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Radio Fahrerlager GP Abu Dhabi 2016

Die heißesten Storys vom Wüsten-Finale

Herbie Blash & Bernie Ecclestone - Formel 1 - GP Abu Dhabi - 25. November 2016 Foto: xpb 70 Bilder

Was sonst noch in Abu Dhabi passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel 1-Gerüchteküche gesammelt. Dieses Mal mit Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und vielen mehr...

01.12.2016 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Vierter Barcelona-Testtag auf feuchter Strecke

Pirelli muss dringend an seinen Regenreifen arbeiten. Der italienische Reifenhersteller bittet deshalb eines der 3 Teams, das einen 2017er Muletto gebaut hat, im Dezember zu Regen-Testfahrten in Paul Ricard. Außerdem ist der vierte Testtag bei den Wintertests 2017 in Barcelona für Probefahrten auf Regenreifen reserviert. Wenn es bis dahin nicht geregnet hat, wird der Circuit de Catalunya am 2. März 2017 künstlich bewässert.

Sauber erstes Team beim Chassis-Crashtest

Die 2017er Autos stehen bereits seit Juli im Windkanal. Jetzt wird es ernst. Anfang Dezember crasht die FIA die ersten Nasen. Darunter McLaren, Sauber, HaasF1, Toro Rosso und Force India. Sauber hat sich bereits für den 19. Dezember für die Chassis-Homologation angemeldet. HaasF1 ist am 11. Januar dran. Force India will sein Chassis auch noch im Dezember den von der FIA verlangten Belastungstests unterziehen lassen.

Aki Hintsa - Gruppenfoto - GP Abu Dhabi 2016Foto: Toro Rosso
Die Physios von Aki Hintsa verabschiedeten sich mit einem Gruppenbild.

Trauer um Aki Hintsa

Große Trauer im Formel 1-Zirkus. Dr. Aki Hintsa starb zwei Tage nach dem GP Brasilien an Krebs. Der finnische Arzt, der für McLaren und Mercedes gearbeitet hat und dessen Physio- und Ärzteteam das halbe Fahrerfeld betreut, wurde nur 58 Jahre alt. Lewis Hamilton flog sofort nach seinem Sieg in Sao Paulo nach Europa zurück, um seinen ehemaligen Mentor noch einmal zu sehen. „Ich habe ihn am letzten Tag seines Lebens noch einmal getroffen. Wir haben Musik gespielt, und ich konnte ihn noch einmal lachen sehen. Aki war seit 2004 ein guter Freund für mich. Und er hat mir mein Cockpit bei McLaren 2007 gesichert. Ron Dennis war noch im Zweifel, aber als Aki gesagt, dass ich für die Formel 1 bereit bin, hat Ron es auch geglaubt.“ Hintsa spielte auch für Sebastian Vettel eine große Rolle. Der Ferrari-Fahrer besuchte seinen Freund noch einmal vor seiner Abreise nach Brasilien. „Es ist ein großer Verlust. Er hat mir viel beigebracht. Aki hat nicht auf die Farbe der Kleidung geachtet. Er hat jedem im Fahrerlager geholfen.“

Alesi als Rennfahrer-Papa

Jean Alesi ist mit der ersten GP3-Saison von Sohn Guliano zufrieden. „Meistens war er in den Top 8.“ Nur einmal wurde der frühere Ferrari-Pilot sauer. „Beim zweiten Rennen haben die Bremsen versagt. Ich habe meinen Sohn beruhigt: Das passiert in jedem Rennfahrerleben nur ein Mal. Sei froh, dass du es schon hinter dir hast.“

Verstappen schaut Hülkenberg-Tricks ab

Nico Hülkenberg traf sich am Abend des GP Brasilien noch mit Max Verstappen. Der Star der Regenschlacht beichtete Hülk, dass er für seine Linienwahl in Kurve 3 verantwortlich war. Hülkenberg hatte Felipe Nasr auf der Außenspur der Curva do Sol überholt. Red Bull hat das Manöver gesehen und Verstappen sofort ins Cockpit gefunkt: „Außen scheint es mehr Grip zu haben. Probier das mal.“ Gegenüber Sky-Reporter Martin Brundle gab Verstappen zu: „So schnell bin ich nur einmal durch diese Kurve gefahren. Es war hart an der Grenze zum Abfliegen.“

Schnee-Training für Max Verstappen

Max Verstappen begründete seine Regenqualitäten so: „Ich fahre im Winter mit Freunden oft auf Schnee, nur so zum Spaß, aber das schärft dein Fahrgefühl auf glattem Untergrund. Mir hat aber auch mein Vater viel geholfen. Als ich 6 oder 7 Jahre alt war, hat er mich oft im Regen fahren lassen. Er stand sogar auf der Strecke und hat mir die Linien gezeigt und mich dazu ermuntert, verschiedene Linien zu probieren.“

Paul Rosche - Gruppenfoto - GP Abu Dhabi 2016Foto: ams
Ehemalige Weggefährten erweisen Paul Rosche die letzte Ehre.

Erinnerungsfoto für „Nocken-Paule“

BMW-Motorenpapst Paul Rosche ist nicht vergessen. Der Mann, den sie „Nocken-Paule“ nannten, starb wie Hintsa am 15. November. In Abu Dhabi trafen sich alle Formel 1-Mitglieder, die Rosche gekannt haben oder mit einem seiner Motoren gefahren sind, zu einem Foto. Bernie Ecclestone, Charlie Whiting, Herbie Blash, Gerhard Berger, Helmut Marko, Christian Danner, Allan Woollard.

Massa bleibt Monegasse

Felipe Massa wird nach seinem Rücktritt aus der Formel 1 nicht gleich in seine Heimat Brasilien zurückkehren. Im Gegenteil. „Ich habe den Mietvertrag für mein Appartement in Monte Carlo um 2 Jahre verlängert. Mein Sohn soll dort mehrsprachig in die Schule gehen. Felipinho spricht mit seinen 7 Jahren schon 3 Sprachen fließend: Portugiesisch, Englisch, Französisch.“ Nach Brasilien wird Massa zunächst nur sporadisch zurückkehren. In seine Wohnung nach Sao Paulo oder sein Landhaus außerhalb der großen Stadt. „Dauerhaft könnte ich aber nicht auf dem Land leben“, lacht Massa. „Ich bin ein Stadtmensch.“

Hamilton zickte vor Pirelli-Test

Es gab viel Wirbel um die Fahrerbesetzung von Mercedes beim letzten Pirelli-Test in Abu Dhabi. Ursprünglich sollte Pascal Wehrlein fahren. Bis Niki Lauda Teamchef Toto Wolff und die Fahrer überzeugte, dass die Stammfahrer mindestens einen Testtag mit den breiten Pirelli-Walzen abdienen müssen. So kam Nico Rosberg im September an einem Tag in Barcelona zum Einsatz. Und damit war Hamilton für den letzten Tag in Abu Dhabi verplant. Als Lauda in Abu Dhabi erfuhr, dass plötzlich doch wieder Wehrlein auf dem Einsatzplan stand, verlangte er eine Erklärung. Das Team einigte sich dann auf folgende Regelung: Der Weltmeister muss zum Petronas-Termin nach Kuala Lumpur. Der Verlierer testet. Da Hamilton geringere Chancen hatte, nach Malaysia zu fliegen, nahm sich Lauda den Weltmeister gesondert vor. Er wollte ihn davon überzeugen, dass der Reifentest für ihn persönlich und für Mercedes wichtig ist. Auf Hamiltons Frage nach dem Warum, stellte ihm Lauda die Frage: „Wie viel schneller bis du als Wehrlein?“ Hamilton voller Selbstbewusstsein: „Acht Zehntel.“ Darauf Lauda: „Jetzt weißt du, warum du testen musst.“ Da Hamilton nach dem Verlust des Titels immer noch zickte, wurde entschieden: am Vormittag testet Hamilton, am Nachmittag Wehrlein. So kam es auch. Mit der kleinen Abweichungen, dass Hamilton sich nach zwei Testreihen unwohl fühlte und das Cockpit an Wehrlein übergab.

2017 ohne Glitzer-Helme

Mit dem neuen Reglement könnten die Zeiten von Glitzer-Designs und Chrom-Effekten auf den Fahrer-Helmen vorbei sein. Durch die breiten Reifen und mehr Abtrieb steigen die Kurvengeschwindigkeit und auch die G-Kräfte. Die Belastung auf den Nacken wird deutlich größer. „Eine Lackierung mit Metal-Flakes oder Chrom-Flächen wiegt bis zu 100 Gramm mehr“, erklärt Arai-Helmtechniker Peter Bürger. „Bei den größeren Belastungen wird jeder Fahrer bei der Lackierung ans Minimum gehen.“

Keine FIA-Einladung für Rosberg

Die FIA hat vergessen Lewis Hamilton und Nico Rosberg zur offiziellen Preisverleihung in Wien einzuladen. Auch Flüge und Hotels waren nicht gebucht. Die Fahrer wurden erst kurz vor der Reise nach Abu Dhabi vom ihrem Team auf die Veranstaltung hingewiesen.

Herbie Blash - Gruppenfoto - GP Abu Dhabi 2016Foto: xpb
Herbie Blash wird 2018 nicht mehr als rechte Hand von Charlie Whiting arbeiten.

Herbie Blash wird ausgemustert

Schöne Überraschung für Herbie Blash. Er ist das Urgestein der Formel 1. Der Mann mit den meisten GP-Besuchen. 1965 fing er als Mechaniker beim Privatteam von Rob Walker an, wechselte 1969 zu Lotus, wurde Teammanager bei Brabham, Rennleiter bei Yamaha und war zum Schluss Assistent von FIA-Rennleiter Charlie Whiting. Die FIA mustert Blash in dieser Funktion zum Saisonende aus. Der 68-jährige Engländer wird im nächsten Jahr Streckenposten und Sportkommissare anlernen. Was in der GP-Familie für Unmut sorgte. Herbie gehört zum Inventar. Viele sind der Meinung, er solle auf Lebzeiten in seinem Job bleiben. Bernie Ecclestone hatte für seinen langjährigen Angestellten zwei schöne Überraschungen parat. Am Freitag überreichte er ihm ein persönliches Abschiedsgeschenk. Eine Telegrammtafel in Silber mit anerkennenden Worten. Als sich Nico Rosberg, Lewis Hamilton und Sebastian Vettel nach dem GP Abu Dhabi in der Sieger-Lounge für die Siegerehrung fertigmachten, stand an der Glasverkleidung: „Thank you Herbie. How can we do it without you?“

Mayländer dementiert Safety-Car-Gerüchte

Nach dem GP Brasilien gab es Gerüchte unter den Fans, dass der zweite Rennabbruch nur deshalb veranlasst wurde, weil dem Safety-Car der Sprit ausging. „Das ist Quatsch“, verriet Safety-Car-Fahrer Bernd Mayländer. „Der Tank war noch mindestens halb voll.“ In jeder Unterbrechung wurde Sprit nachgefüllt. Für den Notfall hätte auch noch ein zweites Safety-Car parat gestanden.

Massa bekommt Rennwagen zum Abschied

Felipe Massa wurde bei einem Team-Dinner am Samstagabend offiziell von Williams in den Ruhestand geschickt. Bei der feierlichen Verabschiedung gab es neben einem Foto-Album und einer Cartoon-Kollage auch ein ganz besonderes Geschenk für den Piloten. Teamchefin Claire Williams erklärte dem verdutzten Massa, dass er sein Auto vom Brasilien Grand Prix behalten darf. Der FW38 war zum Heimspiel mit speziellen „Obrigado Massa“-Schriftzügen beklebt worden.

Vettel bekommt Stress mit Security

Sebastian Vettel kam am Donnerstag mit einer Stunde Verspätung ins Fahrerlager. Am Eingang zur Strecke hatte der Ferrari-Pilot Stress mit den lokalen Sicherheitsbehörden. Offenbar war der Heppenheimer nicht einverstanden mit der Art, wie seine persönlichen Sachen durchwühlt wurden. Erst nach einer längeren Diskussion ließen die Wachmänner den vierfachen Weltmeister doch noch passieren.

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