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Qualifying-Rückschritt

Altes Quali-System hilft Mercedes

Nico Rosberg - GP China 2016 Foto: Wolfgang Wilhelm 26 Bilder

Beim GP China waren alle zufrieden. Bis auf Bernie Ecclestone und Jean Todt. Das alte Qualifikationsformat beruhigte Teams und Fans. Doch es hat eine Schwäche. Es spielt Mercedes noch mehr Trümpfe in die Hand.

23.04.2016 Michael Schmidt

Endlich mal keine Diskussionen um das Qualifikationsformat. Höchstens hinter vorgehaltener Hand. Die Teams äußerten sich zufrieden, dass die Qualifikation wieder zum alten K.O.-Modus zurückgekehrt ist, wie er sich seit 2006 bewährt hat. Und von den Fans und TV-Anstalten kamen keine Klagen.

Bis sie merken, dass man vielleicht doch besser zuerst die Zwischenlösung ausprobiert hätte. Also Q1 und Q2 im 90-Sekunden-Rhythmus, das Top 8-Finale nach altem Format. Schon der GP China hat die Schwäche des alten Systems offenbart. Die Rückkehr zum bewährten Modus hilft vor allem einem Team: Mercedes.

K.O.-Modus zwang Mercedes zu weichen Reifen

Weil das Q2 genug Zeit bietet, einen Fehler zu korrigieren, kann Mercedes wie in China entscheiden, mit welchem Reifen man starten will. Das wird in vielen Fällen die mittlere Reifenmischung sein. Die Silberpfeile sind schnell genug, das Geschenk umzusetzen. Sollte die Zeit nicht reichen, kann man es am Ende vom Q2 immer noch mit der weicheren Mischung probieren.

Bei einem Format, das alle 90 Sekunden den Langsamsten aussortiert, wäre der Poker selbst für Mercedes zu riskant. Lewis Hamilton und Nico Rosberg waren in Melbourne und Bahrain gezwungen, sich mit den weichsten Mischungen für das Q3 zu qualifizieren und mit diesen Reifen auch zu starten. Mit allen Nachteilen, die sich auf einer Strecke mit hohem Reifenverschleiß für den ersten Stint und die Strategieoptionen ergeben.

Der erste Fahrer mit freier Reifenwahl lauerte beim 2016er System schon auf Platz 9. Jetzt ist es der elfte Platz. Und der hatte im Vergleich zu Rosberg mit seinen Soft-Reifen am Start noch nicht einmal mehr den Vorteil, eine andere Rennstrategien zu wählen.

FIA-Präsident Jean Todt kann einige Teams nicht verstehen, wenn sie einerseits fordern, der FIA alle Macht bei der Regelfindung zu geben, ihm dann aber bei der Abstimmung in diesem Fall in den Rücken zu fallen. "Vielleicht finden sie irgendwann heraus, dass die Zwischenlösung vielleicht doch am besten gewesen wäre."

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