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Radio Fahrerlager GP Deutschland 2010

Alonso verbreitet Angst und Schrecken

Fernando Alonso Foto: Ferrari 31 Bilder

Auch abseits der Strecke war in Hockenheim jede Menge los. Die kleinen Geschichten rund um den GP Deutschland erfahren Sie wie immer im Radio Fahrerlager. Heute mit: Renault, Flavio Briatore, Bernie Ecclestone, Timo Glock, Rubens Barrichello und Fernando Alonso.

28.07.2010 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Alonso ärgert Journalisten

Nach dem Qualifying durften einige Journalisten und VIPs im Renntaxi um die Strecke jagen. Am Steuer saßen aktuelle und ehemalige Formel 1-Piloten wie Fernando Alonso, Nick Heidfeld und Heikki Kovalainen. Viele der Passagiere stiegen nach dem besonderen Erlebnis kreidebleich aus den flotten Taxis aus. "Sie hatten Glück, dass wir nicht den alten Kurs in Hockenheim gefahren sind", scherzte Alonso anschließend. "Da hätten sie sich noch mehr in die Hosen gemacht."

Renault nur kurzzeitig nicht flüssig

Renault hat auf den Verdacht, dem Team könnte das Geld knapp werden, reagiert. Die neuen Besitzer hatten bei Bernie Ecclestone um einen Vorschuss auf Start- und Preisgelder angefragt, waren aber abgeblitzt, weil die anderen Teams ihre Zustimmung verweigerten. Renault weist Spekulationen, dass dieser Schritt auf ein ausgereiztes Budget schließen lasse, zurück. Nach Darstellung des Teams werden im September neue Sponsoren andocken. Da man aber die Konstruktion des 2011er Autos vorantreiben wolle, ohne die Entwicklung des aktuellen einzuschränken, hätte sich eine kleine Vakanz von zwei Monaten ergeben. Die wollte man mit einem Vorschuss von Ecclestone überbrücken statt bei einer Bank einen Kredit zu beantragen. Die Szene bleibt dennoch kritisch. Sie fragt, warum unter den Umständen der neue Hauptaktionär Genii Capitals nicht eigenes Geld in das Team gepumpt habe, wenn er sicher sein könne, dass ab September wieder Sponsorzuwendungen fließen.

Direktore Briatore

Flavio Briatores Besuch in Maranello in der Woche nach dem GP England verursachte viel Wirbel. Was hatte der geächtete Renault-Teamchef mit Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo zu besprechen. Offiziell heißt es: ein Gedankenaustausch. Briatore habe schon immer ganz gute Ideen gehabt, wie man die Show verbessern könne, und die Formel 1 brauche gute Ideen. Es könnte aber auch um andere Dinge gegangen sein. Ende 2012 läuft das Concorde Abkommen aus. Die Teams sind nicht bereit es unter den gegebenen Bedingungen zu verlängern. Sie fordern mindestens 75 statt 50 Prozent vom Kuchen der Einnahmen. Da sie sich erstmals einig sind und Bernie Ecclestone sein Mitspieler Max Mosley fehlt, könnten die Teams die Rechte unter sich aufteilen. Die Branche munkelt: Vielleicht mit Briatore als neuem Chef.

Ecclestone geht leer aus

Hockenheim ist mit einem blauen Auge davongekommen. 165.000 Zuschauer an drei Tagen sind angesichts von sechs deutschen Fahrern kein Ruhmesblatt, aber es hätte auch schlimmer kommen können. Mit 65.000 verkauften Tickets am Sonntag war der Break-even Punkt erreicht. Pech für Bernie Ecclestone: Bei ihm klingelt die Kasse erst richtig, wenn die 65.000er Marke überschritten wird.

Kein Kommentar

Rubens Barrichello lehnte jede Stellungnahme zum Thema Stallregie ab. Als gebranntes Kind hob er nach dem Ferrari-Skandal im Rennen abwehrend seine Hände: "Bitte fragt mich nicht nach dem A1-Ring 2002. Ich kann mir bei diesem Thema nur den Mund verbrennen."

Liuzzi hat Rad ab

Timo Glock hatte Glück im Unglück im Abschlusstraining. Das abgerissene Vorderrad von Vitantonio Liuzzis Force India segelte haarscharf vor seiner Nase vorbei. Erinnerungen an den tödlichen Unfall von Henry Surtees bei einem Formel 2-Rennen letztes Jahr in Brands Hatch wurden wach. "Ich sah das Rad fliegen", erzählte Glock. "Es änderte dauernd seine Richtung, je nachdem wie es auf dem Asphalt aufgekommen ist. Deshalb war ich schon nervös, es könnte noch irgendeine blöde Flugbahn in meine Richtung nehmen. Zum Glück habe ich im Motodrom zu Liuzzi etwas Platz gelassen, um meine Bremsen warm zu fahren. Sonst wäre ich direkt hinter ihm gelegen."

McLaren macht Money

McLarens Kasse klingelt. Der Rennstall hat im letzten Jahr für zwei Millionen Pfund Fanartikel verkauft. Diese Zahl dürfte sich in diesem Jahr deutlich erhöhen. Mit den englischen Weltmeistern Jenson Button und Lewis Hamilton im Team gibt es viele gute Gründe McLaren Devotionalien zu kaufen.

Red Bull verleiht Flügel nicht mehr

Red Bull wollte ein neues Theater um den Frontflügel auf jeden Fall vermeiden. Vom ominösen Flügel 71, der in Silverstone für so viel Wirbel gesorgt hat, wurden gleich drei Exemplare nach Hockenheim gebracht.

Rubens beat the Stig

Williams-Pilot Rubens Barrichello traf am Donnerstag mit einem breiten Grinsen im Fahrerlager von Hockenheim ein. Er hatte zwei Wochen zuvor in der populären britischen Auto-Sendung "TopGear" (BBC) einen neuen Rundenrekord mit einem Kleinwagen aufgestellt. Dabei schlug der Brasilianer nicht nur die Zeit von einigen seiner F1-Kollegen, sondern auch die bisherige Bestmarke eines anonymen Rennprofis, der in dem Magazin geheimnisvoll "The Stig" genannt wird. Im Fahrerlager trug Barrichello stolz ein T-Shirt mit der Aufschrift: "I beat the Stig". Seinen Kollegen Mark Webber, Jenson Button und Lewis Hamilton, die ebenfalls schon in der Sendung zu Gast waren, überreichte er ebenfalls ein TopGear T-Shirt. Darauf war zu lesen: "I didn't beat the Stig."

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