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Gehirnerschütterung nach Quali-Crash

Sergio Perez über Nacht im Krankenhaus

Sergio Perez Foto: xpb 47 Bilder

Update ++ Sergio Perez ist in der Qualifikation zum GP Monaco schwer verunglückt. Der Mexikaner hatte beim Anbremsen der Hafenschikane die Kontrolle über seinen Sauber verloren und schlug seitlich in die Schutzbarrieren ein. Allerdings scheint sein Schutzengel am Samstag (28.5.) aufgepasst zu haben.

28.05.2011 Tobias Grüner

Die Strecke in Monte Carlo hat wieder einmal zugeschlagen. Sergio Perez ist bereits der dritte Pilot an diesem Wochenende, der auf den Bodenwellen vor der Hafenschikane das Auto in die Bande setzte. Am Donnerstag hatte sich schon Vitaly Petrov (Renault) den Frontflügel abgefahren. Am Samstagvormittag krachte Nico Rosberg heftig in die Leitplanken.

Beide Piloten hatten zuvor allerdings etwas mehr Glück als Perez. Während Rosberg und Petrov die Trennbarriere zwischen Auslaufzone und Strecke verfehlten, krachte der Sauber mit der vollen Breitseite in die Tecpro-Puffer. Das Auto wurde dabei völlig zerstört. Perez musste aus dem Wrack befreit werden.

Sergio Perez bei Bewusstsein

Nach Informationen des Sauber-Teams sei der Pilot nach dem Einschlag bei Bewusstsein gewesen. Die Ärzte haben mit ihm sprechen können, bevor er per Krankenwagen zur Untersuchung in das "Princess Grace Hospital" von Monte Carlo transportiert wurde. Ersten Informationen zufolge klagte er dabei über "schlimme Kopfschmerzen". Angeblich soll er aber schon den Wunsch geäußert haben, am Sonntag starten zu wollen.

Perez über Nacht im Krankenhaus

Wie eine Stunde nach dem Unfall bestätigt wurde, hat Perez keine Knochenbrüche davongetragen. Nur eine Gehirnerschütterung und eine Oberschenkelprellung. Sein Zustand sei stabil, erklärten die Ärzte. Zur Sicherheit wird "Checo" über Nacht noch im Krankenhaus überwacht. Es ist somit sehr unwahrscheinlich, dass der Sauber-Pilot im Rennen antreten kann.

"Wir wünschen ihm alle das Beste", erklärte Sebastian Vettel nach seiner Pole Position. "Es ist immer ein mulmiges Gefühl, wenn man nicht weiß, wie es einem Fahrer geht. Ich habe gehört, dass er bei Bewusstsein war und geantwortet hat. Das ist schön zu hören. Ich hoffe, dass er am besten schon morgen wieder im Rennen dabei ist."

Künstliche Bodenwellen vor dem Unfall entfernt

Perez war mit geschätzten 150 km/h in die Bande gerutscht. Nach dem Crash von Nico Rosberg waren vor der Unfallstelle noch die künstlichen Bodenwellen entfernt worden, mit denen die Piloten am Abkürzen der Schikane gehindert werden sollten. "Das war wohl eine gute Entscheidung von (Rennleiter) Charlie Whiting", erklärte Jenson Button. "Sonst wäre er vielleicht abgehoben und es hätte schlimmer enden können."

Die Tecpro-Barrieren an der betreffenden Stelle sind für Einschläge bis über 200 km/h konzipiert. 1994 war an gleicher Stelle schon Karl Wendlinger verunglückt. 19 Tage lag der Österreicher danach im Koma. Allerdings wurde der Sauber damals noch von Wassertonnen aufgefangen, die mit den modernen Sicherheitsbanden nicht vergleichbar sind.

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