht zu bringen. Williams und BMW hatten im Rennen zu kaltes Benzin eingesetzt. Wären sie disqualifiziert worden, wäre Hamilton statt Kimi Räikkönen 2007 zum Weltmeister erklärt worden. Die Berufungsrichter schmetterten den Antrag wegen eines Formfehlers ab.

Die englischen Zeitungen fuhren nach dem Urteil von Spa schwere Geschütze gegen die Entscheidung der Rennkommissare auf. Hamilton, so der Tenor, habe sehr wohl, den durch Abkürzen der Schikane erlangten Vorteil wieder hergeschenkt. Die Kommissare sehen das anders. Ihre Argumentation sieht so aus: Hätte Hamilton nicht durch die Schikane abgekürzt, wäre er gar nicht in der Lage gewesen, Räikkönen vor der nächsten Kurve anzugreifen, weil er dann bereits mit einer vollen Wagenlänge Rückstand in die Zielgerade eingebogen wäre. Deshalb habe er nach Meinung der FIA-Polizei den Vorteil nicht vollständig rückgängig gemacht.

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