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Radio Fahrerlager GP Belgien 2014

Die heißesten Storys aus Spa

Fernando Alonso - GP Belgien 2014 Foto: Ferrari 36 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Belgien passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel 1-Gerüchteküche gesammelt. Dieses Mal mit Fernando Alonso, Romain Grosjean, André Lotterer, Christian Horner und vielen mehr ...

27.08.2014 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Vierjahres-Vertrag für Max Verstappen

Jos Verstappen war in Spa ein viel gefragter Mann. Der Vater von Wunderkind Max konzentriert sich voll auf die Betreuung seines Sohnes: "Mein letztes Autorennen bin ich 2009 in Le Mans gefahren. Ich muss sagen, mir macht die neue Arbeit mindestens so viel Spaß wie die alte." Michael Schumachers ehemaliger Teamkollege scheint auch ein knallharter Geschäftsmann zu sein. Verstappen senior handelte für seinen Sohn einen Vierjahres-Vertrag (inkl. Optionen) mit Red Bull aus. Im Fahrerlager wurde eifrig gespottet: "So weit ist es gekommen. Da diktieren ein 16-Jähriger und sein Vater Red Bull schon die Bedingungen."

Helmut Marko überzeugt von Verstappen-Potenzial

Red Bull-Berater Helmut Marko freut sich königlich über seinen Schachzug mit Max Verstappen: "Andere reden von Nachwuchsarbeit, wir setzen sie um." Der Österreicher bot auch gleich eine Wette an: "100 Euro, dass Verstappen vom ersten Rennen an mit Kvyat mithalten kann. Wir haben ihn bei Regen am Red Bull-Ring in einem Formel Renault-Auto fahren lassen. Nach 10 Runden hat er Rundenzeiten hingelegt, als er hätte er noch nie etwas anderes gemacht."

Button bei McLaren unter Druck

Die Gerüchteküche will wissen, dass McLaren mit Romain Grosjean Kontakt aufgenommen hat. Kein Wunder, denn Teamchef Eric Boullier kennt den Franzosen aus seiner Lotus-Zeit. Es ist vermutlich ein weiterer Schachzug, um Jenson Button dazu zu bewegen, einen neuen Einjahresvertrag für weniger Geld zu unterschreiben. In einem BBC-Interview mit David Coulthard nahm Button erstmals das Wort "Rücktritt" in den Mund. Nachsatz: "Wenn man mich dazu zwingt."

Ferrari kämpft nur noch um Platz 3

Fernando Alonso hat sein Saisonziel korrigiert. Nicht mehr der Vize-Titel ist für Ferrari Pflicht, sondern Platz 3. "Wir müssen den dritten Platz gegen Williams sichern. Das heißt für die Williams-Strecken Spa und Monza, dass wir so wenig wie möglich Punkte abgeben dürfen." In Spa haben die Ferrari-Piloten das Soll übererfüllt. Sie fuhren mit 18 Punkten nach Hause, Williams nur mit 15. Auch in der Fahrerwertung will Alonso noch auf Rang 3, gibt aber zu: "Das ist ein ambitionierter Plan." Daniel Ricciardo liegt derzeit 35 Punkte vor dem Spanier.

Erster Formel 1-Test 2015 am 1. Februar

Die vorläufigen Testtermine stehen fest. Die Wintertests 2015 sollen am 1. Februar (Sonntag) in Jerez beginnen. Sie dauern bis zum 4. Februar. Wenn es beim Saisonstart am 15. März 2015 in Melbourne bleibt, dann testet die Formel 1 vom 19. bis 22. Februar und vom 26. Februar bis 1. März noch zwei Mal in Barcelona. Sollte Bernie Ecclestone Bahrain den WM-Auftakt schenken und ihn eine Woche vor Melbourne platzieren, verschieben sich die Barcelona-Testtermine um je eine Woche nach vorne.

Formel 1 macht Heimaturlaub

Wie haben die Fahrer ihre Sommerpause verbracht? Felipe Massa trat den weiten Heimflug nach Sao Paulo an und entspannte sich mit der Familie. Lewis Hamilton flog mit seinen Hunden nach Colorado. Nico Rosberg vertrieb sich die Zeit in Südfrankreich und Neapel mit einer "Pizza-Tour". Nico Hülkenberg urlaubte eine Woche in Ibiza. Valtteri Bottas besuchte seine Heimat Finnland. Eine Visite bei der Rallye Finnland lag nicht drin. "Ich habe sie am Fernseher verfolgt." Auch Sergio Perez war auf Heimaturlaub. "Zuerst habe ich mich um meine Stiftung in Mexiko gekümmert, dann noch fünf Tage am Strand angehängt."

Mercedes-Technikchef in Sibirien

Den ungewöhnlichsten Urlaub in der Sommerpause verbrachte Mercedes-Technikdirektor Paddy Lowe. Der Engländer besuchte Sankt Petersburg und reiste dann an den Baikalsee. Von dort ging es in drei Tage mit der Transsib nach Moskau. Genau der Gegensatz zum hektischen Formel 1-Geschäft. "Ich liebe Zugfahren. Es ist so wunderbar entspannend", verriet Lowe.

Vettel und Coulthard im Privatjet von Belgien nach Sochi

Sebastian Vettel hat einen vollen Terminkalender. Noch in der Nacht nach dem GP Belgien reiste der Weltmeister zusammen mit David Coulthard in einem privat angemieteten Jet nach Sochi. Dort drehten die beiden in Infinitis die ersten Runden auf dem neuen Formel 1-Kurs.

Ferrari hat Kolben modifiziert

Die Eingriffe der Motorenhersteller an ihren Antriebseinheiten werden nicht kommuniziert. Man erfährt darüber nur über den Fahrerlagerfunk. Die Hersteller wissen untereinander von den Änderungen. So kam heraus, dass alle drei bereits den Antrieb der MGU-K verstärkt haben. Oder dass Renault nach Sebastian Vettels Motorschaden in Monte Carlo in der MGU-H die Welle und die Lager modifizierte. Mercedes und Renault reagierten auf die jüngsten Motorfeuer und tauchten in Spa mit neuen Benzinleitungen im Bereich der Hochdruckeinspritzung auf. Den vielleicht spektakulärsten Eingriff nahm Ferrari schon relativ früh im Jahr vor. An allen Ferrari V6 mussten die Kolben modifiziert werden. Es gab wohl ein Zuverlässigkeitsproblem.

Red Bull zieht Getriebejoker

Drei Teams haben erst den Getriebejoker gezogen. Der erlaubt eine neue Übersetzung pro Jahr. Toro Rosso stellte in Monaco um, McLaren in Deutschland und Red Bull in Belgien. Bei Red Bull wurden der erste, zweite, siebte und achte Gang länger ausgelegt. Es geht klar Richtung Top-Speed.

Sieg und Knöllchen für Ricciardo

Daniel Ricciardo feierte in Spa seinen dritten Saisonsieg, bekam aber auch seine erste Strafe aufgebrummt. Der Australier musste wegen Tempo-Überschreitung in der Boxengasse 1.000 Euro in die FIA-Kasse zahlen.

Eiskübel für Alonso, Ricciardo, Hamilton, Bianchi und Button

Die Ice-Bucket-Challenge hat das Fahrerlager in Spa erreicht. Daniel Ricciardo machte den Anfang. Später legten Fernando Alonso und Lewis Hamilton nach. Auch die Red Bull-Chefs Adrian Newey und Christian Horner genossen die kalte Dusche für den guten Zweck. Wieder daheim zogen auch Jenson Button und Jules Bianchi mit Eiskübeln nach. Einfacher wäre es gewesen, wenn sich die Mutigen beim kurzen Hagelschauer am Samstagmittag einfach vor die Tür gestellt hätten.

Deutsches Trio bei Fahrerparade

Zur Unterhaltung der Zuschauer wurden die F1-Piloten vor dem Rennstart mit Oldtimern um die Strecke kutschiert. Neben den 21 belgischen Klassikern war auch ein Mercedes 190 SL mit deutschem Kennzeichen bei der Fahrerparade am Start. Günther Lassak aus Reithofen sollte eigentlich nur den Chauffeur für Nico Hülkenberg spielen. Doch dann blieb der für Adrian Sutil vorgesehene Alfa Romeo liegen und plötzlich hatte Lassak 2 Beifahrer in seinem engen Cabrio.

Bleibt Horners Glücksbart dran?

Christian Horner tauchte in Spa mit deutlich mehr Gesichtsbehaarung auf als früher. Auf den Bart angesprochen erklärte der Red Bull-Teamchef schon am Freitag: "Das ist noch aus dem Urlaub. Da rasiert man sich ja mal ein paar Tage nicht. Ich dachte, ich lasse es einfach so. Wenn wir gewinnen, bleibt der Bart vielleicht noch etwas länger dran." Wir sind gespannt, wie Horner in Monza auftauchen wird.

Pokalsammlung bei Bottas Senior

Normalerweise bekommen Formel 1-Piloten Kopien der Pokale, die sie gewinnen. Die Originale behält in der Regel der Rennstall. Bei Valtteri Bottas ist das anders. Er darf die echten Trophäen behalten. Obwohl Bottas in Monaco lebt, wandert die Silberware nach Finnland. Vater Rauno Bottas kümmert sich um die Pflege. Wenn der Sohnemann weiter in dem Tempo Pokale abstaubt, wird der Kaminsimms wohl bald zu klein sein.

Unerfreulicher Termin für Lotterer

André Lotterer hatte auch nach seinem Formel 1-Debüt einen vollen Zeitplan. Am Montag nahm der Premierenmann am belgischen Charity-Golf-Event "Stars & Drive" teil, bei dem auch Rallye Deutschland-Sieger Thierry Neuville dabei war. Am Dienstag musste Lotterer auch noch einen unerfreulichen Termin wahrnehmen. Die Beerdigung seiner erst eine Woche zuvor im Alter von 90 Jahren verstorbenen Großmutter stand an.

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