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Formel 1: Radio Fahrerlager zum Grand Prix Bahrain

Monster-Mercedes verärgert Mateschitz

Formel 1 - GP Bahrain - Schumacher Foto: dpa 17 Bilder

Im unserer regelmäßigen Rubrik "Radio Fahrerlager" haben wir die kleinen aber nicht minder interessanten Geschichten rund um den Grand Prix in Bahrain gesammelt. Diesmal mit David Coulthard, Michael Schumacher, Alain Prost, Sebastian Vettel, Timbaland, Mario Andretti und vielen mehr...

17.03.2010 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Monster vs. Red Bull

Ist David Coulthards DTM-Karriere in Gefahr? Eigentlich sollte Red Bull den Einsatz des Schotten in der Mercedes C-Klasse finanzieren. Doch Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz soll über die große Monster-Werbung auf den Helmen von Michael Schumacher und Nico Rosberg nicht sonderlich erfreut gewesen sein. Monster ist der große Konkurrent auf dem Energydrink-Markt von Amerika, der jetzt auch nach Europa drängt. Aus den Reihen von Red Bull hörte man Spott: "Davids DTM-Karriere könnte die kürzeste aller Zeiten gewesen sein."

Schumi-Hype in Hockenheim

Für Hockenheim hat sich das Comeback von Michael Schumacher bereits ausgezahlt. 45.000 Karten sind bereits verkauft, die meisten für drei Tage. Ab 50.000 beginnt die Gewinnzone. Von da ab verdient Bernie Ecclestone mit. Als Gegenleistung für einen deutlichen Preisnachlass. Zwei Kategorien sind bereits ausverkauft: Die teuersten und die billigsten Tribünen. Sebastian Vettels Supershow in Bahrain sollte den Kartenverkauf weiter anheizen.

Todt-Absage an Stefan GP

Die FIA hat bei der Entscheidung, ob das gescheiterte USF1-Team durch Stefan GP ersetzt werden soll, einen harten Kurs gefahren. Der Platz bleibt bis 2011 vakant. FIA-Präsident Jean Todt wollte Ruhe und keinen Fortsetzungsroman. Stefan GP hatte die 25 Millionen-Dollar-Rechnung bei Fahrzeuglieferant Toyota noch nicht bezahlt. Todts Kritiker interpretieren in die Ablehnung persönliche Gründe des früheren Ferrari-Rennleiters. Bei Stefan GP ist Ingenieur Mike Coughlan angestellt, der Mann, der bei McLaren das Spionagematerial von Ferrari angenommen hatte. Und bei Stefan GP sollte Jacques Villeneuve fahren, der Mann, der Todts Lieblingspilot Michael Schumacher 1997 in Jerez die bitterste Niederlage zufügte und sich in Maranello mit kritischen Kommentaren keine Freunde machte.

Gascoyne twittert von der Boxenmauer

Die neue Medien halten immer mehr Einzug in die Formel 1. Vor allem der Kurznachrichtendienst Twitter hat es den Piloten angetan. Das halbe Fahrerfeld versorgt die Fans per Handy über das aktuelle Geschehen. Den Vogel abgeschossen hat allerdings Lotus-Technikchef Mike Gasconye: Während des Rennens kündigte der Engländer an der Boxenmauer an, dass Pilot Jarno Trulli eine Runde später zum Reifenwechsel kommen wird. Stellen Sie sich so etwas einmal bei McLaren, Ferrari und Co. vor…

Gehirnwäsche für Alonso?

Michael Schumacher verteidigt das neue Punktesystem, das ihm für einen sechsten Platz acht Zähler brachte. Das alte hat seiner Meinung nach den Sieger zu wenig belohnt. "Das neue wurde doch nur eingeführt, als ich ein paar Jahre lang zuviel gewonnen habe. Die kleinen Punktabstände waren die einzige Chance, das zu stoppen." Fernando Alonso hatte lange gegen die Neuverteilung gewettert, weil die Inflation an Punkten die Vergleichbarkeit mit früheren Fahrergenerationen verhindert. Plötzlich gibt der Spanier Schumacher Recht. Welche Gehirnwäsche hat da wohl gewirkt?

Keine Arbeit für Prost

Alain Prost hatte in seiner neuen Rolle als Rennkommissar wenig Arbeit. Beim GP Bahrain gab es nur eine Kollision. Adrian Sutil und Robert Kubica konnten sich mit Sichtproblemen entschuldigen, weil Mark Webbers Red Bull die Straße eingenebelt hatte. Überschüssiges Öl verbrannte auf dem heißen Auspuff. Auch in Zukunft soll immer ein Ex-Fahrer den drei Rennkommissaren assistieren. Es war nicht der einzige Einsatz von Prost: "Ich werde es drei oder vier Mal in dieser Saison machen." Weitere Kandidaten sind Damon Hill, Emerson Fittipaldi, Alexander Wurz und Johnny Herbert.

Ehrenbürger Down Under

Mark Webber flog direkt von Bahrain zum nächsten Schauplatz nach Australien. Der Sieger der Grand Prix von Deutschland und Brasilien 2009 machte vier Tage Zwischenstop in seiner Heimatgemeinde Queanbeyan. Webber wurde zum Ehrenbürger ernannt und bekam den Goldenen Schlüssel der Stadt.

F1-Neulinge müssen Gas geben

Die FIA will die 107 Prozent-Regel wieder einführen. Da aber bei einer sofortigen Reglementsänderung alle Teams zustimmen müssten, was die Neuzugänge natürlich nicht tun würden, kommt die Qualifikationshürde erst 2011. Bis dahin sollten alle Neuzugänge genügend Speed gefunden haben. In Bahrain wären nur die HRT F1-Piloten Bruno Senna und Karun Chandhok an der 107-Prozent-Klausel gescheitert. Die bemisst sich an der Bestzeit im ersten Qualifikationsdurchgang. Fernando Alonso hatte 1.54,612 Minuten vorgelegt. Damit hätten alle anderen unter 2.02,634 Minuten bleiben müssen. Senna kam auf 2.03,240 Minuten, Chandhok auf 2.04,904 Minuten.

Lotus ist kein McLaren

Heikki Kovalainen antwortete auf die Frage, wie gut der Cosworth V8 im Vergleich zum Mercedes-Achtzylinder sei, diplomatisch: "Der Vergleich ist nicht fair. Der vordere Teil des Autos ist kein McLaren", rettete sich der Lotus-Pilot elegant aus der Affäre.

Force India "Best of the Rest"

Der neunte Platz von Vitantonio Liuzzi beim Saisonauftakt ist für Force India-Teamchef Otmar Szafnauer der Nachweis, dass Platz fünf im Konstrukteursplatz als Saisonziel nicht zu hoch gegriffen ist. "Wir wollen Best of the Rest sein." In Bahrain waren es die Force India bereits.

Vorbereitung auf dem Vesuv

Der Vesuv ist der zweite Gipfel in der Serie von Sebastian Vettels Vulkanbesteigungen. Allerdings war der Aufstieg auf Neapels Schicksalsberg viel weniger schweißtreibend wie der 2008 auf den Mount Fuji in Japan. "Wir sind mit dem Auto bis 300 Meter unter den Gipfel gefahren und ab da gelaufen", meinte Vettel enttäuscht. "Es gibt gar keinen richtigen Weg da hoch, weil die Italiener zu faul zum Laufen sind."

TV-Streit um Alonso

Haben Sie sich gewundert, warum es in der Startaufstellung in Bahrain so wenig TV-Interviews mit Fahrern gab? Die Piloten kamen erst in letzter Minute, weil Bernie Ecclestone den Physiotherapeuten die Pässe für die Zielgerade verweigerte. Nur Fernando Alonso blieb bei seinem Auto. "Um den haben sich alle TV-Stationen geprügelt", berichtete BBC-Mann Martin Brundle.

Ehrungen für die Weltmeister

Ross Brawn kam mit einem Tag Verspätung nach Bahrain. Der Teamchef von Mercedes GP musste am Mittwoch vor dem GP Bahrain der Queen seine Aufwartung machen. Er wurde in Anerkennung für seine Verdienste um das Königreich zum OBE (Officer of the British Empire) ernannt. Das sind zwei Stufen unterhalb des Ritterschlages "Sir". Auch sein ehemaliger Pilot Jenson Button wurde kurz vor Saisonbeginn geehrt. Der Weltmeister wurde mit dem Laureus Sports-Award in der Kategorie "Durchbruch des Jahres" ausgezeichnet.

Teure Zeiten

Die neue offizielle Formel 1-Uhr kommt von Hublot. Der Schweizer Hersteller verwendet bei der Herstellung typische Formel 1-Materialien: Karbon, Titan, Keramik und Gummi. Wer sich die Uhr kaufen will, muss gut betucht sein. 10.000 Euro muss man schon hinblättern. Hublot-Chef Jean-Claude Biver war so begeistert, dass er bei der offiziellen Präsentation der Uhr von "Sir Bernie Ecclestone" sprach. Der Formel 1-Chef wehrte erschrocken ab: "Zum Sir habe ich es noch nicht gebracht."

Kimi und Piquet verpassen Champions-Party

Im Rahmenprogramm von Bahrain wurden anlässlich des 60. Geburtstages der Formel 1 alle Weltmeister eingeladen. In ihren alten Boliden rasten Jackie Steward, Mario Andretti und Co. über den Wüstenkurs. Nur zwei Ex-Champions blieben dem Spektakel fern: Kimi Räikkönen und Nelson Piquet. Die Ausreden: Piquet hatte angeblich kein Flugticket bekommen, Räikkönen klagte über Rückenschmerzen nach seiner Rallye-Rolle in Mexiko. Kommentar eines Beobachters: "Wenn sich sogar Jack Brabham und John Surtees im hohen Alter noch herschleppen, hätten es die anderen auch schaffen können."

Andretti als Hinterbänkler

Den Rückflug hätte sich Mario Andretti sicher anders vorgestellt. Wegen einer Planänderung fand sich der ehemalige Champion plötzlich in der Economy-Klasse der Gulf Air Richtung London Heathrow wieder. Der vordere Teil des Flugzeugs war bereits ausgebucht. Früher flog der US-Amerikaner nur über den Atlantik, wenn er in der Concorde sitzen konnte.

Photo-Schumi-Shop

Beim Fotoshooting der 18 anwesenden Ex-Champions kam es zu einer kleinen Panne. Michael Schumacher kam nicht rechtzeitig zu dem Termin für das Gruppenbild und musste nachträglich per Photoshop eingefügt werden.

Timbaland, Sean Kingston & Flo Rida

Rund um den Grand Prix in Bahrain wurde den Fans auch musikalisch ein Spektakel geboten. Bei verschiedenen Konzerten spielten unter anderem die US-Rapper Timbaland und die RnB-Künstler Flo Rida und Sean Kingston.

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