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Radio Fahrerlager: GP China 2010

Island-Vulkan hat Formel 1 fest im Griff

Formel 1 Gulf Air Foto: xpb 51 Bilder

In unserer regelmäßigen Rubrik "Radio Fahrerlager" haben wir die kleinen, aber nicht minder interessanten Geschichten rund um den Grand Prix in Malaysia gesammelt. Diesmal unter anderem mit Niki Lauda, Nick Heidfeld, Adrian Sutil, Vitaly Petrov, Adrian Sutil und Frank Williams.

20.04.2010 Michael Schmidt, Bianca Leppert

Nur noch raus aus China

Klar, dass die meisten Geschichten sich um den isländischen Vulkanausbruch und seine Folgen ranken. Die große Frage am Sonntag war: Wie komme ich heim? Auch am Montag hing der Großteil des Formel 1-Zirkus in Shanghai fest. Ferrari und Sauber wollten eine Chartermaschine organisieren. Der Versuch scheiterte daran, dass die chinesischen Behörden keine Charterflugzeuge ins Land lassen. "Jetzt versucht Ferrari noch, eine Emirates-Maschine anzuheuern, die seit Tagen am Flughafen in Pudong steht", erzählte Sauber-Teammanager Beat Zehnder. "Die Hoffnung, dass es klappt, sind allerdings gering." Auch McLaren wollte ein Flugzeug chartern. Egal, was es kostet. "Das sind wir unserem Personal schuldig", sagte Teamchef Martin Whitmarsh. "Viele sind nun schon seit vier, fünf Wochen in Asien unterwegs und wollen heim zu ihren Familien."

Niki darf nicht fliegen

Auch der TV-Sender RTL wurde vom Flugverbot kalt erwischt. Experte Niki Lauda musste die Reise nach China absagen und das Rennen in Österreich verfolgen. Beim Qualifying sprang Nick Heidfeld als Ersatz ein. Nach dem Rennen wurde Lauda per Live-Schaltung eingespielt. Allerdings schien auch die Satelliten-Leitung etwas gestört. Bis die Fragen von Moderator Florian König bei Lauda ankamen dauerte es mehrere Sekunden.

Heidfeld kommt bis Dubai

Nick Heidfeld machte sich noch am Samstagabend aus dem Staub. Der Mercedes-Ersatzpilot kam bis Dubai. Dort blieb er hängen. Sebastian Vettel musste umdisponieren. Sein Lufthansa-Flug kurz vor Mitternacht nach München wurde gestrichen. Michael Schumacher bereut es, nicht mit dem Privatjet gereist zu sein. Nach seinem enttäuschenden Shanghai-Wochenende meinte der Mercedes-Pilot: "Jetzt will ich nur noch heim. Mal schauen, ob ich wenigstens das hinkriege."

Rosberg im verdienten Urlaub

Gut haben es die Fahrer, die schon langfristig Urlaub eingeplant hatten. Jenson Button und Nico Rosberg düsten nach Thailand. In der Hoffnung, dass am Wochenende wieder normaler Flugverkehr herrscht. Felipe Massa gab sich fatalistisch: "Ich bin in der Hand höherer Mächte." So fühlte sich auch Nico Hülkenberg: "Mit dem Flugziel London stehe ich besonders schlecht da. Ich werde wahrscheinlich Tage hier warten müssen." Bridgestone-Reifenchef Hirohide Hamashima hatte es besser: "Ich fliege nach Tokio. Bei uns hat es noch keine Wolke."

Behörden behalten Pässe ein

Ein großes Problem sind die Visa. Der Veranstalter ermöglichte den Zirkusleuten eine Visumsverlängerung am Montagnachmittag in Shanghai. Hinweis: Die Bearbeitung für zehn Tage Aufenthaltsgenehmigung extra kann ein bis zwei Tage dauern. In der Zeit sitzt man in China fest. Selbst wenn sich unerwartet eine Flugmöglichkeit auftut.

Lotus mit perfekter Strategie

Kurze Sternstunde für Lotus: Heikki Kovalainen fuhr sieben Runden lang in den Punkteränge. In Runde acht war der Finne sogar Sechster. Er hatte wie Button, Rosberg, Kubica, Petrov und de la Rosa bei der Reifenwahl gepokert und war in der Anfangsphase auf Slicks geblieben. Technikchef Mike Gascoyne kommentierte: "Wenigstens in der Box haben wir alles richtig gemacht."

Red Bull-Mechaniker fliegt erste Klasse

Der Mechaniker, der Mark Webbers neuen Frontflügel nach Shanghai brachte, durfte First Class nach Shanghai reisen. Anders hätte er die fünf Kisten Handgepäck in Paris nicht an Bord gekriegt. Der Air France-Kapitän zeigte sich als Formel 1-Fan und ließ den Mann, der normalerweise in der Karbon-Abteilung arbeitet beim Anflug auf Shanghai ins Cockpit. Red Bull ließ sich den Transport eine fünfstellige Summe kosten. "Da sage noch einer, wir behandeln unsere Fahrer nicht gleich", brüstete sich Teamchef Christian Horner. Sebastian Vettels Flügel war bereits mit einer früheren Fracht eingetroffen. Der Nutzen der Aktion? "Ein bis zwei Zehntel", schätzten die Fahrer.

Avon als Bridgestone-Nachfolger?

Die Reifendiskussion lässt die Formel 1 nicht los. Wer beliefert 2010 den Zirkus? Michelin will zu viel Geld. Als Ersatz könnte Avon einspringen. Der kleine Hersteller war in den 80er Jahren bereits in der Formel 1 vertreten.

Hamilton unbemerkt an Sutil vorbei

Adrian Sutil schien das chaotische Rennen in China überfordert zu haben. Nach dem Rennen auf das Durchschlupfen von Kumpel Lewis Hamilton in Runde 10 angesprochen, konnte sich der Force India Pilot nicht mehr erinnern. "Hmm, da muss ich überlegen", sagte er stutzig. "In welcher Kurve war das nochmal?" Auch langes Grübeln brachte nichts, der Gräfelfinger wusste keine Antwort.

Russische Party in Shanghai

Vitaly Petrov wurde in China zum neuen Superstar - zumindest vor der Renault Hospitality. Der Russe kam am Sonntag gegen 19 Uhr aus seinem abschließenden Meeting nach dem Rennen und wurde von einer Schar russischer Fans in Empfang genommen. Die wollten natürlich jede Menge Autogramme von dem Renault-Piloten. Allerdings schienen sie sich nicht ganz im Klaren darüber zu sein, dass ihr Idol bei Renault fährt. Die meisten trugen Ferrari-Käppis.

Williams und Di Resta feiern Geburtstag

Frank Williams feierte am Freitag seinen 68. Geburtstag. Damit ist der älteste Teamchef der Formel 1 doppelt so alt wie sein jüngster Kollege, Christian Horner (Red Bull). Am gleichen Tag wie Sir Frank hatte auch Force India-Ersatzmann Paul di Resta Geburtstag (24).

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