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Radio Fahrerlager GP Bahrain 2015

Die heißesten Storys aus der Wüste

Bernie Ecclestone & Frank Williams - Formel 1 - GP Bahrain - 18. April 2015 Foto: ams 31 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Bahrain passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel 1-Gerüchteküche gesammelt. Dieses Mal mit Pastor Maldonado, Felipe Nasr, Romain Grosjean, Frank Williams und vielen mehr ...

22.04.2015 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Richtiges Safety-Car statt virtuelles Safety-Car

Vier Rennen, und noch kein virtuelles Safety-Car. Werden wir jemals die Maßnahme sehen, die als Konsequenz auf den Unfall von Jules Bianchi geboren wurde? Angeblich hat Bernie Ecclestone gebeten, im Zweifel ein richtiges Safety-Car auf die Strecke zu bringen, weil es das Feld zusammenstaucht und damit die Spannung neu anfacht. Bei einem virtuellen Safety-Car bleiben die Abstände gleich. Die FIA-Experten bestreiten das. In Australien und Malaysia kam das echte Safety-Car zum Einsatz, weil die Zwischenfälle kurz nach dem Start passierten, als das Feld noch eng zusammenlag. In China musste das Rennen in den letzten drei Runden neutralisiert werden. Bei einem virtuellen Safety-Car wären die Autos in großen Abständen und langsamer Fahrt im Ziel eingetröpfelt. Für das TV-Bild und die Fotos sah es besser aus, das ganze Feld zusammen zu haben.

Entwicklungshilfe von Partnerteams

Ferrari macht es mit Haas F1. McLaren soll das gleiche mit Manor planen. Die beiden Teams suchen sich einen Partner, den sie mit Komponenten wie Getriebe, Hydraulik, Elektronik, Lenkung und natürlich dem Motor versorgen. Das 2015er Ferrari-Chassis wird dann die Basis des 2016er Haas F1 sein. Der 2016er Manor soll auf dem Gerüst des 2015er McLaren entstehen. Die Aerodynamik müssen die beiden privilegierten Kunden selbst entwickeln. Der Trick dabei: Sie tun es im gleichen Windkanal wie das A-Team. Das verschafft dem Seniorpartner zusätzliche Windkanalzeit. Die ist derzeit auf 20 Stunden pro Woche pro Team beschränkt. Es gibt Gerüchte, dass Red Bull über ein ähnliches Modell nachdenkt. Angeblich soll der GP2-Rennstall Arden die Rolle des B-Teams übernehmen. Arden gehört Red Bull-Teamchef Christian Horner und seinem Vater Garry.

Williams aus Marzipan

Frank Williams feierte seinen 73. Geburtstag in Bahrain. Der Rollstuhl-General bekam von seinem Team einen Williams FW34 in Marzipan geschenkt. Williams erinnerte sich an sein erstes Formel 1-Rennen als Teamchef zurück: "1969 war das, mit einem privat eingesetzten Brabham in Barcelona. Piers Courage war mein Fahrer. Wir waren bettelarm. Ich habe mit meinem Mechaniker in einem VW Camper gehaust."

Ein typischer Maldonado

Pastor Maldonado hat sich beim GP China selbst um sechs WM-Punkte gebracht. Er lag vor seinem Teamkollegen Romain Grosjean, als er in der Boxeneinfahrt in den Notausgang schoss und dort 30 Sekunden liegenließ. Maldonado gab nachlassenden Bremsen die Schuld. Die Telemetrie erzählte eine andere Geschichte. Der Venezolaner hatte die Linkskurve in der Boxeneinfahrt um 23 Meter später angebremst als üblich.

Auf der Jagd nach Hupen und Nagelknipsern

Großes Sicherheitsaufgebot in Bahrain. Auf dem Weg vom Hotel bis zur Rennstrecke haben wir 26 Polizeiautos gezählt. Dazu ein Röntgengerät für alle Fahrzeuge am Eingang zur Rennstrecke. Alle Zuschauer und Beteiligten mussten dann noch einmal durch eine Sicherheitsschleuse wie am Flughafen. Die lange Liste von verbotenen Mitbringseln umfasst Stöcke, Getränke, Spiegel, Laserpointer, Nagelknipser, Hupen und Schilder mit politischen Botschaften.

Bahrain "kümmert" sich um Journalisten

Journalisten werden bei der Ankunft am Flughafen direkt am Gate von einem Aufpasser des Organisationskomitees empfangen. Dabei wird zunächst einmal der Reisepass einkassiert, den man erst nach dem Einreiseprozedere zurückerhält. Vor der Immigration wartet auch noch ein Fotograf, der die Medienvertreter zusammen mit ihrem Namensschild ablichtet. Nach dem Erinnerungsfoto für die Stasi-Akte wird man von einem Chauffeur auf direktem Weg ins Hotel gefahren.

Diskussion über neue Technik-Regeln

FIA-Rennleiter Charlie Whiting hat sich mit fünf Technikchefs in Bahrain zu einem informellen Gespräch über die Zukunft der Formel 1 getroffen. Es geht um neue Regeln für Autos und Motoren ab 2017. Am 14. Mai wird es ernst. Dann müssen im Rahmen der Strategiegruppe die ersten Vorschläge auf den Tisch. Bis zum 1. März 2016 reicht in allen Gremien ein Mehrheitsbeschluss.

F1-Grillparty mit zahlenden Fans

Der Paddock Club kommt ins Fahrerlager. In Bahrain machte die Formel 1 einen Pilotversuch. Paddock Club-Besucher durften für 850 Dollar extra am Freitagnachmittag zu einer Party ins Fahrerlager. Sie trafen dort in entspannter Atmosphäre Fahrer und Teammitglieder bei einem Grillabend. Das soll in Zukunft auf den meisten Rennstrecken fester Bestandteil des Programms werden. Die Formel 1 wäre gut beraten, wenn sie unter den Zuschauern 50 extra Tickets verlosen würde. Um auch dem normalen Fan das exklusive Fahrerlager-Erlebnis näher zu bringen.

Motor-Experten fliegen nach Bahrain

Renault hat sich für seine Motorschäden in Shanghai den falschen Platz ausgesucht. Eigentlich hätten die französischen Ingenieure die defekten Triebwerke gerne direkt zur Inspektion in die Zentrale nach Viry-Chatillon geschickt. Doch nach chinesischen Zollbestimmungen muss die komplette F1-Fracht gemeinsam ausreisen. So ging das ganze Material direkt nach Bahrain. Um weitere Verzögerungen zu vermeiden ließ Renault seine Experten in die Wüste fliegen. Die Untersuchung der beschädigten Triebwerke wurde in der Garage an der Strecke vorgenommen.

Grosjean bekommt Geburtstagspause

Romain Grosjean feierte am Freitag in Bahrain seinen 29. Geburtstag. Als Geschenk ließ ihn sein Team im ersten Training direkt mal auf der Ersatzbank schmoren. Erst am Abend wurde dann gefeiert. Nach seiner Medienrunde bekam Grosjean eine Schoko-Torte mit Erdbeeren.

Nasr mit arabischen Wurzeln

Die Familie von Felipe Nasr ist in den 60er Jahren aus dem Libanon nach Brasilien ausgewandert. Aus Respekt vor seinen Wurzeln hat der Sauber-Pilot das Wort "Sieg" in arabischer Schrift auf dem Helm lackiert. Die Fans in Bahrain konnten es lesen. Nasr selbst spricht jedoch gar kein arabisch - dafür portugiesisch, italienisch und englisch. Die wichtigste Verbindung zu Heimat seiner Großeltern war das libanesische Essen bei seiner Großmutter. Jeden Samstag wurde die Oma besucht, als Felipe noch in Brasilien wohnte.

Allisons Mogel-Versuch fliegt auf

In einem persönlichen Interview mit dem britischen "Guardian" hat Ferrari-Technikchef James Allison zugegeben, dass er lieber ein Kampfjet-Pilot beim britischen Militär geworden wäre als ein Ingenieur. Doch weil der Mann aus Oxfordshire farbenblind ist, wurde nichts aus dem Traum. Um dennoch beim Militär aufgenommen zu werden, versuchte Allison sogar beim sogenannten "Ishihara-Farbtafel-Test" zu bescheißen. "Man kann die versteckten Zahlen und Zeichen auch anhand der Anordnung der Felder erkennen, ohne die Farben selbst zu unterscheiden. Ich habe extra Bücher dazu studiert. Doch der Arzt hat gemerkt, dass ich immer eine halbe Sekunde zur Lösung gebraucht habe. Dann hat er mir einen anderen Test vorgelegt, bei dem man leider nicht mogeln konnte."

Hembery feiert Fußball-Titel

Pirelli-Sportchef Paul Hembery hatte seine Augen am Samstag nicht nur auf der Strecke in Bahrain. Der Brite verfolgte parallel auch das Fußball-Match seines Lieblingsclubs Bristol City FC gegen Coventry. Bristol konnte vorzeitig die Meisterschaft in der dritten britischen Liga klarmachen. Ein 0:0 gegen Coventry reichte aus. "Es ist der erste Titel überhaupt. Nach 60 Jahren lausiger Leistungen gibt es endlich etwas zu feiern."

Korrekturen an der Williams-Box

Die Namensschilder über der Williams-Box zogen in Bahrain die Blicke auf sich. Am Mittwoch stand noch "Williams Martini Racing" über der Garage. Das "Martini" wurde wegen des Alkoholwerbeverbots allerdings hastig überklebt. Was nicht korrigiert wurde, war der falsch geschriebene Name von Valtteri Bottas. Der Vorname des Finnens wurde als "Vallteri" plakatiert.

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