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Radio Fahrerlager GP China 2016

Neue Details zum Alonso-Crash

Fernando Alonso - GP Australien - Crash - 2016 Foto: sutton-images.com 49 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Shanghai passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel 1-Gerüchteküche gesammelt. Dieses Mal mit Daniel Ricciardo, Nico Rosberg, Lewis Hamilton, Fernando Alonso und vielen mehr ...

20.04.2016 Michael Schmidt, Andreas Haupt

Augen zu und durch

Seit diesem Jahr sind alle Formel 1-Autos mit einer Highspeed-Kamera vorne am Cockpit ausgerüstet. Sie filmt den Helm des Fahrers. Die FIA will damit Erkenntnisse bei Unfällen sammeln. Die Aufnahmen werden mit den Daten aus den G-Sensoren abgeglichen. Den ersten Real-Test lieferte Fernando Alonso bei seinem Unfall in Melbourne. Man sieht genau, wie der Helm bei den beiden seitlichen Einschlägen in dem Nackenschutz im Cockpit eintaucht. Als der McLaren mehrere Rollen dreht, reißt es das Visier auf. Alonso hat beide Augen fest geschlossen.

Mallya droht Knast in Indien

Force India-Chef Vijay Mallya sitzt in England fest. Ihm wurde der Reisepass gesperrt, bis geklärt ist ob die Anschuldigungen aus Indien berechtigt sind. Indische Banken fordern rund 400 Millionen Dollar vom Chef der in Schwierigkeiten geratenen Kingfisher-Fluglinie. Mallya behauptet, dass die Banken durch die vertraglich vereinbarten Sicherheiten bereits hinreichend entschädigt worden seien. Die Banken unterstellen ihm, dass er Geld für private Zwecke abgezweigt hätte. Mallya fürchtet, dass ihm bei einer Rückkehr nach Indien das gleiche Schicksal droht wie seinem Partner Subrata Roy. Der sitzt seit 2 Jahren in Untersuchungshaft, obwohl es bis heute keine Beweise für die Anschuldigungen gibt.

China-Speed nur mäßig

Der Qualifying-Rekord von Shanghai überlebte. Den hält Sebastian Vettel mit 1.33,706 Minuten aus dem Jahr 2011. Diesmal war man schon froh, dass die Pole Position-Zeit von 2015 gefallen ist. Die stand auf 1.35,782 Minuten. Nico Rosberg unterbot sie mit 1.35,402 Minuten um gerade mal 0,380 Sekunden. Schuld an dem mäßigen Speed waren die hohen Pirelli-Reifendrücke von 23 PSI vorne und 20 PSI hinten.

Dinner mit getrennter Rechnung

Die Fahrer trafen sich am Mittwoch vor dem GP China zum gemeinschaftlichen Dinner. Lewis Hamilton suchte das Restaurant aus. Und wer hat bezahlt? "Die Rechnung wurde geteilt", verriet Sergio Perez. Am Ende haben tatsächlich 17 Kreditkarten auf den Tisch gelegen. "Das war ein bisschen lächerlich. Da hätten auch 2 von uns die Rechnung begleichen können", meinte Hamilton. Auf die Frage, wer auf die Idee mit den getrennten Rechnungen kam, teilte der Weltmeister einen Seitenhieb auf Teamkollege Rosberg aus: "Ich glaube, es war Nico." Der keilte zurück: "Eigentlich sollte der Weltmeister die ganze Rechnung übernehmen."

Fahrertreffen nicht vollständig

5 Fahrer fehlten bei dem Dinner: Kimi Räikkönen, Romain Grosjean, Jolyon Palmer, Kevin Magnussen und Rio Haryanto. Grosjean musste absagen, weil er für Filmaufnahmen für Haas Automation eingespannt war und zu spät aus Los Angeles eintraf. Magnussens Grund war kurios: "Ich war mit Renault in einem Nachtclub."

Rosberg boomt auf Facebook

Nico Rosberg hat einen Vertrag mit Facebook abgeschlossen. Der WM-Spitzenreiter stellt nach jedem Rennen ein Video ein. Den Film nach seinem Sieg in Bahrain haben 550.000 Besucher gesehen.

55.000 Dollar für einen Pavillon

Die Streckenbetreiber baten die Teams in Shanghai ordentlich zur Kasse. Die Miete für einen der Pavillons im Fahrerlager betrug 55.000 Dollar für 4 Tage. Die großen Teams leisteten sich den Luxus und mieteten wie in den Vorjahren gleich 2 Häuschen an. Eines nur für die eigene Mannschaft, das andere, um die Presserunden abzuhalten und Gäste zu versorgen. Die kleinen Rennställe sparten sich das Geld.

Breitere Strecken für mehr Überholmanöver

Die FIA will die neuen Formel 1-Autos für 2017 durchboxen. Bis Ende April müssen die technischen Spezifikationen für die breiteren und schnelleren Rennwagen definiert sein. Doch nach anfänglicher Begeisterung ist die Mehrzahl im Fahrerlager in der Zwischenzeit unsicher, ob der Schritt hin zu schnelleren Autos überhaupt förderlich ist. Oder sich gar als weiterer Schuss ins Knie entpuppt. Ferrari würde lieber mit den aktuellen Autos weiterfahren. Offiziell gibt man sich aber diplomatisch. "Die neuen Regeln sind dafür da, die Show in der Formel 1 zu verbessern", sagte Maurizio Arrivabene in der FIA-PK am Freitag in China. Dann witzelte der Ferrari-Teamchef. "Wenn wir sicher gehen wollen, dass überholt wird, müssen wir die Strecken verbreitern."

Daniel Ricciardo - GP China 2016Foto: xpb
Ricciardos Haarschnitt im zweiten Anlauf

Teurer Haarschnitt

Daniel Ricciardo ließ sich vor dem GP China von einem Freund die Haare schneiden und erlebte sein blaues Wunder. "Als ich das erste Mal in den Spiegel schaue, sehe ich, dass ich auf einer Seite eine kahle Stelle hatte." Ricciardo versuchte zu retten, was noch zu retten war. Er ging zu einem Star-Coiffeur, der den Schaden so gut wie möglich reparierte. "Das hat mich 80 Pfund gekostet. Normalerweise reichen bei mir 10 Pfund."

Wehrlein mit Verspätung

Pascal Wehrlein trudelte zu seiner Media Session mit den deutschen Printjournalisten am Donnerstag eine halbe Stunde zu spät ein. Der Manor-Pilot war noch auf seinem "Track Walk" und schaute sich den 5,451 Kilometer langen Shanghai International Circuit ganz genau an. Als der 21-Jährige ankam, begrüßte er alle Journalisten per Handschlag. Die Begründung für die Verspätung klang plausibel. "Die Strecke ist ziemlich lang", sagte Wehrlein mit einem Augenzwinkern.

Alonso will sprechen wie ein Roboter

Fernando Alonso ist ein alter Hase. Der Doppelweltmeister hat schon 14 volle Formel 1-Saisons und 254 Rennen (nach China 255) in seiner Vita. Trotzdem kann auch der 34-jährige Spanier noch etwas lernen. In Bahrain erlebte er aufgrund seiner Verletzung, wie die Kommunikation zwischen Fahrer und Kommandostand aus Sicht der Renningenieure abläuft. "Unglaublich. Es war grausam, ich konnte nichts verstehen. Ich habe gelernt, dass ich lauter und klarer sprechen muss. Also wie ein Roboter."

Button kritisiert Rennleitung

Jenson Button brachte das abfallende Rad am Force India von Nico Hülkenberg um einen Schuss im Q2. Der Weltmeister von 2009 kritisierte die Rennleitung. Nach seiner Ansicht war die rote Flagge völlig unnötig. "Es gibt an dieser Stelle eine Öffnung. Da hätte man das Auto leicht durchschieben können." Button führt noch einen weiteren Grund an, warum die Vorgehensweise der Rennleitung aus seiner Sicht nicht plausibel war. "Als in der Boxengasse ein Fahrzeug stand, wurde gar nichts gemacht." Der Brite bezieht sich auf das Reinigungsfahrzeug, das nach dem Unfall von Pascal Wehrlein ausgerückt war und sich in Q2 in die Linkskurve vor den Boxen positionierte.

Hamilton an der Chinesischen Mauer

Der Weltmeister genießt sein Leben in vollen Zügen: Lewis Hamilton war laut eigener Aussage seit dem GP Australien nicht mehr daheim in Monaco. Er jetsettet lieber um die Welt. Und er nimmt sich während der Formel 1-Wochenenden mehr Zeit für Aktivitäten außerhalb der Rennsportbühne. Sein Entdeckergeist ist geweckt. In China schaute er sich die Chinesische Mauer an.

Stevenson spottet über Funkregeln

Nico Hülkenberg traf die Entscheidung alleine, in der Boxeneinfahrt zu verlangsamen und dadurch Abstand zu Sergio Perez zu schaffen. Die strengen Funkvorschriften erlaubten dem Force India-Kommandostand kein Eingreifen. "Wir dürfen dem Fahrer ja nicht mal nach dem Rennen mitteilen, wer unter den besten 10 gelandet ist. Das könnte ja ein codiertes Signal sein und die Rennleitung einschreiten lassen", spottete Teammanager Andy Stevenson.

Statistische Details

Der GP China 2016 war der fünfte Grand Prix der Geschichte ohne Ausfall. Viele Statistiken führen auch den GP Japan 2015 auf. Doch das ist falsch. Damals kamen zwar alle 20 Fahrer in die Wertung, doch Felipe Nasr fiel 4 Runden vor Schluss mit Problemen an der Lenkung noch aus.

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