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Radio Fahrerlager GP Abu Dhabi 2012

Die heißesten Storys aus der Wüste

Kimi Räikkönen GP Abu Dhabi 2012 Foto: xpb 35 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Abu Dhabi passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Gerüchteküche gesammelt. Dieses Mal mit Sebastian Vettel, Kimi Räikkönen, Heikki Kovalainen, David Coulthard und vielen mehr...

07.11.2012 Michael Schmidt, Bianca Leppert

Kimi mit suboptimaler Vorbereitung

Die meisten Fahrer reisten direkt von Indien nach Abu Dhabi. Sebastian Vettel und Mark Webber sogar zusammen. Meinte Webber zu Vettel: "Es wäre schlecht für die Konstrukteurs-WM, wenn der Flieger hier abstürzt." Kimi Räikkönen und Pedro de la Rosa kehrten dazwischen nach Europa zurück. Was wieder einmal beweist, dass die akribische Vorbereitung vieler Fahrer unter der hochwissenschaftlichen Anleitung ihrer Physiotherapeuten auch kein Erfolgsgeheimnis ist. Räikkönen verbrachte 14 Extrastunden im Flugzeug, er hat in seiner Wahlheimat Schweiz sicher nicht wie ein Mönch gelebt, und er gewann trotzdem.

Fahrer warnen vor DRS-Unfall

Die Fahrer haben FIA-Rennleiter Charlie Whiting gebeten, den Einsatz von DRS ab nächstem Jahr zu verbieten. Das Flachstellen des Heckflügels ist im Training immer erlaubt, im Rennen nur beim Überholen. Die Simulationen sind inzwischen so ausgefuchst, dass die Piloten einen genauen Fahrplan bekommen, wo sie im Training den Flügel flachstellen müssen. Auch da wird absolut ans Limit gegangen. Die 130R-Kurve in Suzuka geht mittlerweile auch mit offenem Heckflügel voll. Selbst auf einer eher langsamen Strecke wie in Abu Dhabi wurde auf 59 Prozent der Runde DRS aktiviert. Viele Fahrer warnen vor möglichen Gefahren. Die Autos werden in den schnellen Ecken und in den Übergangsphasen immer heikler zu fahren, weil jeder so oft und so früh wie möglich den Heckflügel auf flach stellt. Da sind Unfälle programmiert, heißt es aus Kreisen der Piloten.

Force India als letzte Option

Bei Force India stehen die Fahrer Schlange. Der Platz neben Paul di Resta ist begehrt. Zu den üblichen Verdächtigen Adrian Sutil, Sebastien Buemi und Jaime Alguersuari gesellen sich jetzt noch Testfahrer Jules Bianchi, Heikki Kovalainen und Bruno Senna.

Bottas scheint sicher bei Williams

Der Sitz von Valtteri Bottas bei Williams an der Seite von Pastor Maldonado scheint gesichert. Der Finne hat nicht nur in den Freitagstrainings überzeugt. Bottas hat offenbar ein Sponsorpaket geschnürt, das bereits bei drei Viertel der Summe liegt, die Bruno Senna in den Ring wirft. Da fällt die Wahl offenbar nicht mehr schwer.

Formel 1-Teams in Finanznöten

Eine englische Zeitung meldete kürzlich, dass Marussia 49 Millionen Pfund (62 Millionen Euro) Schulden angehäuft hat. Angeblich sind die russischen Investoren sauer, weil von den anderen Anteilseignern Grame Lowdon und Teamchef John Booth zu wenig finanzielle Eigeninitiative kommt. Auch HRT geht am Stock. Sauber, Williams und Caterham suchen Fahrer mit Mitgift. Angesichts der Außenstände, die Lotus haben soll, fragt man sich: Wo führt das alles noch hin? McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh macht sich Sorgen. "Wenn nur einer umfällt, kann es ganz schnell zu einem Dominoeffekt kommen."

Kovalainen denkt an Umzug

Heikki Kovalainen könnte sich vorstellen, nach Abu Dhabi auszuwandern. Der Finne, der in der Schweiz lebt, weiß das gute Wetter vor allem wegen seiner Leidenschaft fürs Golfspielen zu schätzen. Zudem leben die Eltern seiner britischen Freundin Catherine Hyde in Abu Dhabi. Falls Kovalainens Platz bei Caterham tatsächlich wackelt, wird er sein Golf-Handicap in aller Ruhe verbessern können.

Cars & Stars in Abu Dhabi

Die Formel 1 präsentierte sich in Abu Dhabi sehr musikalisch. Am Freitagabend stand Kylie Minogue auf der Bühne in der Eventarena neben dem Fahrerlager, am Samstag spielten Nickelback und am Sonntag Rapper Eminem. Außerdem weilte Sängerin Natasha Bedingfield im Fahrerlager. Nach Kylie Minogue wurde sogar schon Vettels Auto aus der Saison 2011 benannt. Sie hörte auf den Namen Kinky Kylie.

Mohnblumen in der Wüste

Im Fahrerlager trugen fast alle Engländer sogenannte "Poppies" am Revers. Das sind aus Papier gefaltete Mohnblumen, mit denen die Briten an ihre Kriegsgefallene erinnern. Am 11. November findet auf der Insel ein großer Gedenktag aus diesem Anlass statt. Die Poppies werden in Großbritannien verkauft und deren Erlös kommt Kriegsversehrten und Angehörigen zugute.

Dusche für Coulthard

Dass Sebastian Vettel einen ausgezeichneten Humor hat, wissen wir schon lange. Bei der Siegerehrung zum Grand Prix von Abu Dhabi war er besonders spaßig aufgelegt und schüttete David Coulthard, der die Interviews auf dem Podest führte, einen guten Schuss Rosenwasser über den Kopf. Dessen Miene ließ darauf schließen, dass er allerdings nicht ganz so viel Spaß versteht.

Vettel und Räikkönen mit unglücklicher Wortwahl

Coulthard war zum ersten Mal nach dem Rennen auf der großen Bühne. Als Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel dann noch geschickt die Worte "shit" und "fuck" einbauten, wurde es für den Schotten etwas unangenehm. Über einen Knopf ihm Ohr hörte er den Regisseur stöhnen: "Das hat er jetzt nicht gesagt, oder?" Daraufhin entschuldigte sich Coulthard für die Wortwahl der Fahrer. "Ich musste etwas sagen. Immerhin schauen ja ein paar Leute zu", erklärte er später.

Kimi bringt Pressesaal zum Johlen

Für jede Menge Spaß sorgte auch Kimi Räikkönen bei seiner Siegesfahrt. Die Funksprüche des Finnen gehen in die Geschichte ein. Zunächst wurde er vom Team über Funk über die Lücke zu Fernando Alonso und dessen Pace informiert. Da antwortete der Iceman: "Lasst mich einfach in Ruhe. Ich weiß, was ich tue." Mit seinem zweiten Kommentar brachte er das Pressezentrum dann endgültig zum Johlen. In der zweiten Safety Car-Phase erinnerte man ihn über Funk daran, alle vier Reifen gleichmäßig auf Temperatur zu halten. Die trockene Antwort: "Ja, ja, ja. Ich mache das die ganze Zeit. Ihr müsst mich nicht ständig daran erinnern."

Treffen sich zwei Finnen in einer Bar

Nach dem Sieg gab es auf dem Podium nur Rosenwasser für Kimi. Zum offiziellen Siegerfoto kam der Iceman dann mit einer Bierflasche. Auf Anweisung von Eric Boullier wurde das Getränk kurz zwischen den Beinen versteckt. Als David Coulthard die Szene sah, erinnerte sich an einen alten Witz, dem ihm Mika Häkkinen einst erzählt hatte. "Treffen sich zwei Finnen in einer Bar. Fragt der eine: 'Und wie war Dein Tag?' Darauf der andere: 'Sind wir zum Trinken oder zum Quatschen hier?'

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