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Radio Fahrerlager GP Bahrain

Die heißesten Storys aus der Wüste

Bernie Ecclestone GP Bahrain 2012 Foto: xpb 23 Bilder

Was sonst noch so am Wochenende in Bahrain passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen, interessanten Geschichten rund um die Formel 1 gesammelt. Dieses Mal mit Jean Todt, Felipe Massa, Nico Rosberg und vielen mehr...

25.04.2012 Bianca Leppert, Michael Schmidt

Todt mit Kritik an Kritikern

FIA-Präsident Jean Todt ärgerte sich über die Berichterstattung über die Lage von Bahrain. "Ich kann mit jeder Kritik leben. Auch wenn Leute schreiben, dass man das Rennen in Bahrain hätte absagen müssen. Schlimm ist es aber, wenn Journalisten mit der festen Absicht anreisen, das bestätigen zu müssen, was sie in ihrer Vorberichterstattung angekündigt haben. Force India war nicht Opfer eines Anschlages, sondern zufällig in die Konfrontation zwischen der Polizei und den Demonstranten geraten. Wenn die Demonstrationen, die am Wochenende in Bahrain stattgefunden haben, schwere Unruhen waren, wie muss man dann die Randale in den Vorstädten von Paris und London im abgelaufenen Jahr bezeichnen?"

Vettel mit Verspätung

Die meisten Piloten kamen wegen der brisanten Lage in Bahrain so spät wie möglich in das Königreich. Jenson Button, Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel reisten erst am Donnerstagvormittag an. Vettel allerdings unfreiwillig. "Mein Flug am Mittwochabend war gestrichen worden."

Massas Kleiner wie ein Großer

Felipe Massa reiste mit Kind und Kegel nach Bahrain. Der Brasilianer wohnte im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen in einem Hotel in der Stadt. Stolz zeigte er auf seinem Handy ein Video seines zweijährigen Sohnes, der mit einem Kopfsprung in den Pool der Hotelanlage eintauchte. "Er kann schon schwimmen. Und spielt Fußball wie ein Weltmeister", freute sich der Papa.

Dünn besetzte Tribünen

Angeblich kamen an den drei Tagen 28.000 Zuschauer auf den Bahrain International Circuit. Wir haben sie nicht gesehen. Eine halbe Stunde vor dem Start hätte jeder Fahrer den Zuschauern auf der Haupttribüne die Hand schütteln können, so wenig waren es.

F1-Piloten auf DTM-Ausflug

Die Mercedes-Piloten Michael Schumacher und Nico Rosberg werden beim DTM-Auftakt kommendes Wochenende in Hockenheim vor Ort sein und ein bisschen Formel 1-Stimmung in das Tourenwagen-Festival bringen. Auch die Siegerautos von Shanghai 2012 und Monza 1955 sollen nach Hockenheim verfrachtet werden.

Lotus bekommt kein Geld von Lotus

Mit dem Verkauf von Proton an eine malaysische Autozubehör-Firma wechselte auch Lotus den Besitzer. Nach malaysischem Recht kann der neue Besitzer in den nächsten 60 Tagen alle Ausgaben stoppen. Das Formel 1-Team ist davon nicht tangiert. "Wir bekommen von Lotus kein Geld und haben uns in weiser Voraussicht letzten November die Namensrechte bis 2017 gesichert", erklärte Teambesitzer Gerard Lopez. Eng wird es dagegen für die Lotus-Projekte in Le Mans, der GP2-Serie und bei den Indy Cars. Da muss Geld fließen. Sonst kann Lotus seinen Indy Car-Motor gleich einstampfen.

Vogelschlag bei Rosberg

Nico Rosberg machte am Freitag eine tierische Begegnung der etwas anderen Art. Bei rund 200 km/h traf den Mercedes-Piloten ein Vogel am Helm. "Ich dachte, Gott, was ist das?", sagte Rosberg. "Es war ein harter Aufprall. Der Vogel ist explodiert. Aber es ist nichts passiert." Rosberg zumindest nicht. Dem Vogel allerdings schon. Sein Helm-Mann von Schuberth durfte anschließend das Blut vom Visier wischen.

Force India mit Angst im Dunkeln

Am Mittwoch vor dem Rennen gerieten Force India-Mechaniker in eine Auseinandersetzung zwischen Polizei und Demonstranten. Dabei explodierte ein Molotov-Cocktail in der Nähe ihres Autos. Wegen Sicherheitsbedenken innerhalb des Teams sagte Force India am Freitag das zweite Training ab, um bei Tageslicht den Weg zurück ins Hotel antreten zu können. Die offizielle Begründung in der Pressemitteilung des Teams lautete allerdings aus "logistischen Gründen". Gerüchteweise war allerdings auch die Version zu hören, dass sich Force India Motoren sparen wolle, weil man knapp bei Kasse sei.

Force India nicht im Bilde

Am Samstag dann die nächste Aufregung. Während der Qualifikation waren Force India-Auto nicht im TV-Bild. Angeblich als Strafe dafür, dass man das Training boykottiert habe. Auch hier gab es eine zweite Version. Force India habe die Schriftzüge seiner Alkoholsponsoren auf dem Auto nicht abgedeckt. Man wolle die Araber so nicht brüskieren. Bernie Ecclestone meinte zynisch: "Die Leute wollen die Schnellsten sehen, nicht die Autos, die um Platz zehn fahren."

Brenzlige Situation für Sauber

Force India war nicht das einzige Team, das Demonstranten begegnete. Auch Sauber-Teammitglieder trafen am Donnerstag auf Angehörige der Protestbewegung. Um kurz vor 21 Uhr sahen die zwölf Mechaniker im Minibus Feuer auf dem Mittelstreifen des Highways und vermummte Gestalten auf der Fahrbahn. Der Teambus fuhr auf der rechten Straßenseite an der Situation vorbei. Es wurde niemand verletzt.

Journalisten kurzzeitig eingesperrt

Am Donnerstagabend vor dem Rennen sammelten sich am Tor vor dem Presse-Parkplatz immer mehr Menschen. Der Ausgang zum Parkplatz war verriegelt. Einige witterten bereits übereifrige Sicherheitsmaßnahmen. Doch nach wenigen Minuten durften die ungeduldige Medienvertreter weiter marschieren. Der simple Grund: Jemand hatte das Tor zu früh abgeschlossen. Die Verantwortlichen mussten zunächst den Schlüssel heranschaffen.

Formel 1-Webseite gehackt

Die Aktivistengruppe Anonymous kündigte vor dem Grand Prix von Bahrain an, die offizielle Formel 1-Website formula1.com zu hacken. Am Freitagabend war die Seite kurzzeitig angegriffen worden und mit dem Text "Formula None" ersetzt worden. Danach funktionierte die Website aber wieder ohne Probleme.

Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen

Am Eingang zum Fahrerlager führte die Polizei Sicherheitskontrollen wie am Flughafen durch. Die Folge: Der Getränkevorrat der Journalisten minimierte sich auf null. Cola-Dosen und Wasserflaschen verschwanden in der Mülltonne. Machen Kollegen wurden sogar Kugelschreiber abgenommen. Sicherheitskontrollen sind in der Formel 1 aber nicht unüblich. In Singapur fallen die Kontrollen sogar noch strenger aus als in Bahrain.

Schweizer mit Herz für Pflanzenfresser

Als Vegetarier hat man es im Fahrerlager nicht leicht. Die Rettung für Pflanzenfresser ist auch in der Saison 2012 das Sauber-Team. Die Schweizer haben ein Herz für Vegetarier. Bei jedem Grand Prix zaubert Koch Stefan Brülisauer fleischlose Gerichte. In Bahrain war es mal wieder besonders lecker.

Regen über der Wüste

Der GP Bahrain war ein spannendes Rennen mit zahlreichen Überholmanövern. Es wäre sogar ein noch besseres geworden, hätte er 24 Stunden später am Montag stattgefunden. Pünktlich zur Startzeit um 15 Uhr begann es über dem Wüstenstaat zu nieseln. Um 15.15 Uhr ging ein 15-minütiger Gewitterregen über Bahrain nieder. Danach trocknete es ab, bis um 16 Uhr der Himmel erneut seine Schleusen öffnete.

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