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Radio Fahrerlager GP Belgien

Die heißesten Storys aus Spa

Pirelli - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2016 Foto: xpb 62 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Belgien passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel 1-Gerüchteküche gesammelt. Dieses Mal mit Daniel Ricciardo, Sergio Perez, Pierre Gasly, David Coulthard und vielen mehr ...

31.08.2016 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Brasilianer bei Olympia

Felipe Massa und Felipe Nasr verbrachten die Sommerpause in ihrer Heimat Brasilien. Auch um sich die Olympischen Spiele in Rio anzuschauen. Während Massa vom Live-Erlebnis des 100 Meter-Laufs mit Usain Bolt schwärmte, war Nasr beim Beach-Volleyball, Schwimmen und Tennis. Auch Valtteri Bottas trieb sich im Schwimmstadion herum. Seine Freundin Emilia Pikkarainen ist Mitglied des finnischen Schwimmteams.

Gerüchte um Gasly-Debüt in Monza

Lange war Pierre Gasly das Sorgenkind von Red Bull. Der Franzose wollte einfach kein GP2-Rennen gewinnen. Obwohl er oft in Führung lag, kam immer wieder etwas dazwischen. Bis in Silverstone der Knoten platzte. Jetzt geht es Schlag auf Schlag. In Spa gewann Gasly schon zum dritten Mal. Red Bull-Berater Helmut Marko lachte schelmisch: „Seit der Gasly in Silverstone einen Unfall hatte, gewinnt er. Das scheint ihn aufgeweckt zu haben.“ Marko spricht nicht von einem Rennunfall. Gasly hatte als Beifahrer auf der Fahrt zur Strecke einen bösen Crash auf der Straße. Gerüchte, der 20-Jährige aus Rouen würde schon in Monza den unglücklichen Daniil Kvyat bei Toro Rosso ablösen, werden von Marko energisch bestritten: „Das ist absoluter Blödsinn.“

Gedenken an Erdbeben-Opfer

Pirelli gedachte der Opfer beim Erdbeben im italienischen Amatrice. Der italienische Reifenhersteller hing eine Landesflagge mit einer schwarzen schleife neben die Eingangstür des Motorhomes. Alle Mitarbeiter trugen eine schwarze Armbinde. Die FIA und FOM nahmen sich ein Beispiel an Pirelli und zeigten ebenfalls ihre Gedenken an die Opfer öffentlich. Auch bei Ferrari hatten die Mitarbeiter eine schwarze Schleife als Trauerzeichen am Revers.

Coulthard verpasst Prämien

David Coulthard hat in seiner Karriere immer gut verdient. Doch der Schotte, heute in Diensten von Channel 4, trauert immer noch verlorenem Geld hinterher. „McLaren hat mich zwei Mal ohne Not zum Boxenstopp reingeholt. Deshalb habe ich in Montreal 1997 und Brasilien 2003 das Rennen verloren. Jeder Sieg hätte mir eine Extraprämie von einer Million Dollar eingebracht. Ich darf gar nicht darüber nachdenken, was ich heute mit den zwei Millionen alles anfangen könnte.“

Japaner machen keinen Urlaub

Während die Teams in der Sommerpause zwei Wochen Ferien machen mussten, lief das Programm bei Pirelli und den vier Motorenherstellern weiter. Mercedes bereitete zwischen dem GP Deutschland und dem GP Belgien fünf neue Antriebseinheiten für Lewis Hamilton und Nico Rosberg vor. Dazu jene Änderungen an der Peripherie der Ausbaustufe, die sofort bei den Kunden eingebaut werden konnten. Für sie ging ein Token drauf. Der Rest des Upgrades folgt wahrscheinlich in Suzuka. Auch bei Honda wurde mit Volldampf an der Motoren-Evolution gearbeitet. Jenson Button juxte: „Die Japaner verstehen nicht, wie man zwei Wochen in die Ferien gehen kann. Bei ihnen ging es rund um die Uhr weiter.“

Hamilton macht Party-Ferien

Die Fahrer verbrachten die Sommerpause je nach Naturell unterschiedlich. Nico Rosberg machte in Ibiza auf Familie. Nico Hülkenberg verbrachte zwei Wochen in Mallorca abseits der Touristenströme. „Kein Anruf, keine Mails. Mensch, tut das gut.“ Jenson Button tourte durch Kalifornien. Romain Grosjean verbrachte mit der Familie internetfreie zwei Wochen auf Korsika. Esteban Ocon verbesserte seine Surf-Kenntnisse mit den Profis von Quiksilver. Daniil Kvyat blieb zu Hause und versuchte seinen Formel 1-Frust zu vergessen. Lewis Hamilton grinste: „Mein Urlaub war ein bisschen aufregender. Ich war in sechs oder sieben verschiedenen Ländern, bevor ich eine Woche an einem Strand hängenblieb.“ Natürlich war auch viel Party dabei. Hamilton wurde beim Karneval auf Barbados gesehen.

Perez mit glücklichem Händchen

Sergio Perez verbrachte Teile der Sommerferien in seiner mexikanischen Heimat. Auch ein Kurztripp nach Las Vegas stand auf dem Programm. „Ich habe nur Blackjack gespielt und dabei sogar Geld gewonnen“, berichtete der Force India-Pilot.

Ricciardo fährt Lowrider

Daniel Ricciardo war für eine P.R.-Aktion in Los Angeles unterwegs, wo er verschiedene landestypische Autos ausprobieren durfte, darunter auch Hotrods und Lowrider. „Das war wirklich extrem. Ich habe vorher noch nie in einem Lowrider gesessen. Wenn man nur geradeaus fahren will, muss man ständig mit dem Auto kämpfen. Es schwankt hin und her. Aber es hat Spaß gemacht.“

Sauber zeigt Flagge

Sauber war in Spa nicht nur mit einem neuen Aero-Paket sondern auch mit einer geänderten Lackierung unterwegs. Auf dem Heckflügel konnte man lesen: „Schweiz – Suisse – Svizzera“. Dazu noch das Schweizer Kreuz auf rotem Grund. Damit wollen die neuen Investoren zeigen, dass sie nicht nur die deutschsprachige Schweiz in der Formel 1 vertreten sondern auch die französisch- und italienisch-sprachigen Landesteile.

Zuschauer-Ansturm in Spa

Roland Bruynseraede war der Vorgänger von Charlie Whiting als FIA-Renndirektor. Der Belgier staunte, als er die vollen Zuschauerplätze in Spa sah: „Also ich bin jetzt seit 45 Jahren beim Grand Prix von Belgien dabei, habe alle Rennen auf der neuen Strecke von Spa, dazu Zolder und Nivelles gesehen. Aber so einen Ansturm gab es noch nie.“ Bruynseraede hatte einen denkbar schwierigen Start als Rennleiter. „Mein erster Einsatz war Zolder 1982. Der Grand Prix, bei dem Gilles Villeneuve im Training gestorben ist. Damals gab es keine TV-Liveübertragung, wo du alles siehst. Irgendwann bekam ich einen Funk von einem Streckenposten, der nur gesagt hat. Zeig die rote Flagge. Wir haben hier einen schweren Unfall.“

Force India gegen neuen Pirelli-Reifen

Pirelli hat in Spa Experimentalreifen an die Teams verteilt. Sie haben eine stärkere Seitenwand, um den Reifen besser gegen Beschädigungen beim Überfahren von Randsteinen zu schützen. Laut Pirelli war die Mischung des Prototypen vergleichbar mit dem Soft-Reifen. Die Teams zweifelten das an. „Der Reifen lag vom Fahrgefühl und seinen Eigenschaften eher am Medium als am Soft“, bedauerten Fahrer und Ingenieure. Pirelli würde die neue Konstruktion am liebsten noch in dieser Saison einführen, idealerweise beim GP Malaysia. Doch dazu braucht der Reifenhersteller entweder die Zustimmung aller Teams oder er muss die FIA bitten, die Reifenkonstruktion aus Sicherheitsgründen durchzudrücken. Das ist allerdings nur die zweitbeste Lösung, weil man daraus schließen könnte, dass die aktuellen Reifen unsicher sind. Eine Zustimmung aller Teams ist nicht zu erwarten. „Wir werden uns gegen diesen Reifen aussprechen. Er ist uns zu hart“, heißt es bei Force India.

Foto-Verbot hinter Eau Rouge

Viele Fans werden sich gewundert haben, warum es vom heftigen Magnussen-Crash nur TV-Aufnahmen, aber keine Fotos gegeben hat. Grund für den Mangel an Standbildern waren die hohen Sicherheitsauflagen der FIA. Der Bereich hinter Eau Rouge und um Raidillon ist für Fotografen aus Angst vor Highspeed-Abflügen gesperrt. Hier wurde eine sogenannte „Rote Zone“ eingerichtet, in der sich keine Personen aufhalten dürfen. So gab es weder Fotos vom Crash noch von den Bergungsarbeiten.

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