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Behinderungen im Qualifying

Kommissare retten Lewis Hamilton

Motor Racing - Formula One World Championship - European Grand Prix - Qualifying Day - Valencia, Spain Foto: xpb.cc 48 Bilder

Wenn Hunderstelsekunden entscheiden, ist jede kleine Unregelmäßigkeit ein Ärgernis. Besonders Verkehr auf der schnellen Runde. Im Q1 stand Kamui Kobayashi dem Force India-Piloten Nico Hülkenberg im Weg. Der Deutsche kam zwar locker weiter, fand aber trotzdem, dass Kobayashi eine Strafe verdient hatte.

23.06.2012 Michael Schmidt

"Kamui hat mich im ersten Versuch aufgehalten. Der hätte sonst gereicht, um weiterzukommen. Deshalb musste ich schon in Q1 einen zweiten Satz Reifen ausfassen, der mir morgen fehlt. Und ich hätte Q2 mit einem Satz Medium beginnen können, um mir zwei frische Reifensätze der weichen Mischung für das Q3 aufzuheben."

Peter Sauber verteidigte seinen Fahrer: "Kamui war schon im zweiten Teil seiner Aufwärmrunde. Da kam Hülkenberg von hinten daher. Er hätte das Aufwärmen der Reifen abbrechen müssen. Das kann man von ihm nicht erwarten." Kobayashi hatte Glück. Er kam mit einer Verwarnung davon.

Salo drückt ein Auge zu

Zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg lag der Fall anders. Rosberg wollte seinen zweiten Versuch in Q3 gerade beginnen, als Hamilton vor ihm über die Linie fuhr und extrem verlangsamte. Maldonado lag knapp hinter Rosberg. Damit konnte der Mercedes-Pilot die Runde vergessen, bevor sie überhaupt begonnen hatte.

Bei der Fahrerbesprechung am Freitag waren die Piloten eindringlich gewarnt worden, dass Langsamfahren in den letzten Kurven und beim Rausbeschleunigen auf die Zielgerade nicht toleriert wird. Deshalb legte Mercedes einen Protest gegen Hamilton ein. "Lewis war extrem langsam. Er hat Pastor und mir die Runde kaputtgemacht. Ich hätte zwar nicht die Pole-Zeit von Vettel geschafft, aber ein Platz in der ersten Reihe lag drin", ärgerte sich Rosberg. Er landete stattdessen auf Platz 6.

Auch Sportchef Norbert Haug kritisierte: "Nico hat in Q2 gezeigt, was drin liegt. Wir hatten heute den Speed für die erste Reihe. Nico hatte wegen Lewis nur seinen ersten Versuch. Und da fehlen lediglich zweieinhalb Zehntel zu Startplatz zwei." Hamilton kam mit einem blauen Auge davon. Als alle spekulierten, ob der WM-Spitzenreiter wie in Barcelona seinen Platz in der erste Startreihe verliert, befanden die Kommissare, dass Hamilton zwar langsam, aber nicht unnötig langsam gefahren sei. Da hat Mika Salo als Fahrer in der Schiedsrichtertruppe wohl ein Auge zugedrückt.

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