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Radio Fahrerlager Abu Dhabi

Formel 1-Renner als Geschenk für Heidfeld

GP Abu Dhabi 2009 Foto: dpa 61 Bilder

Die kleinen aber nicht weniger interessanten Nachrichten abseits der Rennstrecke von Interlagos lesen Sie wie immer in unserer Rubrik "Radio Fahrerlager". Heute unter anderem mit Nick Heidfeld, USF1, Jean Todt, Niki Lauda, Sebastien Buemi und jede Menge VIPs.

05.11.2009 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Gebrauchtwagen für Heidfeld

Ob es der Dank für Rang sechs in der Teamwertung war oder einfach eine Reaktion auf das emotional bewegende letzte Rennen mit BMW ist nicht bekannt. Nach dem Rennen hatte Peter Sauber jedenfalls eine besondere Überraschung für seinen langjährigen Piloten Nick Heidfeld parat. Er schenkte ihm einen seiner F1-Boliden. "Welchen er haben will, dass kann er sich selbst aussuchen", erklärte der Schweizer.

VIP-Alarm in der Wüste

Selten gab es einen Grand Prix mit so vielen VIP‘s. Die Teams und der Veranstalter karrten an, was Rang und Namen hat. Die US-Außenministerin Hillary Clinton ließ sich nicht blicken. Sie blieb im Yas Streckenhotel. Dafür humpelte Filmschauspieler Jean-Paul Belmondo auf Krücken durch das Fahrerlager. Die Musiker Jamiroquai, Aerosmith und Beyoncé ließen sich an der Strecke ebenso blicken, wie Top-Modell Naomi Campbell. Mercedes bot Boris Becker samt schwangerer Frau sowie Mika Häkkinen auf. BMW war mit den Vorständen Klaus Draeger und Ian Robertson vor Ort, Mercedes mit Dieter Zetsche und Bodo Uebber. Bei Ferrari wurde wieder einmal Präsident Luca di Montezemolo gesichtet.

Lauda: "Button nur sechs Millionen wert"

Niki Lauda glaubt, dass die Zeit der hohen Fahrergehälter beendet ist: "Der Alonso hat mit seinem Ferrari-Vertrag noch einmal Glück gehabt, weil die ihn unbedingt haben wollten", urteilt der dreifache Ex-Weltmeister, "aber die anderen Fahrer können es sich abschminken, jenseits der 20 Millionen Grenze zu verdienen. Wieso soll sich ein Team auf einen Bruchteil der früheren Budgets einschränken, seinem Fahrer aber weiter das gleiche Geld bezahlen? Ein Button ist für mich höchstens sechs Millionen Euro wert."

Massa wird bald Vater

Die Formel 1-Familie flog nach dem Saisonfinale in alle Richtungen davon. Sebastian Vettel und Jenson Button flogen direkt nach Peking, um dort am Race of the Champions teilzunehmen. Mark Webber musste nach Österreich: Werbeauftritte für Red Bull. Felipe Massa flog nach Brasilien zurück: "Nächste Woche werde ich Vater." Nico Rosberg blieb in der Gegend. Ein Tag Abu Dhabi, drei Tage Dubai. "Wenn ich schon mal da bin..." Nick Heidfeld ließ die Saison gemütlich mit Frau und Kindern ausklingen. Der Genussmensch speiste am Montagabend nach dem Rennen ganz gelassen in einem Steakrestaurant im Umfeld der neuen Rennstrecke.

Hart erkämpfter Punkt

Sebastien Buemi hat in den ersten beiden und in den letzten zwei Rennen Punkte geholt. "Für den einen Zähler in Abu Dhabi musste ich richtig hart kämpfen. Schade, dass ich die schnellste Rennrunde nicht geschafft habe. Vettel hat sie mir um ein paar Hunderstel weggeschnappt."

Todt stellt sich vor

Der neue FIA-Präsident Jean Todt macht nach seiner ersten Arbeitswoche in Paris in Abu Dhabi den Teams seine Aufwartung. Der Franzose stattete zusammen mit FIA-Rennleiter Charlie Whiting allen Teamchefs einen Besuch ab. "Er sucht den Schulterschluss zu den Teams. Das ist schon mal ein gutes Zeichen", urteilte Ross Brawn.

F1-Mindestgewicht steigt 2010

Das Mindestgewicht der Autos samt Fahrer steigt 2010 von 605 auf 620 Kilogramm an. Ursprünglich war die Maßnahme ein Geschenk an die Teams, die das Hybrid-Systerm KERS einsetzen wollten. Das höhere Gewicht sollte es erleichtern, auf der Vorderachse mehr Ballast zum Trimmen des Fahrzeugs zu platzieren. Da die Teams nächstes Jahr geschlossenen auf KERS verzichten, ist der Gewichtsanstieg eigentlich überflüssig. Die Konstrukteure sind trotzdem froh. BMW-Technikchef Willy Rampf: "Die größeren Tanks verlangen längere Chassis. Außerdem müssen wir die Radträger aus Aluminium statt faserverstärkten Verbundstoffen fertigen. Das frisst zehn der 15 Kilogramm schon wieder auf."

USF1 praktisch ohne Chance für 2010

USF1 hat zwar ein Chassis in Auftrag gegeben, doch bis heute nicht einen Crashtest im Haus simuliert. Ross Brawn wundert sich: "Wir crashen schon seit zwei Monaten bestimmte Komponenten vom neuen Auto, um für die offiziellen Tests gerüstet zu sein. Ein Neuling sollte mindestens das gleiche tun, wenn er vor Saisonbeginn diese Prozedur bestehen will." Mit anderen Worten: Die Chance, dass der amerikanische Traum Realität wird, ist gleich null. Da fragt man sich, welcher Plan hinter dem Projekt steckt. Bei Sauber vermutet man, dass USF1 den Startplatz später teuer verkaufen will. Da liegen die Schweizer vielleicht gar nicht so falsch. USF1-Chef Peter Windsor lehnte bei einer FOTA-Sitzung den Antrag der anderen Teams, dass ein Verkauf von Startplätzen verboten werden sollte, mit Worten ab: "Was spricht dagegen?"

Renault und BMW zerstören Triebwerke

Nach dem letzten Rennen verabschiedeten sich einige Teams lautstark in die Winterpause. Renault und BMW ließen es in Abu Dhabi noch einmal richtig krachen. Aus Spaß an der Freude ließen beide Teams noch einmal die V8-Motoren in der Box brüllen. Da die Triebwerke nicht mehr gebraucht werden, wollte man die Aggregate für den Showeffekt mutwillig überdrehen. Bei Renault dauerte das Schauspiel zehn Minuten, dann war der Motor hinüber. Bei BMW dauerte es etwas länger. Auch nach drei Schüben über mehrere Minuten lief der Motor immer noch. Allerdings zeugten die Rauchzeichen und der üble Geruch davon, dass im inneren des V8 nicht mehr alles an seinem Platz war.

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