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Radio Fahrerlager GP Bahrain

Sebastian Vettel bekommt nur Pokal-Kopie

Sebastian Vettel Foto: dpa 8 Bilder

Neben dem Sieg von Jenson Button gab es in Bahrain noch viele kleine Geschichten vom Rande der Rennstrecke. In unserer Serie "Radio Fahrerlager" haben wir die schönsten Anekdoten aus Bahrain zusammengefasst.

29.04.2009 Michael Schmidt

Formel 1-Fahrer sollen Rennen gewinnen, aber sie dürfen die Pokale nicht behalten. Der Fahrer bekommt von der Trophäe nur eine Kopie. Das Original geht ans Team. Das ist auch bei Red Bull so. Sebastian Vettel muss auf seinen Siegerpokal von Shanghai noch warten. "Wenigstens bezahlt das Team den Nachbau des Pokals", grinst der WM-Dritte. Bei McLaren müssen die Fahrer für die Pokalkopien selbst in die Tasche greifen.
 
Siegen verwöhnt

Als Sebastian Vettel als Zweitplatzierter auf das Podest in Bahrain kletterte, wunderte er sich: "Die haben mir einen Pokal in die Hand gedrückt, der war so klein, dass ich geglaubt habe, das muss ein Fehler sein. Ich wollte ihn schon an Trulli weiterreichen, als ich gesehen habe, dass der einen noch kleineren Pokal bekommt."

Kimi schimpft auf Coulthard

Der neue BBC-Reporter David Coulthard hat Stress mit Kimi Räikkönen, mit dem er von 2002 bis 2004 in einem Team bei McLaren-Mercedes fuhr. Coulthard plauderte bei einer TV-Analyse aus dem Nähkästchen. "Kimi war von allen meinen Teamkollegen derjenige, der am wenigstens zur Entwicklung des Autos beitrug." Worauf ihn Räikkönen in Bahrain zur Rede stellte: "Hast du schon mal einen Fahrer gesehen, der sein Auto selbst konstruiert?"

Silberne Partytruppe

Seit Ex-Chef Ron Dennis zu Hause bleiben muss, bastelt McLaren-Mercedes an einem neuen Image. Das früher so todernste Team löst Red Bull als Partytruppe ab. In Bahrain gab es einen ersten Versuch. Vor dem McLaren-Pavillion wurde eine Stehbar eingerichtet, und im Hintergrund dröhnte laute Popmusik.

Heimspiel für Buemi

Sebastien Buemi lebt offiziell in Bahrains Hauptstadt Manama. Der Schweizer Debütant stattet dem kleinen Königreich sechs bis sieben Mal im Jahr einen Besuch ab. Auch um seine Cousine Laura zu besuchen, die an Leukämie erkrankt ist. Der Bezug zu Bahrain kommt über seinen Onkel Humbert, der in Bahrain die Niederlassung der Schweizer Bank UBS leitet.

Mosley will Standard-Diffusor

FIA-Präsident Max Mosley will die Diffusordiskussionen mit einem Standardunterboden für 2010 beenden. Auch Ross Brawn glaubt, dass er von seinem Entwicklungsvorsprung nur noch in diesem Jahr profitieren wird. "Ich hoffe, dass Max früh genug seine Pläne bekannt gibt. Wir müssen spätestens im Mai mit den 2010er Autos loslegen, weil das Verbot der Tankstopps das Fahrzeugkonzept auf den Kopf stellt. Es verlangt riesige Tanks."

Webber-Ratschlag Richtung Schumi

Mark Webber wundert sich, dass Michael Schumacher trotz zahlreicher Stürze das Motorradfahren auf der Rennstrecke nicht lassen will. "Auch ich finde diese Maschinen geil. Aber Rennen? Nein danke." Der Australier unterhielt sich kürzlich mit seinem Landsmann Mick Doohan. Der mehrfache Motorradchampion rät Formel 1-Piloten vom Umstieg auf zwei Räder ab. "Mick hat mich gewarnt: Bis du richtig schnell bist, fällst du mindestens zehn Mal böse vom Motorrad. Wenn du jung bist, gehört das zu deinem Job. Aber im fortgeschrittenen Alter würde er das keinem raten. Michael sollte auf ihn hören. Mick weiß, wovon er spricht."

Montezemolo sarkastisch

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo tauchte am Sonntag im Fahrerlager auf. Der eloquente Italiener erinnerte sich bei der Fahrt vom Flughafen an die Rennstrecke an seine eigene Zeit als Rennleiter. "Mein erster Einsatz war der GP England 1973. Damals standen unsere Fahrer Jacky Ickx und Arturo Merzario auf den Startplätzen 16 und 18. Verglichen mit dieser Zeit stehen wir heute nur halb so schlimm da."

Keine Zeit für Ecclestone-Pretiosen

Bernie Ecclestone ließ 26 Formel 1-Autos aus seinem Museum im englischen Biggin Hill nach Bahrain bringen. Vom Talbot-Lago aus dem Jahr 1950 bis zum Staubsauger-Brabham von 1978. Die Pretiosen kamen per Seefracht an den persischen Golf. Den Veranstalter kostete der Spaß eine siebenstellige Summe. Es hat sich dennoch gelohnt. Vor dem Zelt, in dem die Autos ausgestellt waren, bildeten sich riesige Schlangen. Eigentlich sollte ein Teil der Autos auch im Vorprogramm zum Grand Prix fahren. Pink Floyd-Schlagzeuger Nick Mason hatte sich schon darauf gefreut, den B.R.M. P83 mit 16-Zylinder-Motor um den Kurs zu pilotieren. Das Auto gehörte ursprünglich ihm, bevor er es an Ecclestone verkauft hatte. Es kam nicht dazu. Bernie fluchte: "Die Rahmenrennen am Sonntag haben sich so verzögert, dass für meine alten Autos keine Zeit mehr war."

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