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Radio Fahrerlager GP China

Die heißesten Storys aus Shanghai

Mark Webber GP China 2011 Foto: Red Bull 29 Bilder

Die kleinen aber nicht minder interessanten News vom Formel 1-Rennen in Shanghai gibt es wie immer in unserer Rubrik "Radio Fahrerlager." In der Ausgabe zu GP China finden Sie Lewis Hamilton, Fernando Alonso, Mark Webber, Rubens Barrichello und viele mehr.

20.04.2011

Shanghai-Fans zeigen Stehvermögen

Lewis Hamilton schwärmte von den chinesischen Fans. "Sie warten am Flughafen, vor dem Restaurant, vor dem Hotel. Ich wusste nicht, dass ich hier so viele Anhänger habe." Am Sonntagabend schlichen sich zwei Hundertschaften Standhafter ins Fahrerlager. Die Fahrer brauchten für 100 Meter zu Fuß zehn Minuten. Ein Foto hier, ein Autogramm da. Vor dem Red Bull-Pavillon saßen rund 30 Fans auf einer Bank und schauten Vettel, Webber und Co beim technischen Briefing zu. Sie bewiesen erstaunliche Ausdauer. Die Abschlussbesprechung dauerte länger als zwei Stunden.

Alonso umgeht Doping-Falle

Alonso wurde in China zum Vegetarier. Der Spanier hatte Angst, bei einer Dopingkontrolle positiv getestet zu werden. In chinesischem Fleisch ist das Kälbermastmittel Glenbuterol enthalten. Formel 1-Piloten werden im Schnitt sechs Mal pro Jahr getestet. Sie müssen wie alle anderen Leistungssportler auch der Dopingbehörde lückenlos Protokoll über ihren Aufenthaltsort geben. Theoretisch hätte Sebastian Vettel auch bei seinem Urlaub auf Bali getestet werden können. Mancher Papparazzi würde viel für diese Informationen geben.

Supersoft feiert Debüt in Monaco

Pirelli wird auch bei den nächsten beiden Grand Prix in der Türkei und in Spanien die Mischungen "soft" und "hart" an den Start bringen. Offenbar sind die Italiener zuversichtlich, dass der harte Reifen für Kurve 8 in Istanbul ausreicht. In Malaysia hatte man zur Sicherheit noch die Mischung "extra-hart" getestet. In Monaco gibt der "supersoft"-Reifen sein Debüt. Als Alternative können die Fahrer die Variante "soft" wählen. Liegen die beiden Reifen vom Gripniveau nicht zu eng zusammen? Pirelli-Reifenchef Paul Hembery widerspricht: "Der Unterschied in der Rundenzeit beträgt etwa eine Sekunde."

Starthilfe für Mark Webber

BBC-Reporter David Coulthard machte sich in der Startaufstellung zum GP China auf den weiten Weg zu Mark Webber. Auf die Frage, wie er die ungewohnte 18. Startposition beurteile, meinte Coulthards früherer Teamkollege: "Ich werde wohl Ferngläser brauchen, um die Startampel zu erkennen." Coulthards Tipp: "Schau einfach zur Seite. Da gibt es eine kleine Zusatzampel für die Fahrer aus den hinteren Reihen."

Williams ohne personelle Alternativen

Bei Williams geht es nach dem schlechtesten Saisonstart der Firmengeschichte (drei Rennen, null Punkte) drunter und drüber. Mitbesitzer Toto Wolff fordert personelle Konsequenzen. In der Kritik stehen Geschäftsführer Adam Parr und Technikchef Sam Michael. Williams steht nur vor einem Problem. Ein Technikdirektor lässt sich nicht so einfach ersetzen wie ein Fußballtrainer. Es gibt kaum Ersatz auf dem Markt. Ingenieure mit umfassendem Wissen sind eine aussterbende Spezies. Die verbliebenen Allrounder wie Adrian Newey, Aldo Costa, Neil Oatley, Tim Densham, James Key, Mike Gascoyne, Giorgio Ascanelli und Geoff Willis sind alle unter Vertrag. Ex-Renault-Mann Pat Symonds wäre eine gute Wahl, doch der ist noch bis 2013 gesperrt. Symonds arbeitet zur Zeit als Berater für Virgin.

Shanghai-Aufenthalt zwangsverlängert

In der Startaufstellung grüßten die Ferrari-Teammitglieder mit einer Boxentafel einen ihrer Kollegen. Zunächst wurde Paolo Santarsiero wegen starker Kopfschmerzen ins Krankenhaus gebracht, dann stellte sich heraus, dass sich ein Aneurysma im Hirn gebildet hatte. Er wurde sofort operiert und muss die nächsten Wochen in der Klinik von Shanghai verbringen.

Viel los unter der Erde

Zum ersten Mal konnten die Fans auch mit der U-Bahn zum Grand Prix kommen. Die Metro-Linie 11 wurde ausgebaut. Die neue Haltestelle heißt nun Shanghai Circuit. Vielleicht eine Erklärung für die größere Zuschauerzahl. Auch einige Journalisten und Fotografen testeten die neue Anreisemöglichkeit aus. Die Begeisterung hielt sich aber in Grenzen. Die U-Bahn war teilweise so überfüllt, dass Aussteigen ohne Blessuren nur an der Endstation möglich war.

Zu wenig Spannung bei Williams

Rubens Barrichello konnte in Australien den verstellbaren Heckflügel zwölf Runden lang nicht einsetzen, obwohl sein Abstand zum Vordermann an der Messstelle weniger als die erforderliche Sekunde betrug. Die FIA eruierte jetzt den Fehler. Williams hatte am Startplatz die Batteriespannung auf acht Volt absinken lassen. Das DRS-System funktioniert aber nur über zwölf Volt. Barrichello musste so lange fahren, bis die Batterie wieder Normalspannung aufwies.

Kommunismus vs. Formel 1

Im Paddock-Club der Formel 1 treffen sich die Schönen und Reichen. In China speisten die Gäste des exklusiven Clubs direkt über der Start- und Zielgeraden. Wer hier seinen Champagner trinkt, hat rund 3.000 Euro für zwei Tage bezahlt. Noch einen Tick exklusiver diniert nur, wer Zutritt zu Bernie Ecclestones Platinum Lounge hat. Diese befindet sich in einem abgetrennten Bereich des Paddock Clubs. Sie ist in edlem schwarz-weiß gehalten und den Personen auf Bernies Gästeliste vorbehalten.

Schuh-mi fährt auf Nike ab

Da heißt es immer Frauen hätten einen Schuh-Tick. Es gibt auch Formel 1-Fahrer, die sich für ihr Beinkleid interessieren. Der neueste Trend im Fahrerlager ist das Modell "Free" von Nike. Michael Schumacher trug den auffälligen Schuh in schwarz-neongrün bereits in Malaysia. In China wurde Sebastian Vettel mit der nicht minder grellen hellblau-orangenen Variante gesichtet. Mark Webber ist der dritte Nike-Fan im Bunde. Vettels Teamkollege setzt auf die schlichte schwarz-weiße Version des Sneakers. Das Schuh-Quartett komplettiert Nico Rosberg, der ebenfalls dem Sportschuh verfallen ist.

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