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Qualifying-Format: Red Bull verhindert Regeländerung

Vor der Saison haben die Teams eine Änderung der Qualifying-Regeln diskutiert. Danach hätte Nico Rosberg auf der provisorischen Pole Position gestanden. Doch Red Bull verhinderte den neuen Regelentwurf.

Die Findung der Startaufstellung ist komplizierter als es klingt. Zwar zählt in 99 Prozent aller Fälle wie üblich die Reihenfolge der Zeiten des Qualifyings. Allerdings gibt es wie immer in der Formel 1 zahlreiche Ausnahmen. Artikel 36.2 des sportlichen Reglements sorgt für Klarheit, wenn ein Fahrer zum Beispiel keine Zeit setzen kann, wenn die Zeit über der 107 Prozent-Grenze liegt oder wenn aus welchen Gründen auch immer gar kein Qualifying stattfinden kann.

Immer wenn die Zeiten nicht zur Bestimmung der Reihenfolge herangezogen werden können, gilt als letztes Mittel einfach folgende Regelung. Dann werden die Autos in der Startaufstellung nach der Abfolge ihrer Startnummern aufgereiht. Doch diese von vielen als unfair angesehene Regelung wollten die Teams über dem Winter ändern.

Regeländerung für fairere Startplatz-Vergabe

Dem Paragrafen des Sportgesetzes sollte ein kleiner Artikel zugefügt werden. Die Lösung war einfach: Es sollte künftig immer das Ergebnis der letzten Sitzung als Basis für die Startaufstellung dienen. Wenn das Qualifying also komplett ins Wasser fällt, dann sollte sich die Reihenfolge aus dem dritten freien Training ergeben.

Für den Fall des GP Australiens, wo nur die zweite und dritte Runde des Zeittrainings den Bedingungen zum Opfer fielen, hätte das neue Reglement vorgesehen, dass sich die Autos am Start in der Reihenfolge des Q1 aufstellen müssen. Danach stünde Nico Rosberg auf der Pole Position. Fernando Alonso hätte seinen Ferrari neben ihm in der ersten Reihe geparkt - auch wenn am Sonntag ebenfalls wegen Regen nicht gefahren werden könnte.

Red Bull stellt sich gegen Allgemeinwohl

Nach Informationen von auto motor und sport wurde der neue Regelentwurf bereits in der zuständigen Kommission zum sportlichen Reglement diskutiert. Die FIA und die Mehrheit der Teams wollten die Änderung in das Gesetz einfließen lassen. Am Ende scheiterte das Vorhaben allerdings am Veto von Red Bull.

Die Entscheidung des Weltmeisterteams ist nachvollziehbar. Mit den Startnummern "1" und "2" haben Sebastian Vettel und Mark Webber immer automatisch die besten Karten, wenn irgendwelche verrückten Umstände eine Durchführung des Qualifyings nicht zulassen. "Für das Allgemeinwohl des Sports wäre eine neue Regel aber sicher besser gewesen", klagt man man bei der Konkurrenz. "Aber Red Bull habe in letzter Zeit nicht viele Entscheidungen getroffen, die gut für das Allgemeinwohl der Formel 1 waren."

Tobias Grüner

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xpb

Datum

16. März 2013
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