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Formel 1: Radio Fahrerlager zum Grand Prix Australien

Blöde Witze über Virgins Tankschlamassel

Virgin Racing Foto: Virgin Racing 49 Bilder

Im unserer regelmäßigen Rubrik "Radio Fahrerlager" haben wir die kleinen, aber nicht minder interessanten Geschichten rund um den Grand Prix in Australien gesammelt. Diesmal unter anderem mit Virgin Racing, Lewis Hamilton, Bruno Senna, Heikki Kovalainen und Felipe Massa.

30.03.2010 Michael Schmidt

Witze über Virgin
 
Virgin-Chef Sir Richard Branson ist mit dem Auftakt der Formel 1-Saison zufrieden. Trotz der vielen technischen Probleme, trotz des Spotts, der über sein Team hereinbricht. "Das zeigt nur, wie schwierig das Geschäft ist. Ich habe mit meiner Fluglinie seinerzeit genauso klein angefangen", gab der Popstar unter den Airline-Chefs in Melbourne zum Besten. "Nur die Nummer mit dem zu kleinen Tank findet er nicht lustig", erzählt Timo Glock. "Vor allem weil die Leute schon blöde Witze reißen, ob es seine Flieger über den Atlantik schaffen."

Burnout-Syndrom bei McLaren

Lewis Hamilton hatte am Montagmorgen nach dem GP Australien um 9.30 Uhr einen Termin auf der Polizeiwache. Er bekam eine Anzeige wegen Verkehrsgefährdung präsentiert, weil er am Freitag in Melbourne an einer Ampel einen Burnout produziert hatte. Ärgerlich für Hamilton, denn er ist ein Repräsentant der FIA-Sicherheitskampagne auf öffentlichen Straßen. Der Kavaliersstart hinterließ bei den diensthabenden Polizisten genauso wenig Eindruck wie der Einwand, dass sie es mit einem Formel 1-Fahrer zu tun haben.

Hamilton wurde noch am Ort des Geschehens von den Polizisten behandelt, als wäre er ein Schwerverbrecher. Die Ordnungshüter genossen sichtlich die Aufmerksamkeit. Sie erkannten ihren berühmten Kunden sofort. Da in den folgenden Tagen sämtliche Details in den australischen Zeitungen zu lesen waren, ist davon auszugehen, dass der Maulwurf bei der Polizei saß. "Als Australier würdest du bei so einem Vergehen deinen Führerschein verlieren", erzählte Williams-Technikchef Sam Michael. Er muss es wissen. Michael stammt aus Sydney.

Hamilton musste vor Ort 580 australische Dollar (ca. 400 Euro) zahlen. Das Auto, ein Mercedes E63 AMG wurde konfisziert. Teamkollege Jenson Button hatte mehr Glück. Er wurde am Vortag bei dem gleichen Vergehen erwischt, kam jedoch mit einer Verwarnung davon. Vielleicht genoss der Sieger des GP Australien Weltmeisterbonus.

Massa genervt von Handy-Reportern

Felipe Massa kann mit Lewis Hamilton mitfühlen. Die Hexenjagd auf seinen WM-Gegner von 2008 erreichte ihren Höhepunkt, als im Internet plötzlich Fotos und Videos der Polizeiaktion nach dem Burnout auftauchten. Massa schüttelt den Kopf: "Diese Gefahr lauert überall. Jeder hat sein Handy dabei und ist jederzeit bereit, Bilder von solchen Dingen zu schießen. Du kannst dir als Sportler in der Freizeit nichts mehr erlauben. Wenn ich mit einem Glas Bier in der Hand erwischt würde, muss ich mir gleich vorhalten lassen, warum ich Alkohol trinke." Massa ist deshalb froh, wenn er in seine Heimat Brasilien zurückkehrt. "Da ist die Kultur, andere Leute mit dem Handy zu fotografieren und die Bilder ins Internet zu stellen, noch nicht so ausgeprägt."

FIA-Strafzettel

Die FIA hat in Melbourne Kasse gemacht. Gleich vier Temposünder in der Boxengasse wurden geblitzt. Spitzenreiter war Vitaly Petrov mit 7.000 Euro Buße. Nico Hülkenberg blechte 1.800, Bruno Senna und Adrian Sutil je 1.600 Euro.

Alle mögen Melbourne

Mark Webber hält nichts von Plänen, den GP Australien von Melbourne nach Sydney zu verlagern. "Wo soll dieser Grand Prix in Sydney stattfinden? Alle Fahrer mögen Melbourne, und es wurde gerade ein neuer Fünfjahresvertrag mit dem Rennen hier im Albert Park unterschrieben." Die Diskussion war entstanden, weil Kristina Keneally, die Premierministerin des Staates New South Wales, Ansprüche für eine Verlegung des Grand Prix nach Sydney angemeldet hatte. 294.000 Zuschauer an vier Tagen in Melbourne gaben der Veranstaltung in der Stadt am Yarra River Rückendeckung. Melbourne-Chef Ron Walker hatte eine PS-Show auf die Beine gestellt, da könnte sich jeder europäische Veranstalter eine Scheibe abschneiden. Neben der Formel 1 dröhnten die V8-Tourenwagen, die Formel 5000, die Formel Ford und GT-Renner im Albert Park.

Software-Update

Der GP Australien war das Gegenteil des GP Bahrain. Überholmanöver und Zweikämpfe in Hülle und Fülle. Viel ist Psychologie, glaubt Sauber Technikchef Willy Rampf. "Die Software zwischen Gasfuß und Motor." Also der Kopf. Mit anderen Worten: Wenn die Fahrer gezwungen sind zu überholen, dann tun sie es auch.

Hamilton muss sich entscheiden

Diese Woche hat Lewis Hamilton ein Problem: "Ich bin Fan von Arsenal, aber ich bewundere die Spielkultur des FC Barcelona. Und ich kenne Thierry Henry sehr gut." Beide Mannschaften treffen in der Champions League aufeinander. Hamiltons Tipp: "Ich fürchte, Arsenal hat gegen diese Supermannschaft nur Außenseiterchancen."

Kovalainen will auffallen

Heikki Kovalainen wechselt jedes Jahr sein Helmdesign. "Das Grundthema bleibt immer gleich. Ich ändere nur die Farben und ein paar Dinge drumherum, damit ich nachher die Helme den Jahren zuordnen kann. Ein Künstler hat meinen Namen in einer futuristischen Schrift in die weißen Flächen des Helmes  eingebaut." Für Lotus wechselte der Finne auch die Farbe. Von Rot auf Grün. "Aber nicht das dunkle Lotus-Grün. Ich habe eine Leuchtfarbe gewählt, damit man mich auf der Strecke besser erkennt."

Safety first

Der GP Australien machte auch bei seinem 15. Auftritt in Melbourne seinem Ruf als verrücktes Rennen alle Ehre. Seit 2004 gab es in fünf Rennen mindestens eine Safety-Car-Phase. 2004 rückte das Schrittmacherauto zwei Mal aus, 2007 fünf Mal, 2008 drei Mal und im vergangenen Jahr zwei Mal. Diesmal gab es nach dem Crash schon in der ersten Runde Arbeit für Safety-Car-Fahrer Bernd Mayländer.

Massenkarambolage

Der Crash der ersten Runde kam Sauber und Toro Rosso teuer zu stehen. Beim Toro Rosso von Sebastien Buemi entstand durch den Einschlag des Sauber von Kamui Kobayashi 150.000 Euro Schaden. Sauber konnte wenigstens das Chassis des Unfallwagens retten. Williams dagegen kam glimpflich davon. "Es waren nur die Lenkung und ein paar Querlenker vorne kaputt", berichtete Technikchef Sam Michael.

Bruno? Senna? Lalli?

Wie heißt Bruno Senna wirklich? Der Neffe des 1994 in Imola tödlich verunglückten Ayrton Senna klärt auf: "In meinem Pass steht Bruno Senna Lalli. In Brasilien wählen wir unsere Namen wie wir wollen. Es gibt keine Regel, welchen der Familiennamen der Eltern wir uns geben." Seine Karriere begann der HRT F1-Pilot als Bruno Lalli. "Dann haben die Leute herausgefunden, dass ich ein Verwandter von Ayrton bin. Hätte ich mich geweigert, seinen Namen anzunehmen, hätten mich die Leute einen Feigling genannt."

Trulli nimmt Herausforderung an

Jarno Trulli fährt seit 1997 in der Formel 1, und es könnte seine erste Saison ohne WM-Punkte werden. Der neue Lotus-Pilot kann damit leben: "Als Rennfahrer musst du auch mal neue Herausforderungen annehmen. Ich will beweisen, dass ich wieder bei null starten und ein Team aufbauen kann. Auch wenn es hart ist, dass diese Saison eigentlich nur eine Vorbereitung für die nächste ist."

Hollywood Down Under

John Travolta war der Stargast beim Grand Prix von Australien. Der Hobby-Jetpilot und Qantas-Botschafter wurde vom Hauptsponsor extra eingeflogen, um die Fahrerparade anzuführen und die Zielflagge zu schwenken. Als der Hollywood-Star bekundete, Lokalmatador Mark Webber die Daumen zu drücken, hatte er das Melbourner Publikum endgültig auf seiner Seite.

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