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Radio Fahrerlager GP Abu Dhabi

Die heißesten Storys aus der Wüste

Mark Webber Foto: Red Bull 52 Bilder

Auch Abseits der Strecke ist beim GP Abu Dhabi viel passiert. Wir haben für Sie die kleinen, aber besonders interessanten Geschichten in unserer Rubrik Radio Fahrerlager gesammelt. Dieses Mal mit Gerhard Berger, Sebastian Vettel, Ronaldo, Jenson Button, Paul McCartney, Mark Webber und vielen mehr...

02.11.2011 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Hotelpreise gehen durch die Decke

Abu Dhabi zählt zu den reichsten Ländern der Welt. Das Öl macht die Musik. Alle anderen Einnahmen sind dagegen nur Begleitgeräusche. Trotzdem zocken die Scheichs die Besucher nach Kräften ab. Diesmal sind sie damit auf die Nase gefallen. Einen Kilometer von der Rennstrecke entfernt entstand parallel zum Bau des Yas Marina Circuit ein Komplex aus sechs Hotels. Alles gehobene Mittelklasse. In den ersten beiden Jahren waren die Preise hoch, aber gerade noch so erträglich. In diesem Jahr wurden zwischen 500 und 800 Euro pro Nacht aufgerufen.

Einigen Teams wurde das zu teuer. Den Journalisten auch. Sie zogen aus. Die großen Rennställe und diverse Sponsoren sind leider immer noch so dumm, für ihre Teammitglieder und Gäste jeden Preis zu bezahlen. Doch offenbar schwindet die Zahl derer, denen das Geld zu locker in der Tasche sitzt. Eine Woche vor dem Grand Prix fielen die Preise plötzlich auf unter die Hälfte. Was die Pleite nicht mehr korrigieren konnte. Viele Zimmer in den Streckenhotels blieben das ganze Wochenende leer.

Webber verpasst die Stunden-Marke

Mark Webber hat dem Berg Rache geschworen. Der Red Bull-Pilot radelte in diesem Sommer in knapp 62 Minuten die Tour de France-Etappe nach Alpe d‘Huez hoch. "Ich komme 2012 wieder. Von Kilometer acht bis elf war ich zu konservativ. Oben hatte ich noch viel zu viel Luft. Ich schaffe die Stunde." Leidensgenosse Alain Prost hat die Schallmauer schon mehrfach durchbrochen. Der 56-jährige Franzose ist fit wie ein Turnschuh. "Er ist auch schon 30 Mal da hochgeradelt", erzählt Webber.

Glock will Pic googlen

Es ist ein unbestätigtes Gerücht im Fahrerlager. Charles Pic wird 2012 neuer Teamkollege von Timo Glock und ersetzt den Belgier Jérôme d‘Ambrosio. Die nötige Mitgift soll aus der Familie kommen. Den Pics gehört eine Spedition. Glock konnte zu dem Thema noch nichts sagen, außer dass er die Gerüchte im Fahrerlagerfunk auch gehört habe. Für Glock ist Charles Pic eine Unbekannte: "Wie sieht der eigentlich aus? Ich glaube, ich muss den mal googlen, wenn er wirklich zu uns kommt."

Abu Dhabi zu steril

Gerhard Berger kommt nicht mehr oft zu Formel 1-Rennen. In Abu Dhabi tauchte der Österreicher wieder im Fahrerlager auf und traf sich mit Freunden. Trotz der beeindruckenden Anlage konnte Berger dem Yas Marina Circuit nicht viel abgewinnen: "Zu perfekt, zu klinisch. Ich spüre hier keine Atmosphäre."

Keine schlechten Strecken

Die politische Korrektheit des Formel 1-Zirkus kann einem ganz schön auf die Nerven gehen. Auf jeder Rennstrecke hören wir von den Fahrern, wie toll sie ist. Demnach müssten die 24 Fahrer jeweils 19 Lieblingsstrecken haben. Kritik ist verboten, egal wen es treffen könnte. Als Pirelli-Rennchef Paul Hembery gefragt wurde, ob sich Sebastian Vettel vor seinem Reifenplatzer vielleicht ein Trümmerteil aus einem der Rahmenrennen eingefahren habe, da gab der Engländer zurück: "Wir haben den Randstein auf der Außenseite der ersten Kurve und die Abflussrinne dazwischen genau überprüft und nichts gefunden." Dann schob er noch nach: "Das ist eine wunderbare Strecke, und von dem was wir auf dem Randstein sehen konnten, gab es nichts, was uns beunruhigen sollte." So etwas nennt man vorauseilenden Gehorsam. Es könnte ja jemand glauben, der Pirelli-Chef kritisiere die Rennstrecke.

Wohin mit dem Schnauzer?

Am Ende der Siegerpressekonferenz kam es unter den beiden McLaren-Fahrern zu einer Spaßeinlage. Lewis Hamilton fragte Jenson Button mit leichtem Spott, ob er seinen neuen Schnauzbart behalte. Der Teamkollege gab schlagfertig zurück: "Gut möglich. Meiner Freundin gefällt er. Morgen muss er aber runter. Vielleicht sollte ich ihn irgendwo hinkleben, so dass ich ihn später wieder verwenden kann. Es hat mich ganz schön Zeit gekostet, bis er so schön gewachsen ist."

Vettel rockt mit McCartney

Zusammen mit 50.000 Zuschauern wurde Sebastian Vettel nach dem Rennen noch auf dem Konzert von Paul McCartney gesichtet. Schon vor dem Start gab es für den bekennenden Beatles-Fan eine freudige Überraschung. Dem Weltmeister wurde eine Original-McCartney-Gitarre überreicht, die von seiner Pressesprecherin Britta Roeske eilig in Sicherheit gebracht wurde.

Ronaldo als Brasilianer-Maskottchen

Zu den bekannten Besuchern des Grand Prix gehörte in diesem Jahr auch Fußball-Star Ronaldo. Der etwas in die Jahre gekommene und etwas in die Breite gegangene Ex-Real Madrid-Spieler ging vor dem Rennen persönlich bei seinen brasilianischen Landsmännern Bruno Senna, Rubens Barrichello und Felipe Massa vorbei, um ihnen Glück zu wünschen.

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