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Qualifying-Analyse & Spritmengen

Verhilft Webber Button zum Titel?

GP Brasilien Qualifying Foto: dpa 34 Bilder

Rubens Barrichello hat sich vor heimischem Publikum die erste Pole Position des Jahres gesichert. Im Rennen muss der Lokalmatador aufpassen. Seine Jäger sind allesamt mit mehr Sprit unterwegs. Mark Webber könnte mit einem Sieg Jenson Button das Wochenende retten.

18.10.2009 Tobias Grüner

Der Jubel bei den brasilianischen Fans kannte trotz des kühlen Wetters und Regens keine Grenzen. Ein Blick auf die Spritmengen zeigt allerdings, dass sich Rubens Barrichello seine Pole Position mit relativ wenig Sprit erkauft hat. Sein Brawn hat 5,5 Kilogramm weniger Benzin an Bord als Red Bull-Konkurrent Mark Webber. Bei einem Verbrauch von ca. 1,8 Kilo pro Runde, kommt der Australier somit drei Runden weiter als Rubinho.

Beide Spitzenreiter auf Mix-Setup unterwegs

Auch vom Setup her sind die beiden Männer in der ersten Startreihe vergleichbar unterwegs. Beide setzen auf ein konservatives Kompromiss-Setup. "Uns wäre es am liebsten, wenn es regnet, aber nicht zu viel", wünscht sich Christian Horner. Brawn-Kollege Ross Brawn: "Wir fahren eine Trockenabstimmung, aber am oberen Ende." Soll heißen: Beide rechnen mit trockenen Bedingungen, ein wenig Regen würde aber auch nicht schaden.
 
Was Adrian Sutil auf Rang drei gerne hätte, ist nicht schwer zu erraten. "Unser Auto ist im Trockenen nicht so schnell. Der Regen kann Probleme beim Abtrieb und der Balance kaschieren." Die Bedingungen im Qualifying waren somit ideal für den Force India-Piloten. Nach Monza fuhr er schon zum zweiten Mal in diesem Jahr auf Startplatz drei. In Monza war er dabei relativ leicht unterwegs und verlor eine Position im Rennen. In Sao Paulo hat er mit 656,5 Kilo Gesamtgewicht sogar ein Pfund mehr Sprit an Bord als der vor ihm startende Mark Webber.

Trulli will wieder aufs Podium

Bei Trockenheit muss sich der Deutsche aber wohl eher nach hinten orientieren. Jarno Trulli will laut eigener Aussage aufs Podium. Mit zwei Kilo mehr Sprit an Bord kann der Italiener eine schnelle Runde mehr auf den Asphalt legen und könnte Sutil somit überholen. Einen Platz dahinter wartet mit Kimi Räikkönen eine weitere Bedrohung. Vor allem am Start könnte der Ferrari wieder seinen Hybrid-Vorteil ausspielen. Schon in Monza fuhr das rote KERS-Auto noch vor der ersten Kurve an Sutil vorbei und verteidigte anschließend seinen Platz. Für etwas Erleichterung dürfte bei Adrian Sutil die Tatsache sorgen, dass der Finne allerdings zwei Runden vor dem Deutschen an die Box muss.

Buemi hofft auf trockene Bedingungen

Auch Sebastien Buemi schielt von Startplatz sechs mit einem Auge auf das Podium. Der Schweizer lieferte gleich aus zwei Gründen ein hervorragendes Qualifying ab: Mit einem Gesamtgewicht von 659 Kilo hat er nicht nur das schwerste Auto unter den ersten Acht, sondern ist auch mit einer echten Trockenabstimmung unterwegs. Sollte sich der Regen am Sonntag zurückhalten, ist der Toro Rosso für eine echte Überraschung gut.

Nico Rosberg und Robert Kubica müssen jeweils eine Runde früher an die Tankstelle als Buemi. Allerdings könnte Rosberg mit einem seiner typischen Raketenstarts am Schweizer vorbeiziehen. Rosbergs Williams-Teamkollege Kazuki Nakajima ist auf Rang neun mit 664 Kilo der Schwerste in den Top Ten. Der Japaner kann somit relativ flexibel auf Wetterkapriolen reagieren und wenn nötig ein paar Runden länger fahren als die Konkurrenz. Vielleicht klappt es ja im vorletzten Rennen endlich mit den ersten WM-Punkten der Saison.

Von Fernando Alonso auf Rang zehn dürfte jedenfalls nur wenig Gefahr ausgehen. Der Spanier ist zwölf Kilo leichter als sein Vordermann und muss somit sechs Runden früher an die Box.

Vettel und Fisichella vollgetankt

Während die ersten zehn nach dem Qualifying nicht mehr nachtanken durften, konnten die Piloten ab Rang elf ihre Spritmengen selbst festlegen. Dabei wurden sehr unterschiedliche Strategien gewählt. Sebastian Vettel und Giancarlo Fisichella sind mit 683,5 Kilo die schwersten Autos im Feld. Nick Heidfeld (650,5 kg) und Heikki Kovalainen (656,5 kg) versuchen dagegen mit wenig Sprit irgendwie nach vorne zu kommen. Beide hoffen wohl auf frühe Safety-Car-Phasen.

Einen Platz wird Seastian Vettel schon vor dem Rennen kampflos gewinnen. Beim Force India von Tonio Liuzzi muss nach dem harten Crash im Qualifying das Getriebe gewechselt werden. Ein ähnliches Schicksal traf auch schon Heikki Kovalainen in Suzuka. Liuzzi wird um fünf Plätze auf Rang 19 zurückversetzt werden. Vettel startet dann genau hinter WM-Konkurrent Jenson Button.

Alguersuari hofft auf Regen

Der Brite selbst muss auf Rang 14 versuchen, so schnell wie möglich an Romain Grosjean vorbeizukommen, der einen Platz vor ihm startet. Der Franzose kann zwei bis drei Runden länger fahren und könnte Buttons Punkteambitionen somit früh ausbremsen. Eine interessante Rolle spielt auch Jaime Alguersuari auf Platz zwölf. Der Spanier wählte ein reines Regensetup. Sollte der Himmel noch einmal seine Schleusen öffnen, könnte der Toro Rosso-Pilot mit ein wenig Glück der jüngste Punktesammler aller Zeiten werden.

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