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Qualifyinganalyse & Spritgewichte GP Abu Dhabi

Hamilton nur schwer zu schlagen

Lewis Hamilton Foto: dpa 41 Bilder

Lewis Hamilton ist der dominierende Mann des bisherigen Abu Dhabi-Wochenendes. Auch der leichte Spritvorteil dürfte den Red Bull-Piloten nicht großartig weiterhelfen. Der überragende Speed des McLaren hat im Qualifying alle überrascht.

31.10.2009 Tobias Grüner

Nach dem ersten Qualifying auf dem ehemaligen Wüstenboden von Abu Dhabi hinterließ Lewis Hamilton viele überraschte Gesichter. Auch bei seinem eigenen Team hatte man wohl nicht mit einem Vorsprung von knapp sieben Zehnteln gerechnet, sonst hätte man dem amtierenden Weltmeister wohl etwas mehr Sprit mitgegeben.

Hamilton muss nur zwei Runden vor Vettel tanken

"Wir waren relativ aggressiv mit der Tank-Strategie"; gab Teamchef Martin Whitmarsh anschließend zu. "Allerdings haben wir in diesem Jahr auch schon ein paar Qualifyings gehabt, in denen wir noch aggressiver waren." Der Blick auf die Fahrzeuggewichte gibt dem Rennleiter der Silberpfeile recht. Hamilton hat nur viereinhalb Kilogramm weniger Sprit an Bord als sein erster Verfolger Sebastian Vettel.

Bei einem Spritverbrauch von 2,7 Kilogramm und angesichts des etwas sparsameren Renault-Motors gehen beide nur durch zwei Runden getrennt an die Tankstelle. Da bleibt für den Red Bull-Piloten nur wenig Hoffnung. "Vielleicht sollte ich einen Regentanz aufführen, aber das hat hier wohl nur wenig Zweck." Sollte Hamilton nur annähernd den Speed aus dem Qualifying wiederholen, kann er in den ersten Runden locker den Vorsprung herausfahren, den er benötigt, um auch nach der ersten Tankwelle vorne zu bleiben.

Vettel schwerer und schneller als Webber

Für Vettel bleibt der Trost, dass er wenigstens seinen Teamkollegen Mark Webber im Griff hatte. Mit drei Kilogramm mehr Sprit an Bord war der Deutsche am Ende sogar schneller als der Australier. Auch von der Brawn-Konkurrenz scheint zumindest theoretisch keine Gefahr auszugehen. Jenson Button fährt auf Rang fünf zwei Runden kürzer als Vettel, Rubens Barrichello sogar drei. Wenn am Start alles glatt geht, scheint der "Titel" Vizeweltmeister für Vettel zum Greifen nahe.

Interessantes hatte die FIA-Gewichtstabelle auch bei BMW-Sauber zu bieten. Robert Kubica liegt auf Rang sieben nur einen Platz vor Nick Heidfeld, muss aber mit 9,5 Kilogramm weniger Sprit an Bord schon drei bis vier Runden früher an die Tankstelle. Beide BMW-Piloten müssen am Start aufpassen, nicht hinter Nico Rosberg zu fallen. Der Williams-Pilot hat noch einmal ein Kilogramm mehr Sprit an Bord, würde die beiden BMW aber wohl nur aufhalten.

Kovalainen könnte für Action sorgen

In der zweiten Tabellenhälfte konnten sich die Piloten ihre Spritmengen selbst aussuchen und richtig voll tanken. Besonderes Augenmerk liegt hier auf Heikki Kovalainen, der mit dem gleichen Auto wie Lewis Hamilton nur auf Rang 13 landete. Ein Getriebeproblem machte dem Finnen einen Strich durch die Rechnung. Dank KERS-Power und guten Überholmöglichkeiten könnte sich der Finne noch weit nach vorne arbeiten.

Auch Adrian Sutil könnte im Hinterfeld für Action sorgen. Der Force India ist auf der Geraden sehr schnell und wurde im Qualifying ebenfalls unter Wert geschlagen. Das mit 710,8 Kilogramm schwerste Auto im Feld gehört übrigens Romain Grosjean. Für den Renault-Piloten ist es der letzte Versuch, mit einem unterlegenen Auto irgendwie nach vorne zu kommen.

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