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Radio Fahrerlager GP Belgien 2010

Die heißesten Storys aus Spa-Francorchamps

Rubens Barrichello Foto: Williams F1 36 Bilder

Die kleinen aber nicht minder interessanten Geschichten aus Spa-Franchorchamps gibt es wie immer in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Dieses Mal mit Sebastian Vettel, Mark Webber, Rubens Barrichello, Nico Rosberg, Michael Schumacher, Sauber, Mercedes und Red Bull.

01.09.2010 Michael Schmidt

Keine Liebe von Mercedes

Gerüchte, wonach Mercedes im nächsten Jahr Red Bull statt Force India mit Motoren ausrüstet, weil Force India die Rechnungen unpünktlich bezahlt, wurden von den Beteiligten abgestritten. Mercedes-Rennleiter Norbert Haug: "Herr Mallya von Force India bezahlt vorbildlich seine Rechnungen. Es gibt keine Pläne, die Kunden zu wechseln." Red Bull-Berater Helmut Marko fügte hinzu: "So, wie sie uns bei Mercedes lieben, kann ich mir nicht vorstellen, dass wir Motoren bekommen."

Leben mit tödlicher Technik

Sebastian Vettel zählt zu den wenigen Fahrern der neuen Generation, die noch Sinn für Motorsporthistorie haben. Der WM-Dritte hat mit Interesse die TV-Dokumentation über Jochen Rindt gesehen. "War schon ein cooler Typ", urteilt Vettel. Die Geschichte mit der Bremswelle, die den Unfall verursacht hat, lässt dem Heppenheimer keine Rolle: "Ein Wahnsinn, wie die Fahrer damals mit dieser Ungewissheit, ob die Technik hält, leben mussten."

Die glückliche Sieben

Die Zahl 7 hat für Michael Schumacher in Spa eine besondere Bedeutung. Mit einem siebten Startplatz startete der Rekordsieger 25. August 1991 in Spa seine einmalige Formel 1-Karriere. Am 29. August 2004 wurde er in Spa zum siebten und bislang letzten Mal Weltmeister. Am 29. August 2010 wurde er im Mercedes GP Siebter. Auf seinen siebten Sieg nach 1992, 1995, 1996, 1997, 2001 und 2002 wartet er noch. Genau genommen hat Schumacher schon sieben Mal auf der Ardennenpiste gewonnen. 1994 wurde ihm der Sieg mit der fadenscheinigen Begründung aberkannt, dass die Bodenplatte seines Benetton zu stark abgenutzt war. Dafür gab es eine plausible Erklärung. Schumacher hatte sich die Platte bei einem Dreher über die Randsteine der Pouhon-Kurve beschädigt.

Barrichello klaut bei Schumi

Rubens Barrichello hat zu seinem 300. Grand Prix ein T-Shirt entwerfen lassen, dass einen Tacho zeigt, auf dem der Zeiger auf 300 steht. "Mein Web-Designer hat das T-Shirt entworfen. Die Idee habe ich mir von Michael Schumacher geklaut. Er hatte bei seinem 200. Grand Prix etwas Ähnliches gemacht. Das fand ich cool." Anfangs wollte Barrichello das T-Shirt nur an Freunde und Teammitglieder verschenken. "Dann kamen über Twitter so viele Anfragen von Fans, dass ich die Shirts jetzt verkaufe. Der Erlös kommt einem wohltätigen Zweck zugute.

Campingfrust bei Frau Barrichello

Zum Jubiläumsrennen reisten auch Frau Silvana und sowie Barrichellos Vater und Onkel nach Spa. Der Rubinho-Clan schlug sein Campinglager in der Nähe der La Source-Haarnadel auf. "Ich hasse Camping", klagte die Gattin wegen des anhaltenden Regenwetters. "Warum können wir nicht in einem normalen Hotel übernachten wie jeder andere auch."

Webber noch nicht in WM-Laune

Mark Webber versucht jeden Gedanken an die WM zu verdrängen. "Es reicht, wenn ich mir drei Rennen vor Schluss anfange, darüber Gedanken zu machen." Der Australier sieht seine gute Ausgangsposition nicht als letzte Chance, den Titel noch zu holen. "Leute, habt ihr vergessen, dass ich auch 2011 noch für Red Bull fahre?"

Guter Draht zur FIA

McLaren lässt im Frontflügelstreit mit Red Bull und Ferrari nicht locker. Red Bull-Chefdesigner Adrian Newey spottet: "Hat McLaren-Technikchef Paddy Lowe schon einen Schreibtisch im Büro der FIA?"

Keine unbequemen Fragen

Sechs Fans erhalten beim Saisonfinale in Abu Dhabi ein Super-Ticket. Neben einem Training in der Box eines Teams und einem Frühstück mit einem Fahrer nach Wahl erhalten die Gewinner eines Wettbewerbs auch je einen von den Fahrern unterschriebenen Helm. Als einziger verweigerte Lewis Hamilton zunächst die Unterschrift. Als ein News of the World-Reporter bei der McLaren-Pressestunde Hamilton nach seinen Gründen für die Ablehnung fragen will, grätschte Teamchef Martin Whitmarsh im besten Ron-Dennis-Stil dazwischen: "Diese Frage ist hier nicht erlaubt." Angeblich stellt Hamilton Helme nur zu Wohltätigkeitszwecken zur Verfügung.

Entschuldigung zweiter Klasse

Michael Schumacher hat sich per SMS bei Rubens Barrichello für das beinharte Duell in Ungarn entschuldigt: "Wenn du das Gefühl hattest, ich wollte dich in die Mauer abdrängen, dann sorry. Das war nicht der Fall." Barrichello gab zurück: "Der Fall ist abgehakt, das Leben geht weiter." Angeblich kam Schumachers Entschuldigung nicht ganz freiwillig. Sie soll von Mercedes empfohlen worden sein.

McLaren übertreibt es etwas

Der Getriebeschaden von Lewis Hamilton beim GP Ungarn ist geklärt. Der für McLaren ungewöhnliche Defekt hat eine seltsame Vorgeschichte. Das Kegelrad in der Kraftübertragung brach, weil es bei Tests auf dem Prüfstand zu stark beansprucht und vorgeschädigt wurde. Teamchef Martin Whitmarsh: "Wir haben es mit unseren Prüfkriterien etwas übertrieben.

Sauber ist unverkäuflich

Um Sauber ranken sich weiter Verkaufsgerüchte. Die einen sehen Gerhard Berger als Nachfolger von Peter Sauber. Der Österreicher dementiert: "Wenn der Peter Sauber Mühe hat, Sponsoren zu finden, dann tue ich mich genauso schwer." Peter Sauber sagt dazu: "Der Gerhard und ich haben keinen Kontakt zu diesem Thema." Auch die Gerüchte, dass Nicolas Todt, der Sohn des FIA-Präsidenten, Interesse an dem Schweizer Rennstall habe, reißen nicht ab. "Es stimmt, dass Todt Interesse hat, aber ich hatte ihm schon vor ein paar Monaten gesagt, dass wir nicht verkaufen. Das ist immer noch der aktuelle Stand", ließ sich Peter Sauber entlocken.

Rosberg quält sich

Nico Rosberg absolvierte in der Sommerpause seinen ersten Triathlon über die olympische Distanz in Kitzbühel. In Spa erzählte der Mercedes-Pilot stolz von der Premiere. "Das war ein tolles Erlebnis, auch wenn ich beim Schwimmen ständig unter Wasser gedrückt wurde. Beim Radfahren ist Jörg Jaksche (Radprofi) in einem unglaublichen Tempo an mir vorbeigefahren. Und beim Laufen habe ich am Ende brutal gelitten." In der sehr respektablen Zeit von 2:07 Stunden quälte sich der Youngster über die Distanz.

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