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Formel 1: Qualifying-Analyse GP Australien

Red Bull unter allen Bedingungen schnell

GP Australien Foto: xpb 35 Bilder

Update ++ Neue Fotos ++ Sebastian Vettel hat mit seiner Pole Position alle Karten in der Hand. Alles andere als ein Sieg des Deutschen in Melbourne wäre eine Überraschung. Das Qualifying hat gezeigt, dass sein Red Bull unter allen Bedingungen das schnellste Auto im Feld ist.

27.03.2010

Red Bull-Pilot Sebastian Vettel hat die besten Voraussetzungen, um am Sonntag den Großen Preis von Australien zu gewinnen: Der 22-jährige Heppenheimer startet von der Pole Position und von der sauberen Seite der Startaufstellung.

In Melbourne gibt es allerdings meist ein größeres Kuddellmudell, wenn das komplette GP-Feld in die erste Kurve einbiegt. Sollte Vettel einen sauberen Start erwischen und seine Position in der ersten Kurve verteidigen können, dann hat er auch beste Chancen, als Sieger über die Ziellinie zu fahren.

Formel 1: GP Australien 2010 2:11 Min.

Red Bull: Viel Abtrieb - wenig Top-Speed

Die Renn-Performance der Red Bull -Wagen dürfte der Quali-Leistung in Nichts nachstehen: Der Red Bull ist sowohl mit harten Reifen als auch mit weichen Reifen schnell. Mark Webber fuhr noch im zweiten Quali-Segment mit den harten Reifen ultraschnelle Rundenzeiten. Auch die Longruns aus den Freien Trainingssitzungen ließen beim Thema Reifenverschleiß wenig zu wünschen übrig.

Vettel tritt trotzdem auf die Euphoriebremse: "Der Stadtkurs in Melbourne hat eine gewisse Tradition, was Rennzwischenfälle und Safety Car-Phasen betrifft. Trotzdem ist nach der Pole Position der Sieg natürlich das Ziel." Was im Zeittraining auffällig war: Red Bull hatte die mit Abstand schlechtesten Top-Speedwerte, was darauf hindeutet, dass die Roten Bullen mit extrem viel Abtrieb fahren. In der Top-Speedwertung lagen sie auf den Rängen 23 und 24 - gut 15 Stundenkilometer hinter den McLaren-Mercedes-Piloten!

Abtrieb hilft auch im Regen

Force India-Pilot Adrian Sutil fiel auf: "Beim Abtrieb spielt Red Bull in einer eigenen Liga." Das enorme Abtriebsniveau würde Red Bull am Sonntag auch im denkbar schlechtesten Fall in die Hand spielen: Die Meteorologen wollen nämlich ein Regenrennen nicht ausschließen. Auch unter diesen Bedingungen wäre aber Abtrieb der Schlüssel zum Erfolg.

Die einzige echte Gefahr für Vettel und Webber lauert nach dem Quali-Resultat in Person von Ferrari-Star Fernando Alonso . Ferrari fährt ein aggressives Programm, um den Speed-Nachteil gegenüber Red Bull zu egalisieren. In Melbourne schraubten die Italiener sogar noch im Zeittraining einen modifizierten Frontflügel ans Auto. "Das bringt höchstens ein paar Hundertstelsekunden", wehrte Alonso ab.

Alonso will Red Bull angreifen

Doch Ferrari ist klar: Die Startaufstellung entscheidet in der Formel 1 oft schon über Sieg oder Niederlage. "Ich bin mit dem Resultat im Zeittraining sehr zufrieden“, bilanzierte Alonso. "Wir sind zeitenmäßig bei der Musik. Das Ziel im Rennen besteht darin, sich weiter zu verbessern."

Hinter Ferrari-Pilot Alonso gab es im Qualifying einen deutlichen Abriss bei den Rundenzeiten: Während die ersten drei Piloten nur um knapp zwei Zehntelsekunden getrennt waren, wies McLaren-Mercedes-Pilot Jenson Button auf Platz 4 bereits einen Rückstand von fast acht Zehntelsekunden auf Pole-Setter Vettel auf. Damit ist klar: Der Sieg führt nur über Red Bull.

Silberpfeile mitten im Startgetümmel

Schwierig ist auch die Lage für das deutsche Mercedes GP-Team: Nico Rosberg und Michael Schumacher starten am Sonntag von den Rängen 6 und 7 - mitten im Tohuwabohu des Startgetümmels. Generell ist das deutsche Werksteam näher an der Spitze dran als noch in Bahrain, und zwar aus zwei Gründen: Erstens sind die Außentemperaturen niedriger als beim Saisonauftakt, womit die Probleme mit der Reifentemperatur in den Hintergrund treten. Und zweitens liegt den Mercedes GP-Rennern der flüssige Stadtkurs deutlich besser als die Piste in Bahrain.

Punkte liegen für die Mercedes GP-Piloten Nico Rosberg und Michael Schumacher auf jeden Fall in Reichweite - doch das Podium ist bei regulärem Rennverlauf bestenfalls ein Fernziel. "Ich glaube, dass das Quali-Resultat von Melbourne die Kräfteverhältnisse einigermaßen korrekt wiederspiegelt", so Michael Schumacher. "Wir haben heute wohl das Maximum herausgeholt. Immerhin stehe ich morgen auf der sauberen Seite der Startaufstellung."

Sutil auf Mercedes-Jagd

Punkte sind auch das nahe liegende Ziel von Force India-Pilot Adrian Sutil: "Leider konnte ich im dritten Quali-Segment die Zeit aus dem zweiten Abschnitt nicht mehr wiederholen, weil der Hinterreifen nicht auf Temperatur kam. Aber wir haben als Team wieder bestätigt, dass wir regelmäßig um Punkte kämpfen können. Vielleicht sind wir sogar in der Lage, die Mercedes-Piloten vor uns unter Druck zu setzen."

Williams-Pilot Nico Hülkenberg und Virgin-Fahrer Timo Glock werden das Rennen mit deutlich bescheideneren Zielen in Angriff nehmen müssen: Für Glock wäre es schon ein Erfolg, nach den Problemen in den Trainingssitzungen überhaupt ins Ziel zu kommen. Fürs Rennen wird sein Virgin-Team übrigens ohne den Getriebeölfilter an den Start gehen, der bisher die meisten Probleme im Training auslöste.

Hülkenberg enttäuscht über Quali-Performance

Nico Hülkenberg sagte: "Das Ziel im Qualifying war es in die Top Ten zu fahren. Natürlich bin ich enttäuscht, dass wir das nicht geschafft haben. Andererseits bin ich zum ersten Mal in Melbourne, da war es nicht einfach, einen guten Rhythmus zu finden. Wegen des Qualifikationsresultats wird es morgen natürlich sehr schwer werden, in die Punkte zu fahren."

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