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Prozess von Flavio Briatore und Pat Symonds

Gibt es eine Chance für Briatore?

Symonds & Briatore Foto: Renault F1 33 Bilder

Am morgigen Dienstag (24.11.) beginnt vor einem Pariser Gericht der Prozess von Ex-Renault-Teamchef Flavio Briatore und seinem Ingenieur Pat Symonds gegen das Berufsverbot der FIA. Experten beurteilen die Chancen nicht schlecht, dass die Strafen abgeschwächt werden.

23.11.2009 Michael Schmidt

Flavio Briatore und Pat Symonds erscheinen wieder auf der Formel 1-Bühne. Diesmal allerdings nicht im Fahrerlager, sondern vor Gericht. Die mutmaßlichen Drahtzieher des inszenierten Unfalls von Nelson Piquet beim GP Singapur 2008 klagen gegen die Strafen des Automobilweltverbandes FIA. Der hatte Briatore mit einem lebenslangen und Symonds mit einem fünfjährigen Berufsverbot belegt. Darüber hinaus muss Briatore das Management diverser Formel 1-Piloten wie Mark Webber oder Heikki Kovalainen abgeben.

Anwälte fordern Aufhebung der Strafe

Briatores Anwälte argumentieren, ein solches Urteil verstoße gegen die Menschenrechte der EU. Sie fordern eine Aufhebung der Strafen und einen Schadensersatz von bis zu einer Million Euro. Pikanterweise lässt sich Briatore in der Verhandlung von dem Anwalt vertreten, der seinem Widersacher Max Mosley bei dessen Klagen in Frankreich gegen die Berichterstattung im Zusammenhang mit dem Sex-Skandal einen Sieg vor Gericht erstritten hat. Er gilt als einer der besten des Landes.
 
In Bezug auf das Strafmaß werden Briatore und Symonds gute Chancen auf eine zumindest teilweise Rehabilitierung eingeräumt. In der Sache selbst werden sich Briatore und Symonds kaum von dem Vorwurf freisprechen können, das Rennen manipuliert zu haben. Ein FIA-Sprecher erklärt: "Es gab zwei voneinander unabhängige Untersuchungen, die zu diesem Ergebnis geführt haben. Eine interne von Renault und eine von uns." Das Gericht wird außerdem die Frage stellen, warum Briatore und Symonds nicht alle Rechtsmittel vor dem Sportgericht ausgeschöpft haben, bevor sie vor ein Zivilgericht gezogen sind.

Keine Berufung vor dem FIA-Gericht
 
Jetzt könnte es sich als Nachteil erweisen, dass die beiden Angeklagten bei der FIA-Weltratssitzung am 21. September selbst nicht anwesend waren. Außerdem haben sie darauf verzichtet, gegen das Urteil beim FIA-Berufungsgericht Einspruch zu erheben.

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