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Qualifying-Analyse GP Deutschland

Spritmengen geben Vettel wieder Hoffnung

GP Deutschland 2009 Foto: dpa 32 Bilder

Sebastian Vettel muss am Sonntag (12.7.) am Nürburgring von Rang vier starten. Die Veröffentlichung der Benzinmengen gibt dem Deutschen allerdings wieder etwas Hoffnung auf ein Spitzenresultat. Beide Brawn-Autos vor ihm haben deutlich weniger Sprit im Tank.

11.07.2009 Tobias Grüner

Um in der Weltmeisterschaft noch eine Chance zu besitzen, muss Sebastian Vettel auf jeden Fall vor Jenson Button ins Ziel kommen. Im Qualifying hatte der Brite die Nase noch um sieben Tausendstel vorne. Doch dieser Vorsprung wurde teuer erkauft: Button hat 17 Kilogramm weniger Sprit an Bord und muss somit ca. sieben Runden vor seinem deutschen Konkurrenten an die Tankstelle.

Von hinten drohen KERS-Autos

Auch Rubens Barrichello auf Rang drei kann nur eine Runde länger fahren als sein Teamkollege. Die Frage ist nun, ob Vettel auf der Strecke genug Zeit gutmachen kann, um beide Brawn zu schlagen. Vielleicht kommt aber auch alles ganz anders: Von hinten drohen die beiden mit KERS bewaffneten Silberpfeile. Mit der Hybrid-Zusatzpower haben Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen am Start einen großen Vorteil. Der Red Bull-Pilot muss mit allen Mitteln verhindern, bei der Jagd auf Button rundenlang hinter einem McLaren festzuhängen.

Während Lewis Hamilton zwei Runden früher als Vettel an die Box muss, könnte Kovalainen zum echten Stolperstein werden. Der Finne hat sogar noch Sprit für eine Runde mehr als Vettel im Tank, der sich für Runde 20 zum Stopp angekündigt hat.

Sutil mit viel Sprit auf Rang sieben

Das schwerste Auto in den Top Ten fährt ausgerechnet Adrian Sutil. Der Force India-Pilot, der mit Startplatz sieben das beste Qualifying-Resultat seiner Karriere eingefahren hat, kann noch einmal sieben Runden länger draußen bleiben als Vettel. Damit hat Sutil auch einen Vorteil gegenüber den vor ihm startenden McLaren. Allerdings droht Sutil das gleiche Schicksal wie Vettel. Hinter ihm stehen mit Felipe Massa und Kimi Räikkönen zwei Ferrari mit KERS. Beide müssen kurz vor dem Deutschen an die Box.

In der zweiten Hälfte der Startaufstellung dürfen die Fahrer ihre Spritmenge selbst wählen. Das schwerste Auto im Feld besitzt Nico Rosberg. Der Williams-Pilot hat sich 84,6 Kilogramm Sprit in den Tank füllen lassen. Bei einem Verbrauch von ca. 2,4 Kilogramm pro Umlauf müsste der Deutsche erst nach der Rennhälfte zum Tanken. Bei wechselhaften Bedingungen und möglichen Safety-Car-Phasen könnte ein gut gefüllter Tank entscheidend sein, um mehr Spielraum bei der Strategie zu besitzen.

Problemen mit dem harten Reifen

Neben den äußeren Bedingungen und der richtigen Benzin-Strategie werden auch die Reifen ein wichtiger Faktor. "Jeder hat Probleme Temperatur in die harten Reifen zu bekommen", erklärt Jenson Button. Doch bei Brawn ist die Situation besonders brisant: "Wenn wir frei fahren können, ist es noch einigermaßen in Ordnung. Probleme bekommen wir im Verkehr. Da verliert man viel Abtrieb und kann die Reifen nicht auf Temperatur halten." Teamkollege Rubens Barrichello pflichtet bei: "Das ist das erste Mal, dass ich mitten in einer Qualifikationsrunde Schlangenlinien gefahren bin, um Temperatur in den Gummi zu bekommen."

Auch Mark Webber klagt bei erwarteten Außentemperaturen von höchstens 15°C über die harten Slicks. "Das ist definitiv nicht der richtige Reifen für diese Temperaturen. Je nach Wetter kann sich das Kräfteverhältnis schlagartig ändern. Wir werden wohl auf den harten starten und Gas geben." Ach ja, der Polemann ist mit 661 Kilogramm genauso schwer wie Sebastian Vettel. Wer zuerst an die Box gerufen wird (Runde 20 oder 21), will das Team situationsbedingt entscheiden. Einem Sieg des Australiers steht somit nichts mehr im Weg - außer das launische Eifelwetter.

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