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Radio Fahrerlager GP Deutschland

Die heißesten Storys vom Nürburgring

Häkkinen & Coulthard im Mercedes W196 Foto: dpa 38 Bilder

Auch Abseits der Piste ist am Nürburgring-Wochenende viel passiert. Wir haben für Sie die kleinen aber besonders interessanten Geschichten in unserer Rubrik Radio Fahrerlager gesammelt. Dieses Mal mit Sebastian Vettel, Kamui Kobayashi, Eddie Jordan, David Coulthard und vielen mehr...

27.07.2011 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Zwei Crashs auf der Nordschleife

Die Formel 1-Piloten schwärmen von der Nordschleife. Nahezu das halbe Feld tummelte sich in der Woche vor dem GP Deutschland auf der legendären Eifelpiste. Zwei machten Bekanntschaft mit einer Leitplanke: Adrian Sutil und Mark Webber. Sebastian Vettel ließ sich von Nick Heidfeld erzählen, wie der Mönchengladbacher vor ein paar Jahren im BMW Formel 1-Auto zu Filmaufnahmen über die Nordschleife fuhr. Dabei verriet Nick: "Am Flugplatz habe ich gelupft. Ich wollte ja nicht fliegen. Aber das Schwedenkreuz ging problemlos voll." Vettel entgegnete belustigt: "Den Abtrieb eines Formel 1-Autos habe ich mir gewünscht, als ich mit meinem Infiniti da durchgefahren bin."

Ecclestone im "Board-Meeting"

Am Renntag traf sich Rheinland-Pfalz Ministerpräsident Kurt Beck mit Bernie Ecclestone zu Gesprächen um die Zukunft des Nürburgrings als Formel 1-Schauplatz. Der Politiker und seine Entourage mussten warten, bis sie in Bernies Bus vorgelassen wurden. Der Formel 1-Chef saß nebenan und entschuldigte sich mit einem "board meeting". Kenner wissen, was das heißt: Dann steckt Bernie mitten in einer Partie Backgammon.

Overalls nicht Regelkonform

Bei einem Sicherheitscheck am Donnerstag gab es kurz Alarm. Die Overalls der Ferrari- und Force India-Piloten wurden beanstandet. Das FIA-Prüfsiegel war nicht wie vorgeschrieben eingestickt, sondern aufgedruckt. Ein FIA-Inspektor wunderte sich: "Kämpfen die da auch schon um jedes Gramm?"

Red Bull will mehr Personal

Die Teams wollen sparen, tun sich aber schwer damit. Momentan dürfen pro Team nur 47 Leute mit dem Einsatz der beiden Autos betraut sein. Das sollte eigentlich genügen. Red Bull will die Zahl auf 65 erhöhen. McLaren plädiert für 57 Mitarbeiter. Nur Sauber und Mercedes halten die Zahl 47 für ausreichend. Angesichts der Tatsache, dass sieben von zwölf Teams das Wasser bis zum Hals steht, zeugt der Vorstoß von galoppierendem Realitätsverlust.

Brundle gibt Formel 1-Comeback

BBC-Reporter Martin Brundle drehte kürzlich in Jerez mit dem Pirelli-Testauto 80 Runden. Der heute 52-jährige Ex-Teamkollege von Michael Schumacher blieb mit einem modernisierten Toyota TF109 von 2009 nur zwei Sekunden über den schnellsten Formel 1-Testzeiten. Brundle wunderte sich, dass er ohne Probleme mehr als eine GP-Distanz schaffte. "Ich dachte, dass ich nach acht Runden platt bin. Und dass mein lädierter linker Knöchel von der Linksbremserei schlapp macht." Brundle zog sich 1984 im Training zum GP USA in Dallas schwere Beinverletzungen zu. Doch dann stellte der 158 fache GP-Teilnehmer erstaunt fest: "Die Kraft beim Bremsen kommt nicht aus dem Fußgelenk, sondern aus der Hüfte. Die Beine liegen so hoch, dass du gerade ins Pedal steigst."

Knöllchen für Hamilton

Lewis Hamilton war auch in der Boxengasse der schnellste. Am Freitag wurde der Sieger des GP Deutschland gleich zwei Mal zur Kasse gebeten. Für Überschreitung des Tempolimits in der Boxengasse bezahlte Super-Lew einmal 600 und dann 1.200 Euro.

Erst arbeitslos dann vollbeschäftigt

Vor vier Wochen stand Adam Carroll vor einem Scherbenhaufen. Kein Cockpit, kein Einkommen, das ganze Familiensilber mit zwei IndyCar-Einsätzen verspielt. Dann spielte das Schicksal dem Iren einen Steilpass zu. Drei Teams in drei verschiedenen Serien suchten einen Ersatzpiloten. Seitdem fährt Carroll jedes Wochenende ein Rennen. Mit P1 in der Renault-Weltserie, mit Campos in der AutoGP und mit SuperNova in der GP2-Serie. In jeder Serie fuhr Carroll auf Anhieb in die Punkteränge. Beim GP2-Sprint wurde der Ersatzmann immerhin Fünfter.

Eifelwetter im Juli

Das kühle Wetter am Nürburgring bestätigte sämtliche Vorurteile über die Eifel. "Stimmt es, dass Nürburg die Schwesterstadt von Silverstone ist?", witzelte einer wegen des gleichermaßen bescheidenen Sommerwetters. Timo Glock erinnerte sich an ein Formel 3-Rennen Ende Mai 2005. "Als ich am Sonntag aus dem Fenster geschaut habe, war alles verschneit."

Coulthard im Silberpfeil-Duell mit Häkkinen

Mercedes hatte zwei F1-Siegerautos von 1954 mit an den Ring gebracht. Am Donnerstag durften zunächst Michael Schumacher und Nico Rosberg ein paar Kilometer auf der alten Nordschleife mit den alten Silberpfeilen herumdüsen (siehe Fotogalerie). Eine Stunde vor dem Rennen ließ man dann das alte McLaren-Duo David Coulthard und Mika Häkkinen ans Steuer der beiden W196. Dabei übertrieb es Coulthard ein wenig. Beim Überholversuch brach plötzlich das Heck aus und der Schotte drehte sich. Nur knapp wurde eine Kollision der beiden unbezahlbaren Klassiker verhindert. "Das war wie früher", erinnert sich Coulthard. "Ich habe eine Lücke gesehen und Mika hat die Tür zugemacht."

Sauber lässt Jordan nicht frieren

Ex-Rennstallbesitzer Eddie Jordan ist bekannt für seine bunten Hemden. Doch in der Eifel war es am Sonntag etwas zu kalt für die farbenfrohe Oberbekleidung. Damit der BBC-Experte nicht zitternd vor dem Mikrophon stehen muss, bekam er vom Sauber-Team eine wärmende Jacke von Teamsponsor "Nabholz" verpasst.

Kobayashi eingebremst

Kamui Kobayashi wollte seiner Freundin vor dem Rennwochenende den Charme der Nordschleife näherbringen. Doch schon nach wenigen Metern brach die Holde in Panik aus und schrie wie am Spieß. Die 20 Kilometer-Rundfahrt wurde anschließend im Bummeltempo fortgesetzt. Dabei hatte Kobayashi zuvor Tickets für vier Runden gekauft.

Hamilton in Eile

Haben Sie sich auch gewundert, dass es keine offiziellen Siegerfotos vom McLaren-Team nach dem Rennen gab? Der Grund ist einfach. Im engen Terminplan mit den zwei Rennen am Nürburgring und in Budapest innerhalb einer Woche war keine Zeit eingeplant, das ganze Team für ein Gruppenfoto zusammenzurufen. Lewis Hamilton und Jenson Button wurden direkt nach den Interviews zum Flughafen kutschiert.

Auto eins, Andy Stobart null

Renault-Pressemann Andy Stobart kam sichtlich angeschlagen im Fahrerlager am Nürburgring an. Mit genähten Schnittwunden und Abschürfungen im Gesicht sah der Brite aus, als hätte er gerade eine Begegnung mit Wladimir Klitschko hinter sich. "Ich hatte einen kleinen Kampf mit einem Auto", erklärte Stobart seine Verletzungen. "Da gab es leider nur einen Sieger." Der Sportfan hatte sich mit seinem Rennrad vom MotoGP-Rennen am Sachsenring Richtung Eifel aufgemacht. Nach der Begegnung mit dem unaufmerksamen Autofahrer war er zunächst 20 Minuten bewusstlos. Am Nürburgring drehte er aber schon wieder auf zwei Rädern seine Runden, dabei war das Blut am Helm noch nicht einmal entfernt.

Polizei im Haus

Am Donnerstag stand plötzlich die Polizei bei Force India in der Tür. Wegen zwei Jahre alten aber angeblich immer noch unbezahlten Rechnungen wollte man mal bei dem Formel 1-Teams nachfragen. Unverrichteter Dinge musste die Staatsmacht wieder abziehen. Teambesitzer Vijay Mallya flog erst am Samstag in der Eifel ein.

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