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GP Kanada 2013 (Qualifikation)

Vettel-Pole im Regen von Montreal

Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Kanada - 7. Juni 2013 Foto: xpb 64 Bilder

Sebastian Vettel startet den GP Kanada von der Pole Position. In einer spannenden Qualifying-Sitzung mit wechselnden Wetterbedingungen behielt der Weltmeister einen kühlen Kopf und fuhr die schnellste Runde vor Lewis Hamilton. Valtteri Bottas landete überraschend auf Rang 3.

08.06.2013 Tobias Grüner

Das Wetter in Montreal spielte im Qualifying wieder einmal den Zeremonienmeister. Mit abwechselnd feuchten und trockenen Phasen herrschten für die Piloten die ganze Sitzung hindurch schwierige Bedingungen. Immer wieder änderten sich die Gripverhältnisse auf dem Circuit Gilles Villeneuve. Kaum ein Pilot kam ohne Fehler durch das Qualifying.

Vettel-Pole knapp vor Hamilton

Am besten kam Sebastian Vettel mit den Bedingungen zurecht. Als die Strecke zu Beginn des Top Ten-Finales den besten Grip bot, war der Weltmeister zur Stelle und fuhr die schnellste Runde. Bei einsetzendem Regen im letzten Sektor blieben alle Versuche der Konkurrenz, die 1:25.425 Min. noch zu unterbieten erfolglos.

"Das war heute sehr schwierig. Jedes Mal, wenn wir rausgefahren sind, haben sich die Bedingungen geändert", schnaufte der Heppenheimer. "Eigentlich dachte ich, dass wir am Ende die besten Bedingungen haben werden. Aber zum Glück hat mein erster Versuch gereicht. Auch für das Rennen sieht es gut aus - egal welche Bedingungen herrschen."
 
Am nächsten kam Lewis Hamilton. Dem Mercedes-Piloten fehlten nur 87 Tausendstel auf die Pole Position. "Ich bin einigermaßen glücklich. Ich hatte eine gute Runde erwischt, aber in der letzten Kurve habe ich mich verbremst und sechs Zehntel liegen gelassen.  Und am Ende hat nur ein Zehntel gefehlt. Da lief leider nicht alles nach Plan. Aber die letzten Jahre haben gezeigt, dass hier im Rennen viel passieren kann."

Bottas sensationell auf Startplatz 3

Die Sensation des Tages hieß allerdings Valtteri Bottas, der sich hinter den beiden Weltmeistern auf Rang drei einreihen konnte. Der Williams-Rookie machte das ganze Qualifying hindurch einen starken Eindruck auf Intermediate-Reifen. "Das ist ein Stück weiter vorne, als wir uns erhofft haben", grinste der Youngster. "Ich hoffe natürlich auch morgen auf Regen. Platz 3 ist nicht das, was das Auto eigentlich kann."

Selbst Nico Rosberg, der sich in den vergangenen drei Rennen die Pole Position sichern konnte, hatte am Ende keine Chance gegen den finnischen Youngster. Mit Platz vier schaffte der Monaco-Sieger aber eine gute Ausgangsbasis. Die Frage ist wie so oft, wie der Mercedes über die Distanz mit den Reifen umgeht.
 
In Reihe drei starten Mark Webber im zweiten Red Bull und Fernando Alonso im Ferrari. Beide kamen im großen Finale nicht ganz so gut zurecht. Zwei ungewohnte Namen finden sich dahinter in der vierten Startreihe. Jean-Eric Vergne fährt im Toro Rosso von Platz 7 los. Für Force India-Pilot Adrian Sutil gab es Platz acht. Der WM-Zweite Kimi Räikkönen fuhr die neuntschnellste Zeit vor Daniel Ricciardo.

Massa-Crash sorgt für Quali-Unterbrechung

Vor dem Drama im Finale wurde auch schon in der zweiten K.O-Runde viel Action geboten. Felipe Massa beendete sein Qualifying unsanft. Der Brasilianer verlor beim Anbremsen auf Kurve 8 die Kontrolle über seinen Ferrari und krachte seitwärts heftig in die Bande. Um das rote Auto sicher zu bergen, musste das Q2 1.59 Minuten vor dem Ende unterbrochen werden.

Der Restart nach 7 Minuten Pause sorgte für chaotische Szenen. Da sich alle Fahrer eine gute Position für die letzte fliegende Runde sichern wollten, bildete sich Ende der Boxengasse ein großer Stau mit mehreren Fahrspuren. Räikkönen und Ricciardo wollten ganz schlau sein und drängelten sich neben der Reihe an stehenden Autos nach vorne. Von den FIA-Stewards wurden beide Piloten nachträglich zwei Plätze zurückversetzt.

Durch den verwirrenden Anwendungsmodus der Strafe rutschten beide Piloten allerdings nur jeweils eine Position nach hinten. Von der Rückversetzung profitierte Nico Hülkenberg. Der Deutsche startet nun nicht von Platz elf, sondern von neun.

Einer der Verlierer des Verkehrs hieß Jenson Button. Der McLaren-Pilot stellte sich hinten an und kam dadurch nicht mehr rechtzeitig vor Ablauf der Uhr über die Ziellinie. Der Montreal-Sieger von 2011 startet dadurch nur von Rang 14.

Di Resta und Grosjean scheitern früh

Schon in der ersten Qualifying-Runde hatte es einige Dramen gegeben. Paul di Resta im zweiten Force India flog früh durch den Rost, weil er erst auf Touren kam, als die Strecke zu feucht für gute Zeiten war. Auch für Romain Grosjean war vorzeitig Schluss. Der Lotus war ebenfalls nicht zur Stelle, als die Strecke die besten Bedingungen bot. Zusammen mit seiner 10-Platz-Strafe aus Monaco wird der Lotus von ganz hinten losfahren.

In unserer Bildergalerie haben wir die besten Szenen vom Qualifying in Montreal.

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