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Radio Fahrerlager GP Brasilien 2011

Die heißesten Storys aus Sao Paulo

Sebastian Vettel - GP Brasilien - 26. November 2011 Foto: Red Bull 24 Bilder

Auch Abseits der Strecke ist beim GP Brasilien viel passiert. Wir haben für Sie die kleinen, aber besonders interessanten Geschichten in unserer Rubrik Radio Fahrerlager gesammelt. Dieses Mal mit Sebastian Vettel, Rubens Barrichello, Jacques Villeneuve, Nelson Piquet, Ronaldo und vielen mehr...

30.11.2011 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Piquet provoziert die Fans

Nelson Piquet saß nach langer Zeit wieder in einem Formel 1-Auto. Der dreifache Weltmeister drehte am Renntag mit seinem Brabham BT49C von 1981 vier viel bejubelte Runden in Interlagos. Im letzten Umlauf leistete sich der mittlerweile 59-jährige Brasilianer einen Affront. Er kramte plötzlich eine Flagge des Rio-Fußballclubs Vasco da Gama im Cockpit hervor und fuhr sie vor dem verdutzten Publikum spazieren. Bei der Rivalität zwischen den beiden größten brasilianischen Städten ein Affront. Ausgerechnet an diesem Wochenende fiel in der brasilianischen Meisterschaft die Entscheidung zwischen Vasco da Gama und den Corinthians aus Sao Paulo. Die Tageszeitungen aus Sao Paulo widmeten Piquets Flaggenfahrt am Montag nach dem Rennen fast so viel Platz wie dem Grand Prix.

Dinner mit Jenson

Der letzte Grand Prix des Jahres ist das Rennen der Einladungen. Jenson Button bezahlte den englischen Journalisten ein Essen in einer Churrascaria. Also Fleisch, soviel man essen kann. Rubens Barrichello lud das Williams-Team zum Kartfahren ein.

Villeneuve war Indy-Finale zu gefährlich

Jacques Villeneuve tauchte überraschend im Fahrerlager von Interlagos auf. "Ich bin hier nur auf Urlaub", wehrte der Kanadier ab. Villeneuve bestritt in diesem Jahr vereinzelt Stockcar-Rennen zur südamerikanischen Meisterschaft. "Im nächsten Jahr will ich wieder eine komplette Meisterschaft fahren. Ich bin noch auf der Suche nach Möglichkeiten." Die Einladung für das IndyCar-Finale in Las Vegas, bei dem Dan Wheldon zu Tode kam, hatte der Weltmeister von 1997 trotz des ausgelobten Preisgeldes von fünf Millionen Dollar abgesagt. "Genau aus diesem Grund. Wenn 34 Leute auf einem kleinen Oval fahren, dann sind da immer ein paar Spinner oder Anfänger dabei, die Unfälle auslösen können. Nichts gegen Risiko, aber das war mir zu groß. Ich weiß, was es heißt mit 300 Sachen in eine Mauer zu fliegen."

Sauber Spitze ins Sachen Strafen

Virgin fasste die letzte Strafe des Jahres aus. Der englische Rennstall bekam für das lose Rad am Auto von Timo Glock eine Buße von 5.000 Euro aufgebrummt. Insgesamt kassierte die FIA von fünf Teams und 17 Fahrern die Summe von 94.600 Euro. Spitzenreiter waren das Sauber-Team mit 20.000 Euro Buße und Bruno Senna, der für zwei Vergehen in Summe mit 12.000 Euro belastet wurde.

Piquet Jr. sucht sein Glück in der Nascar

Nelson Piquet brachte seine ganze Familie mit zum GP Brasilien. Darunter auch Sohn Nelsinho, der bis vor zwei Jahren noch bei Renault in der Formel 1 gefahren ist. Nelsinho hat gerade seine zweite Saison in der Nascar-Truckserie abgeschlossen. "Für mich war die Ovalfahrerei ein totaler Neubeginn. Ich habe in diesem Jahr einige zweite Plätze geschafft und werde 2012 dort meine dritte Saison fahren." Piquet junior will nicht den Fehler vieler Monoposto-Fahrer machen und überstürzt in die große Nascar-Serie mit den StockCars einsteigen. "Das bleibt mein Ziel. Ich will der erste Formel 1-Pilot werden, der ein Nascar-Rennen auf einem Oval gewinnt. Montoya hat bis jetzt nur einen Sieg auf einer Rundstrecke geschafft." Ganz richtig liegt Piquet damit nicht. Mario Andretti hat 1967 das Daytona 500 gewonnen.

FIA verschärft Frontflügeltests

Schlechte Nachricht für Red Bull, Ferrari und alle die Teams, die Flatterflügel in der Entwicklung eingeplant haben. Die FIA wird für die kommende Saison die Belastungstests für die Frontflügel verschärfen. Die maximal erlaubte Verformung beim statischen Belastungstest soll bei einem Gewicht von 100 Kilogramm von 20 auf zehn Millimeter reduziert werden.

Red Bull: 203 Mio. Euro für den WM-Titel

Das englische Companies House hat die Budgets der in England stationierten Formel 1-Teams für die Saison 2010 veröffentlicht. Demnach war Red Bull der erste WM-Titel von Sebastian Vettel die Summe von 175 Millionen Pfund (203 Millionen Euro) wert. Auf Platz zwei der Geldverbrennungsliste steht McLaren mit 135 Millionen Pfund (160 Millionen Euro), gefolgt von Mercedes mit 126 Millionen Pfund (146 Millionen Euro), Renault 122 Millionen Pfund (142 Millionen Euro), Williams 85 Millionen (99 Millionen Euro) und Force India mit 74 Millionen Pfund (86 Millionen Euro).

Pokal aus der Tiefe

In die Trophäen für die drei Erstplatzierten hatte Hauptsponsor Petrobras eine Besonderheit einbauen lassen. In einem goldenen Ring am oberen Teil der Pokale wurde ein heller Stein eingebracht, der aus einem Ölfeld 5.000 Meter unter dem Meer ans Tageslicht befördert wurde. Für Trophäen-Sammler Sebastian Vettel sicher ein Grund zur Freude.

Rubens muss noch 212 Rennen fahren

Rubens Barrichello betrieb bei seinem Heimrennen Werbung in eigener Sache, damit er 2012 im Alter von 40 Jahren auch noch in seine 20. Formel 1-Saison gehen kann. "Eigentlich müsste man meinen mittleren Namen in Rubens F1 Barrichello ändern", grinste der Dauerbrenner, der in der Winterpause immer fünf Handys dabei haben will, um keinen Anruf zu verpassen. Die jüngere Fahrergeneration kennt gar keine Formel 1 ohne den Brasilianer. Sebastian Vettel hatte sogar fälschlicherweise die Behauptung weiterverbreitet, dass Barrichello bei mehr als der Hälfte aller jemals gefahrenen Grand Prix-Rennen am Start war. Mit 323 von 858 Rennen kommt der Oldie aber "nur" auf eine Quote von 37,6 Prozent. Wollte er wirklich auf 50 Prozent kommen, müsste Barrichello noch 212 weitere Grand Prix fahren.

Ronaldo Jr. ohne Bock auf Formel 1

Nach seinem Besuch in Abu Dhabi war der brasilianische Ex-Fußballstar Ronaldo auch beim Heimrennen in Sao Paulo zu Gast. Mit dabei war sein kleiner Sohn Alex, der allerdings nicht viel Lust auf Formel 1 hatte. "Gehen wir jetzt endlich nach Hause", fragte der Junior, als Ronaldo noch vor dem Start für die BBC ein Interview gab. Moderator Jake Humphrey fragte den Sechsjährigen darauf, ob er sich denn gar nicht auf den bevorstehenden Grand Prix freue, antwortet der Kleine knapp aber deutlich: "Nein."

Button 2011 besser als Vettel 2010

Noch etwas für Statistikfreunde: Die drei Piloten auf dem Brasilien-Podium waren am Ende auch die ersten drei in der Fahrerwertung. Mit seinem Sieg überholte Mark Webber noch Fernando Alonso. Der Ärger des Spaniers wird sich in Grenzen halten. Nun muss er wenigstens nicht zu offiziellen FIA Gala nach Indien reisen. Noch zwei interessante Zahlen: Sebastian Vettel hätte mit seinen 392 WM-Punkten ganz alleine Platz drei im Konstrukteurspokal - vor Ferrari - geschafft. Und Jenson Button hatte mit 270 Zählern am Ende dieser Saison zwölf Punkte mehr auf dem Konto, als Vettel 2010 in seinem Weltmeisterjahr.

Vettel im Mansell-Look

Nachdem er den Pole Position-Rekord von Nigel Mansell geknackt hatte, sah man Sebastian Vettel zusammen mit seinen Mechanikern mit angeklebten Schnauzbärten. "Ist ganz plötzlich gewachsen", grinste der Deutsche. Vettel hatte den Kunst-Schnauzer in einem Flughafen-Shop gesehen und für den Rekord-Fall spontan zugeschlagen.

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