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Radio Fahrerlager GP Brasilien 2012

Die heißesten Storys aus Sao Paulo

Sao Paulo Dinner 2012 Ecclestone Piquet Whiting Lauda Blash Foto: Reinhard 63 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Sao Paulo passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der brasilianischen Gerüchteküche gesammelt. Dieses Mal mit Berne Ecclestone, Nelson Piquet, Nico Hülkenberg, Sebastian Vettel und vielen mehr...

21.11.2012 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Überstunden trotz Titel

Sonntag. 19 Uhr Ortszeit im Fahrerlager. Alle Teamchefs, Techniker und Fahrer sind schon weg. Nur eine Truppe sitzt noch beim De-Briefing. Red Bull beendet den Tag der Weltmeisterschaft wie jedes Rennwochenende. Mit der Abschlussbesprechung nach dem Grand Prix. Das war zum Michael Schumachers Zeiten bei Ferrari übrigens nicht anders. Vielleicht liegt das Geheimnis der Seriensieger einfach darin, dass sie mehr arbeiten.

Piquet verbal eingebremst

Nelson Piquet führte die Siegerinterviews auf dem Podium zum GP Brasilien. Man merkt, dass der dreifache Ex-Weltmeister kein geübter Reporter ist. Er verhedderte sich bei seinen Fragen an Jenson Button, Fernando Alonso und Felipe Massa. Das lag aber auch an den Instruktionen, die Piquet drei Stunden vor dem Rennen von den Regisseuren von FOM-TV bekam. Keine politischen Fragen, keine kontroversen Themen aufgreifen, keine Anspielung auf die Weltmeisterschaft bitte. Also alles schön weichgespült. Als Piquet fragte, warum er den neuen Weltmeister oder den Verlierer nicht nach dem Titel fragen dürfe, kam zur Antwort. Es könnte ja sein, dass der eine der beiden noch nachträglich disqualifiziert wird. Dann hätte Piquet einen Weltmeister gefragt, der gar keiner war. Man kann es auch übertreiben. Warum wird nur so viele Ecken gedacht? Lasst die Leute doch reden, wie sie wollen.

Marko verpasst Party

Red Bull-Berater Helmut Marko musste diesmal die WM-Party in einer Disco von Sao Paulo auslassen. "Ich muss zum Rapport zum Chef", verabschiedete sich Marko zwei Stunden nach der Zielflagge Richtung Flughafen. Am Montagabend saß er schon in einer Talkshow im Haussender Servus-TV in Salzburg.

Sicher dank Sao Paulizei

Zum ersten Mal seit geraumer Zeit war in Sao Paulo kein Formel 1-Mitglied in Überfälle verwickelt. Ein Großaufgebot an Polizei sicherte die Zufahrten zur Rennstrecke bis spät in die Nacht ab. Die Ganoven hatten offenbar keine Lust, sich dieser Übermacht zu stellen. Seit sich Brasilien auf die olympischen Spiele und die Fußball-WM vorbereitet, wird bei Gegenwehr noch schneller geschossen als sonst.

Erst Pizza, dann Titel

Sebastian Vettel verbrachte den Abend vor der WM-Entscheidung wie jedes Jahr in Sao Paulo. Er lud seine Ingenieure zum Abendessen beim besten Italiener der Stadt ein. "Traditionen dürfen nicht gebrochen werden", grinste Vettel.

FIA will noch mehr Geld von den Teams

Die FIA will offenbar noch einmal die Einnahmen aus der Formel 1 erhöhen. Mit den gestiegenen Einschreibegebühren wären bereits 40 Millionen Dollar in die Kasse des Weltverbandes gespült worden. Jetzt will Jean Todt den Obolus offenbar auf 75 Millionen erhöhen. Im Formel 1-Fahrerlager herrschte Alarmstufe eins. Die Teams trafen sich zu einer Sitzung, bei der wie üblich wenig herauskam. Man stritt wieder einmal, wie man eine Budgetdeckelung kontrollieren könnte.

Hülkenberg mag Chaos

Während die meisten Formel 1-Piloten wenig Bock auf Sao Paulo haben gefällt es Nico Hülkenberg in dem 18-Millionen-Einwohner Moloch. "Ich mag das Chaos hier. Das hat eine ganz eigene Atmosphäre. Diese Stadt lebt", schwärmte der Rheinländer beim Anflug auf Brasiliens Mega-City. Und auf der Strecke lief es für den nächstjährigen Sauber-Piloten bisher auch rund.

Infiniti bringt sich mehr ein

Infiniti wird 2013 Titelsponsor von Red Bull. Carlos Ghosn, in seiner Funktion als Renault-Chef auch zuständig für Nissans Luxusmarke, trompetete bei einem Blitzbesuch des GP Brasilien. "Auf der Rennstrecke sind wir schon weltmeisterlich. Im Marketing müssen wir es noch werden." Der Brasilianer machte es seinen Leuten auch gleich vor, wie er sich Werbung vorstellt. "Formel 1 und unsere Straßenautos, wie passt das zusammen? Beide sind zuverlässig, effizient im Benzinverbrauch und bieten preisgünstige Technik." Ob er da an die Lichtmaschinen gedacht hat, die Renault in Zusammenarbeit mit Magneti Marelli herstellt?

Volles Vettel-Programm

Sebastian Vettel hat jetzt ein volles Programm. Aber das kennt er ja schon. Am Dienstag Pressekonferenz in Milton Keynes. Am Samstag Showrun in Graz. Kommenden Montag TV-Auftritt beim Red Bull-Sender Servus-TV. Am 7. Dezember FIA-Preisverleihung in Istanbul. Das Wochenende danach Race of Champions in Bangkok. Mark Webber macht es sich einfach. Er haut nach dem Milton Keynes-Termin Richtung Tasmanien ab, um dort an seiner Tasmanian Challenge teilzunehmen. Als WM-Sechster muss er noch nicht einmal zur FIA-Gala. Die ist nur für Sebastian Vettel, Fernando Alonso und Kimi Räikkönen Pflichttermin.

Crashpilot wirbt für Sicherheit

Romain Grosjean muss um sein Lotus-Cockpit zittern. Wegen seiner vielen Unfälle und Kollisionen. Viele vermuten, dass Lotus-Besitzer Gerard Lopez Grosjeans Gönnerfirma Total zu mehr Sponsorgeld überreden will. Doch Total hat selbst ein Problem mit seinem Schützling. Der französische Mineralölkonzern hat sich eine Sicherheitskampagne auf öffentlichen Straßen an die Fahnen geheftet. Da passt das Gesicht eines Crashpiloten nicht gut ins Bild.

Force India investiert in die Zukunft

Force India hat zum ersten Mal die 100 Punkte-Grenze geknackt. Bei einer Vorstandssitzung in Mumbai haben die Besitzer Vijay Mallya und Subrata Roy tatsächlich beschlossen, 50 Millionen Pfund in das Team zu investieren. Es geht dabei aber nicht um eine Budgeterhöhung, sondern Ausgaben in die Infrastruktur. Die Fabrik soll vergrößert, der Simulator verbessert, der Windkanal modernisiert, die Computerkapazitäten erhöht und die Prüfstandsabteilung mit neuen Messgeräten bestückt werden.

Formel Brasilien

Folgende Ex-Piloten wurden im Fahrerlager gesichtet: Nelson Piquet, Emerson und Wilson Fittipaldi, Rubens Barrichello, Alex Dias Ribeiro: Piquet traf sich mit Wilson Fittipaldi bei Bernie Ecclestones Caterer Karlheinz Zimmermann. Der dreifache Ex-Weltmeister ulkte: "Du bist der einzige vernünftige der Fittipaldis." Emersons älterer Bruder fuhr von 1972 bis 1975 in der Formel 1, sammelte drei Punkte und gründete 1975 das Copersucar-Team.

Brabham-Wiedersehen nach 33 Jahren

Am Samstag feierten auto motor und sport F1-Experte Michael Schmidt und Hausfotograf Daniel Reinhard ihren 500. Grand Prix. Der Einladung zur kleinen Feier der beiden folgten auch Bernie Ecclestone, Nelson Piquet, Niki Lauda, Charlie Whiting und Herbie Blash, die 1979 alle gemeinsam für Brabham an den Start gingen. Natürlich blieb neben den alten Geschichten auch Zeit für ein Familienfoto.

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