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GP Australien 2011 - Qualifikation

Vettel ungefährdet auf Pole Position

Sebastian Vettel Foto: Red Bull 72 Bilder

Sebastian Vettel macht 2011 da weiter, wo er in Abu Dhabi aufgehört hat. In Melbourne fuhr der Weltmeister überlegen auf die Pole Position. McLaren-Pilot Lewis Hamilton startet neben dem Deutschen in der ersten Reihe.

26.03.2011 Tobias Grüner

Mit einer eindrucksvollen Demonstration seiner Stärke ist Sebastian Vettel in die neue Saison gestartet. In der ersten Qualifikation des Jahres konnte der amtierende Champion den Rest des Feldes deklassieren. Mit knapp acht Zehnteln Vorsprung sicherte sich der Heppenheimer überlegen die Pole Position.

"Ich bin natürlich sehr glücklich mit dem Ergebnis", strahlte Vettel anschließend. "Wir hatten ein gutes Bauchgefühl, aber man weiß ja nie genau, wo man steht. Bis jetzt haben aber noch alle null Punkte auf dem Konto. Wir müssen uns deshalb auf das Rennen konzentrieren."

McLaren zweite Kraft im Feld

Den deutlich spannenderen Kampf um Rang zwei entschied am Ende Lewis Hamilton für sich. Der McLaren-Pilot verwies Vettels Red Bull-Teamkollegen Mark Webber um acht Hundertstel auf Rang drei. Webber war entsprechend frustriert. "Das war nicht der beste Tag für mich. Ich konnte die Zeit von Sebastian einfach nicht fahren."

Bei Hamilton war die Stimmung dagegen ausgezeichnet. "Wir sind wieder auf dem richtigen Weg. Die harte Arbeit in der Fabrik hat sich ausgezahlt. Das war eine tolle Leistung", erklärte Hamilton zufrieden. Dass McLaren trotz der schwachen Wintertests momentan die zweite Macht im Feld ist, bewies auch Jenson Button. Der Melbourne-Sieger der letzten beiden Jahre startet neben Webber auf Rang vier.

Ferrari konnte die gute Form aus den Wintertests nicht ganz nach Australien rübernehmen. Fernando Alonso blieb nur Rang fünf. Teamkollege Felipe Massa musste nach einem Dreher im letzten Quali-Segment sogar mit Platz acht zufrieden sein. Die kühlen Temperaturen (17°C) in Melbourne erschwerte bei Ferrari besonders das Aufwärmen der Reifen. Der eigentliche Vorteil des reifenschonenden Autos kehrte sich am Samstag ins Gegenteil um.

Schumacher verliert Duell gegen Rosberg

Unter den ersten Zehn fanden sich auch einige ungewöhnliche Namen. Vitaly Petrov sicherte sich im Renault Rang sechs hinter Alonso. Nico Rosberg startet am Sonntag vor Massa auf Rang sieben. Die letzten beiden Plätze in den Top Ten gingen an Sauber-Pilot Kamui Kobayashi und Toro Rosso-Mann Sebastien Buemi.

Rekordchampion Michael Schumacher verpasste dagegen den Sprung in den letzten Abschnitt der Qualifikation. Eine Zehntel fehlte am Ende im Kampf gegen Buemi. Dabei kämpfte der Mercedes-Pilot mit Technik-Problemen. "Im ersten Run hatten wir kein KERS, im zweiten Run war es wieder da, aber da hat die Abstimmung nicht so gepasst. Wir haben das ganze Wochenende schon Probleme gehabt, die wir nur zum Teil haben lösen können. Nico's Zeit zeigt das, was zur Zeit möglich ist und das reicht im Moment nicht für die vorderen Plätze."

Sutil mit Highspeed-Dreher auf der Zielgerade

Auch die beiden Force India blieben in der zweiten Quali-Runde hängen. Adrian Sutil sorgte immerhin für die spektakulärste Szene des Nachmittags. Nachdem der Gräfelfinger beim Beschleunigen aus der Zielkurve zu weit auf den Kerb kam, drehte er sich auf der Zielgeraden bei hoher Geschwindigkeit. Dank einer guten Reaktion verhinderte Sutil den Einschlag in die Bande.

In den beiden Sektoren zuvor sah es beinahe danach aus, als könne Sutil um den Einzug in das Q3 kämpfen. Nach dem Dreher mit Bremsplatten blieb nur Platz 16. Teamkollege Paul di Resta (Rang 14) konnte damit das erste Teamduell relativ kampflos gewinnen. Neben den beiden Force India blieb auch Williams hängen. Nach einem Dreher ins Kiesbett in seinem ersten schnellen Run startet Rubens Barrichello nur auf Platz 17.

Noch größer war die Enttäuschung allerdings bei Nick Heidfeld. Während Renault-Teamkollege Vitaly Petrov im ersten Segment die drittschnellste Zeit fuhr, blieb der Mönchengladbacher 1,7 Sekunden langsamer auf Rang 18 in der ersten Runde hängen.

Heidfeld: "Saison kann nur besser werden"

"Ich habe leider keine freie Runde hinbekommen", klagte der Deutsche. "Am Schluss hatte ich auch noch ein Problem mit KERS. Da hat es leider nicht für die zweite Runde gereicht. Die Saison hat schlecht begonnen, und kann hoffentlich nur noch besser werden. Unser Auto ist offensichtlich sehr gut, umso schlechter, dass ich so weit hinten bin."

Langsamer als Heidfeld waren nur die drei Neulinge des Vorjahres. Dabei konnte Lotus wie erwartet das Duell gegen Virgin für sich entscheiden. Heikki Kovalainen und Jarno Trulli blieben mit einer halben Sekunde Vorsprung allerdings nicht ganz so weit von Timo Glock entfernt, wie befürchtet.

Hispania muss im Rennen zuschauen

Am Ende des Feldes landete erwartungsgemäß das Hispania-Duo. Nachdem die beiden neuen Autos erst am Samstag fertig wurden, konnten Vitantonio Liuzzi und Narain Karthikeyan wie erwartet nicht die 107 Prozent-Hürde knacken. Bei Liuzzi fehlten aber nur anderthalb Sekunden, was für den Anfang gar nicht so schlecht ist. Trotzdem müssen beide Piloten am Sonntag zuschauen.

auto-motor-und-sport.de wird am Sonntag aus Melbourne im Live-Ticker vom GP Australien berichten. Ab 7.45 Uhr sind wir live für Sie da.

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