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GP China 2016 (Qualifying)

Rosberg auf Pole, Hamilton Letzter

Rosberg - Räikkönen - Ricciardo - GP China 2016 - Shanghai - Qualifying - 16.4.2016 Foto: sutton-images.com 37 Bilder

Nico Rosberg startet den GP China 2016 vom ersten Startplatz. Im Zeittraining verwies der Mercedes-Pilot Daniel Ricciardo und Kimi Räikkönen auf die Plätze. Lewis Hamilton scheiterte nach einem ERS-Problem schon im ersten Qualifying-Durchgang.

16.04.2016 Andreas Haupt

Im dritten Qualifying der Saison hat sich Nico Rosberg die erste Pole-Position des Jahres gesichert. Die schnellste Zeit fuhr der WM-Führende erst im letzten Anlauf. Nach den ersten Runs in Q3 war Kimi Räikkönen etwas schneller gewesen. Doch auf den Supersofts legte Rosberg nochmals richtig zu und umrundete den Kurs in 1:35.402 Minuten. Über eine halbe Sekunde flotter als die Konkurrenz. "Das Auto verhält sich das ganze Wochenende gut. Ich habe eine gute Runde erwischt zum Schluss", resümierte ein zufriedener Pilot.

Hamilton mit ERS-Problem auf letztem Platz

Mit seiner 23. Karriere-Pole bringt sich Rosberg in die ideale Ausgangsposition für seinen sechsten Sieg in Serie. Zumal Teamkollege Lewis Hamilton am anderen Ende der Startaufstellung den GP China in Angriff nehmen muss. Das Auto des Weltmeisters ereilte gleich im ersten Quali-Teil ein ERS-Problem, das die Mechaniker nicht kurzfristig lösen konnten. Mit reduzierter Power war an ein Weiterkommen nicht mehr zu denken, wie die Zwischenzeiten verrieten.

Hamilton stellte seinen Mercedes ohne Rundenzeit ab. Er muss morgen vom letzten Startplatz aus eine Aufholjagd starten. "Wir gewinnen und verlieren zusammen. Immerhin kann man hier überholen. Das Auto ist schnell und wenn wir das Problem lösen, könnten wir ein gutes Rennen morgen haben", nahm der Brite sein Team in Schutz.

Ricciardo vor beiden Ferrari

Erster Verfolger von Rosberg war überraschend Daniel Ricciardo. Der Australier quetschte alles aus seinem Red Bull RB12 und hielt sogar beide Ferrari hinter sich. Kimi Räikkönen konnte in seinem zweiten Anlauf auf den rotmarkierten Pirellis aufgrund eines Fehlers nicht mehr zulegen. Trotzdem blieb er vor Sebastian Vettel, der in Q3 nur einen Versuch unternahm. In 1:36.246 Minuten verlor er über acht Zehntel auf Rosberg.

Vettel hob sich dafür einen Satz der Supersoft auf. Dennoch hat Mercedes das bessere Ass im Ärmel. Den im zweiten Quali-Teil, der die Reifenwahl für den Start bestimmt, fasste Rosberg die Softgummis auf. Ferrari zog zu diesem Zeitpunkt schon die zu Rennbeginn schneller verschleißenden Supersofts auf.

Auf der fünften Position wird Valtteri Bottas das Rennen beginnen. Die dritte Startreihe teilt sich der Finne mit Daniil Kvyat. Sergio Perez qualifizierte sich im Force India auf einem guten siebten Platz. Nach dem verkorksten Bahrain-GP fand der indisch-englische Rennstall in Sachen Geschwindigkeit zur Normalform zurück.

Hülkenberg verliert ein Rad

Dafür patzte man auf mechanischer Ebene am zweiten Auto. Rund 1:20 Minuten vor Ablauf von Q2 löste sich am Force India von Nico Hülkenberg zwischen den Kurven neun und zehn das linke Vorderrad ab. Daraufhin musste Hülk den VJM09 am Streckenrand parken und die Rennleitung die Session unterbrechen. Das Missgeschick kostete Hülk den zehnten Startplatz. Die Rennkommissare belegten ihn und Force India wegen "Unsafe Release" mit drei Strafpositionen. Dadurch nimmt Hülkenberg den GP nicht hinter den Toro Rosso von Carlos Sainz und Max Verstappen auf, sondern fällt hinter Felipe Massa, Fernando Alonso und Jenson Button zurück.

Der Zwischenfall brachte sechs Piloten in Q2 um die Chance, sich selbst in Q3 zu fahren: Felipe Massa, Fernando Alonso, Jenson Button, Romain Grosjean, Marcus Ericsson und Felipe Nasr bekamen keine Chance mehr auf eine zweiten fliegende Runde mit den Supersoft-Reifen. Die Zeit hätte nicht ausgereicht, noch vor Ablauf der Uhr, einen schnellen Versuch in Angriff zu nehmen. Besonders Fernando Alonso schmerzte die verpasste Chance. "No, no, oh, oh", ärgerte sich der Rückkehrer am Funk, nachdem ihm sein Renningenieur die schlechte Botschaft verkündete.

Wehrlein schmeißt Auto weg

Pascal Wehrlein erwischte einen gebrauchten Tag. Der Manor-Pilot schmiss nach dreieinhalb Minuten in Q1 seinen Rennwagen in die Mauer. Das Malheur passierte dem DTM-Champion von 2015 auf der Zielgeraden, auf der sich durch die Regenschauer am Morgen zwei Pfützen gebildet hatten.

Zunächst wurde vermutet, dass Wehrlein mit den Supersofts zu schnell über die erste der beiden nassen Stellen gefahren war und dadurch sein Auto verlor. Die Wiederholung zeigte, dass der Manor MRT05 leicht von einer Bodenwelle ausgehebelt wurde und Wehrlein beim erneuten Kontakt mit dem nassen Asphalt die Kontrolle verlor. Zunächst bog der Rennwagen nach rechts, doch nach einem Gegenpendler schlidderte Wehrlein auf die Außenseite und krachte mit dem linken Hinterrad in die Streckenbegrenzung. Die Rennleitung unterbrach danach das Qualifying für 22 Minuten, um die Trümmerteile zu beseitigen und die Piste zu trocknen.

Eine Schlappe musste Renault verkraften. Beide Piloten scheiterten wie schon in Bahrain im ersten Teil des Qualifyings. Kevin Magnussen gewann als kleiner Trost immerhin das Quali-Duell gegen Jolyon Palmer und wurde 17. Zwischen die gelben Autos setzte sich Esteban Gutierrez im HaasF1. Wenig überraschend schied auch Rio Haryanto aus.

FahrerTeamQ1Q2Q3
1. Nico RosbergMercedes1:37.6691:36.2401:35.402
2. Daniel RicciardoRed Bull1:37.6721:36.8151:35.917
3. Kimi RäikkönenFerrari1:37.3471:36.1181:35.972
4. Sebastian VettelFerrari1:37.0011:36.1831:36.246
5. Valtteri BottasWilliams1:37.5371:36.8311:36.296
6. Daniil KvyatRed Bull1:37.7191:36.9481:36.399
7. Sergio PerezForce India1:38.0961:37.1491:36.865
8. Carlos Sainz Jr.Toro Rosso1:37.6561:37.2041:36.881
9. Max VerstappenToro Rosso1:38.1811:37.2651:37.194
10. Nico Hülkenberg*Force India1:38.1651:37.333-
11. Felipe MassaWilliams1:38.0161:37.347
12. Fernando AlonsoMcLaren1:38.4511:38.826
13. Jenson ButtonMcLaren1:37.5931:39.093
14. Romain GrosjeanHaas1:38.42511:39.830
15. Marcus EricssonSauber1:38.3211:40.742
16. Felipe NasrSauber1:38.6541:42.430
17. Kevin MagnussenRenault1:38.673
18. Esteban GutierrezHaas1:38.770
19. Jolyon PalmerRenault1:39.528
20. Rio HaryantoManor1:40.264
21. Pascal WehrleinManorkeine Zeit
22. Lewis Hamilton**Mercedeskeine Zeit
* + 3 Unsafe Release
** + 5 (Getriebe)
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