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Radio Fahrerlager GP Australien 2015

Die heißesten Storys aus Melbourne

Sebastian Vettel - GP Australien 2015 - Melbourne Foto: xpb 71 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Australien passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel 1-Gerüchteküche gesammelt. Diesmal mit Sebastian Vettel, Fernando Alonso, Nico Rosberg, Bernie Ecclestone und vielen mehr ...

18.03.2015 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Alonso-Unfall bleibt Rätsel

Der Alonso-Unfall bei den Testfahrten in Barcelona bleibt auch nach der eingehenden Untersuchung der FIA ein großes Rätsel. Nach der Analyse aller Daten wundern sich die Experten, warum der Spanier die Mauer überhaupt getroffen hat. Bei der geringen Geschwindigkeit und dem spitzen Aufprallwinkel hätte ein Fahrer von der Klasse Alonsos ganz einfach von der Mauer weglenken oder noch rechtzeitig bremsen können. Das lässt nur zwei Schlüsse zu.

Entweder er hat das Auto absichtlich in die Streckenbegrenzung gelenkt, oder er war nicht mehr in der Lage zu reagieren. Da die erste Möglichkeit unwahrscheinlich ist, muss man von einem Blackout beim Fahrer ausgehen. Mysteriös ist auch, wo er sich die Gehirnerschütterung geholt hat. Die Verzögerung auf den Kopf bei den beiden Einschlägen betrug nur 16 und 8 g. Helm und Nackenschutz waren praktisch nicht beschädigt. Die FIA-Ärzte wollen nun mit ihren Kollegen in Spanien Rücksprache nehmen.

Vettel tauft Ferrari SF15-T "Eva"

Sebastian Vettel hat in Melbourne eine alte Tradition fortgesetzt. Wie früher schon bei Red Bull wurde nun auch bei Ferrari der neue Name seines Rennautos bei einem Dinner im legendären Steak-Restaurant Vlados am Mittwochabend vor dem Saisonstart festgelegt. Nach rund 15-minütiger Diskussion hatte sich der Neuling im Team mit 14 Ingenieuren und Mechanikern auf den Namen "Eva" geeinigt.

Hülkenberg begeistert von Sydney

Nico Hülkenberg und Valtteri Bottas haben vor dem Saisonauftakt einen Abstecher nach Sydney gemacht. Hülkenberg war ganz begeistert: "Was für eine tolle Stadt. Irgendwie wie gemalt. Ich könnte mir gut vorstellen, mal in Australien zu leben."

Ferrari stellt Bedingungen an Manor

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene hat die Zusammenarbeit mit Manor Marussia auf eine neue Basis gestellt. Der alte Marussia-Rennstall schuldet Ferrari noch 14 Millionen Pfund, umgerechnet 20 Millionen Euro. Bei McLaren sind es sieben Millionen Pfund. Die beiden größten Gläubiger haben sich einverstanden erklärt, auf 98,9 Prozent der Forderung zu verzichten. So kam der Rennstall aus der Insolvenz. Ab jetzt gilt das Gesetz der Vorkasse. "No money, no honey", teilte Arrivabene Manor-Sportdirektor Graeme Lowdon mit.

Ecclestone verärgert über Manor

Bernie Ecclestone war über den Auftritt des wiederbelebten Manor Marussia-Teams weniger begeistert. "Sie hatten nie die Absicht, in Melbourne anzutreten. Selbst wenn man ihnen die Pistole an den Kopf gehalten hätte, wären sie nicht gefahren", keifte der alte Mann aus dem fernen England. Auch der FIA war der Auftritt peinlich. Die Sportkommissare forderten den technischen delegierten Jo Bauer zu einer Stellungnahme auf. Inhalt bislang unbekannt. Es wird aber gemunkelt, dass die FIA dem Team ein Ultimatum gesetzt hat. In Malaysia wird so ein Auftritt nicht noch einmal toleriert.

Magnussen ändert Sprachregelung

Kevin Magnussen versenkte seinen McLaren im zweiten Training im Kiesbett von Kurve 6. Kurz darauf sagte der Däne in einen TV-Interview: "Ich wurde überrascht und muss erst die Daten studieren, um sagen zu können, was da passiert ist." Die Sprachregelung änderte sich wenig später. Plötzlich sagte Magnussen demütig: "Es war mein Fehler." Verschwörungstheoretiker zogen sofort Parallelen zum weiter ungeklärten Testunfall von Fernando Alonso. Auch die Stromschlag-Theorie kochte wieder hoch.

Keine Verschleißerscheinungen bei Newey

Daniel Ricciardo kann bei Adrian Newey keine Verschleißerscheinungen feststellen. "Adrian war bei allen Testfahrten anwesend, und er ist auch hier nach Australien gekommen. Ziemlich viel Einsatz für einen Halbtages-Job, würde ich sagen."

SafetyCar weniger im Einsatz

Das SafetyCar wird in diesem Jahr wahrscheinlich weniger zum Einsatz kommen als in der Vergangenheit. Wenn Streckenposten oder Bergefahrzeuge in der Nähe der Rennstrecke im Einsatz sind oder aus einem anderen Grund die doppelt geschwenkte gelbe Flagge gezeigt worden wäre, ersetzt das virtuelle SafetyCar das richtige.

FIA-Rennleiter Charlie Whiting erklärt: "Wir werden das Safetycar nur noch bei starkem Regen rausschicken oder wenn ein Unfall passiert ist, bei dem wir das Tempo am Unfallort noch weiter drosseln wollen, als es mit dem virtuellen SafetyCar der Fall ist." Prompt passierte es. Pastor Maldonado schlug kurz nach dem Start in den Reifenstapel der zweiten Kurve ein. Und Bernd Mayländer durfte seine ersten drei Runden des Jahres drehen.

Neues SafetyCar schneller

Das neue SafetyCar ist schneller als das alte. Bernd Mayländer bezifferte den Zeitvorteil in Melbourne auf 2,8 Sekunden. Obwohl der Mercedes AMG GT S 81 PS weniger Leistung hat als das Vorgängermodell SLS AMG. "Das neue Auto lässt sich komfortabler und relaxter schnell fahren. Ich kann in den Kurven aggressivere Linien wählen", lobt Mayländer.

Hamiltons spezieller Entspannungs-Trick

Lewis Hamilton hat sich in dem englischen Fachmagazin F1Racing Fragen von Lesern gestellt. Einer der Fans wollte wissen, wie sich der Weltmeister bei Niederlagen entspannt. Überraschende Antwort: "Ich mache es genauso, wie mit meinen beiden Ketten, die ich ständig in der Hosentasche trage. Normalerweise sind sie ineinander verschlungen, wenn ich sie herausziehe. Statt mich darüber zu ärgern und sie hektisch auseinander zuziehen, setze ich mich hin und schaue, wie ich am besten vorgehe, um das Durcheinander ohne Gewalt aufzulösen."

Horner lobt Kvyat

Red Bull-Teamchef Christian Horner sieht in Daniil Kvyat die gleich guten Anlagen wie bei Daniel Ricciardo: "Er hat eine überragende Grundschnelligkeit, ein gutes Gefühl für das Auto und er ist so hungrig wie Daniel. Einziger Unterschied: Er kommt mit weniger Erfahrung zu uns."

Ecclestone kürzt erneut Fahrerlager-Pässe

Bernie Ecclestone hat den Teams erneut die Fahrerlager-Pässe gekürzt. Es gibt 200 Personen gebundene Tickets und fünf Joker. Auf jeden Pass muss jetzt ein Foto. Das darf pro Veranstaltung nur drei Mal gewechselt werden. Für das Erstellen eines Passes müssen die Teams 10 Dollar bezahlen. Ferrari hat sich wegen des gekürzten Kontingents bereits mit dem Formel 1-Boss angelegt. Tenor im Fahrerlager: Wie sollen wir neue Sponsoren anlocken, wenn wir mit den Gästepässen beschränkt sind?

Formel 1-Fahrer müssen laufen

Der australische Veranstalter hat sich für die Fans etwas einfallen lassen. Neben dem besten Rahmenprogramm der Welt mit V8 Supercars und einer Oldtimer-Show, bekamen die Zuschauer die GP-Stars hautnah zu sehen. Die Fahrer durften nicht mehr bis an die Fahrerlager-Pforte chauffiert werden, sondern mussten den Weg vom Parkplatz zum Fahrerlager zu Fuß zurücklegen. Für die 500 Meter lange Strecke, die "Melbourne Walk" genannt wurde, brauchten manche 15 Minuten. Links und rechts standen Fans mit Autogramm- und Selfiewünschen.

Qual der Wahl für Hülkenberg

Normalerweise fahren Formel 1-Piloten auch auf der Straße die gleiche Marke wie auf der Rennstrecke. Da Nico Hülkenberg in der Formel 1 mit Mercedes-Motoren unterwegs ist und in der WEC für Porsche antritt, muss sich der Rheinländer jeden Tag entscheiden: "Ich habe aktuell einen Porsche GT3 und einen Mercedes M-Klasse SUV. Ich kann also zwischen sportlich und komfortabel wählen", verriet der Force India-Pilot.

F1-Journalisten werden zu Gerichtsreportern

Einige Formel 1-Journalisten wurden in Melbourne zu Gerichtsreportern. Wegen der späten Anfangszeiten der Trainingssitzungen nutzten viele Pressvertreter die freien Vormittage zum Ausflug in den Supreme Court des Staates Victoria, wo die Causa Sauber vs. Van der Garde verhandelt wurde. Einige Journalisten pendelten sogar mehrmals täglich zwischen Fahrerlager und Gerichtssaal. Dank gutem Straßenbahnanschluss dauerte eine Fahrt lediglich 20 Minuten.

Verstappen und Sainz im Zoo

Am Mittwoch vor dem Rennwochenende mussten gleich mehrere Piloten zu PR-Terminen antreten. Nico Rosberg posierte mit einer Zielflagge und seinem Siegerpokal aus dem Vorjahr in einer typischen Melbourner Straßenbahn. Sergio Perez bekam eine Cricket-Lehrstunde von den australischen Nationalspielern Brad Hodge und John Hastings. Romain Grosjean besuchte das schnellste Rennpferd der Welt, Lankan Rupee, in den Ställen der berühmten Caulfield Rennbahn. Die beiden Toro Rosso-Rookies Carlos Sainz und Max Verstappen nutzten den freien Tag für einen Ausflug in den Melbourne Zoo.

Vettel und Räikkönen kochen Pasta

Bei Ferrari stand Donnerstagfrüh eine Kücheneinheit auf dem Programm. Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen bereiteten mit dem italienischen Starkoch Guy Grossi medienwirksam eine Portion Nudeln zu. In der Pressekonferenz am Nachmittag wurde Daniel Ricciardo zufälligerweise auf seinen Ex-Teamkollegen und dessen neuen Job bei Ferrari angesprochen. "Ich denke, die einzige Sorge die Seb haben muss, ist, dass er nicht weiß, wie man eine gute Portion Pasta macht", scherzte der Australier. Worauf ihm Vettel antwortete: "Das habe ich gerade erst heute früh gelernt."

Arnold Schwarzenegger ohne Fahrradhelm erwischt

Dem 67-Jährigen gebührte beim GP Australien die Ehre, die Podiuminterviews nach dem Rennen zu führen. Am liebsten sprach Schwarzenegger Hamilton, Rosberg und Vettel auf deren Fitness-Pensum an. Wie sollte es auch anders sein. Ganz glatt lief das Wochenende für den ehemaligen Bodybuilder nicht. Schwarzenegger wurde von der australischen Polizei beim Radeln ohne Helm erwischt. Doch er kam glimpflich davon: Die Gesetzeshüter beließen es bei einer Verwarnung, weil Schwarzenegger Ersttäter war. Normalerweise kostet ein solches Vergehen umgerechnet rund 100 Euro. Schwarzenegger kaufte sich nach der Polizei-Schelte umgehend einen Helm.

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