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Radio Fahrerlager GP Deutschland 2013

Die heißesten Storys vom Nürburgring

Rosberg & Hamilton - Mercedes - Nordschleifen-Aktion - GP Deutschland 2013 Foto: Mercedes 19 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende am Nürburgring passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Eifel-Gerüchteküche gesammelt. Dieses Mal mit Lewis Hamilton, Jenson Button. Sebastian Vettel, Pastor Maldonado und vielen mehr ...

10.07.2013 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Kimi stellt Vettel in den Schatten

Das sollte Red Bull und Sebastian Vettel zu denken geben. Als RTL-Kommentator Kai Ebel auf dem Podium die Siegerinterviews führte, da bekam Kimi Räikkönen mehr Applaus als der Sieger. Und der hatte gerade seinen ersten Heim-Grand Prix gewonnen. Warum das so ist? Weil Räikkönen authentisch bleiben durfte, weil er sagt und macht was er will und sich von keinem der vielen Besserwisser und Kontrolleure im Formel 1-Zirkus etwas vorschreiben lässt. Vielleicht sollten Red Bull, Mercedes und Ferrari mal aufwachen. Die Fans mögen keine Kunstfiguren und ferngesteuerten Helden.

Rosberg & Hamilton - Silberpfeil - Nordschleife 2013
Rosberg und Hamilon: Im Silberpfeil über die Nordschleife 1:18 Min.

Hamilton großer Nordschleifenfan

Lewis Hamilton drehte am Donnerstag vor dem GP Deutschland auf der Nordschleife Runden in einem Mercedes W154 aus den 1930er Jahren (siehe Fotogalerie & Video). Der Engländer zollte seinen Urahnen großen Respekt: "Wenn ich diese Autos und diese Rennstrecke sehe, dann stelle ich mir eine Frage: Mit welchem Gefühl sind die Fahrer damals an den Start gegangen, wo sie doch wussten, dass jede Runde, jede Kurve ihre letzte sein konnte?" Wäre die Nordschleife heute noch Teil des GP-Kalenders, dann würde sie alle anderen Strecken in den Schatten stellen. "Wenn Suzuka als derzeit schwierigste Strecke hier liegt", vergleicht Hamilton und hält seine Hand in Tischhöhe, "dann läge der alte Nürburgring da." Dabei schwenkt er seine Hand über den Kopf.

Button im Tour-Fieber

Jenson Button ist ein Radfan. Die Samstags-Pressekonferenz von McLaren musste um 10 Minuten verschoben werden, weil Button die Siegesfahrt seines Landsmannes Chris Froome auf einer Pyrenäen-Etappe bis zur Zieldurchfahrt anschauen wollte. Dann erzählte der McLaren-Pilot und passionierte Triathlet von seinem eigenen Fahrradtraining: "Wir haben kürzlich ein Zeitfahren simuliert. Die Profis fahren Durchschnittsgeschwindigkeiten von bis zu 58 km/h. Wir haben das auch geschafft. Aber nur bergab."

Schnelle Runden am Ring

Von wegen Langsamfahren. Die Formel 1 war dieses Jahr am Nürburgring deutlich schneller unterwegs als 2011. Und damals durfte der Diffusor noch direkt aus dem Unterboden angeblasen werden und die Autos hatten mindestens so viel Abtrieb wie heute. Lewis Hamilton schlug mit einer Trainingsbestzeit von 1.29,398 Minuten die Pole Position von Mark Webber aus dem Jahr 2011 um 0,681 Sekunden. Auch die schnellste Rennrunde von vor zwei Jahren wurde klar unterboten. Damals kam Lewis Hamilton auf 1.34,302 Minuten. Diesmal war Fernando Alonso mit 1.33,468 Minuten um 0,834 Sekunden schneller. Die Gesamtzeit im Rennen lässt sich nicht vergleichen. 2011 war ein Rennen ohne Safety-Car. Diesmal zuckelten die Piloten fünf Runden lang hinter Bernd Mayländer her.

Ferrari steht hinter Massa

Felipe Massa hatte den fünften Unfall in den letzten vier Rennen. Der Dreher am Ende der Zielgeraden geht auf das Konto des Brasilianers. Wackelt da vielleicht sein Stuhl? Rennleiter Stefano Domenicali stellte sich hinter Massa: "Wir haben Vertrauen in Felipe und werden ihn weiter unterstützen."

Williams erinnert an bessere Zeiten

Am Nürburgring machte Williams seinen 600. Grand Prix komplett. Er endete mit einer Enttäuschung. Pastor Maldonado und Valtteri Bottas lagen auf Punktekurs, als sie durch schlechte Boxenstopps zurückgeworfen wurde. Am Ende landeten sie auf den Plätzen 15 und 16. Hinter der Box von Williams stand eine Tafel mit den Namen aller Fahrer, die seit 1977 für Williams angetreten sind. Es waren 36.

Allison darf erst 2015 wieder arbeiten

Spanische Zeitungen schreiben den früheren Lotus-Ingenieur James Allison bereits zu Ferrari. Rennleiter Stefano Domenicali wollte die Gerüchte  nicht kommentieren. Tatsache ist: Allison hat noch bis zum März 2014 Arbeitsverbot. Er würde Ferrari also erst für 2015 nutzen. Außer Lotus wird müde, ihm ein hohes Gehalt fürs Nichtstun zu bezahlen.

Maldonado kommt nicht weg

Pastor Maldonado soll Interesse an einem Wechsel zu Lotus haben. Der Venezolaner ist bei Williams immer noch punktelos. Einziges Problem: Der Sponsor-Vertrag mit dem venezolanischen Ölkartell PDVSA ist an Williams gebunden und läuft noch bis einschließlich 2015. Ohne die Petro-Dollars aus Caracas ist die Aktie Maldonado nur halb so viel wert.

Nürburgring-Interesse ausbaufähig

Die Zuschauerzahlen am Nürburgring geben Anlass zur Sorge. 21.000 am Freitag, 36.000 am Samstag und nur 53.500 am Sonntag. Und das mit Weltmeister Sebastian Vettel, vier deutschen Fahrern und Mercedes, die das Rennen zuvor in Silverstone gewonnen hatten. Irgendetwas läuft schief mit der Formel 1-Vermarktung in Deutschland. In anderen Ländern sieht es besser aus. In Melbourne kamen am Sonntag 103.000 Zuschauer, in Shanghai 130.000, in Barcelona 95.000, in Monte Carlo 70.000, in Montreal 110.000 und in Silverstone 120.000.

Vettel-Papa gibt sich volksnah

Sebastian Vettels Vater Norbert war natürlich auch beim Heimspiel seines Sohnes dabei. Von Heppenheim machte er sich mit dem Wohnmobil auf den Weg Richtung Nürburgring, wo er sein Motorhome mitten zwischen den Fans auf einem Camping-Platz abstellte. Statt in einer Loge oder an der Zielgerade schaute sich der bodenständige Hesse das Rennen von der Vettel-Tribüne an der Dunlop-Kehre an. "Ich habe mir ganz normal das Ticket gekauft. Natürlich habe ich mir auch das dazugehörige Sebastian Vettel-Fan Package abgeholt", erklärte der ehemalige Bergrennfahrer mit einem Grinsen. Darin enthalten war neben Fanartikeln auch eine Dose Red Bull und eine Autogrammkarte seines Sohnes.

Tilke als Schneekönig

Bei ungewöhnlich heißen Temperaturen erzählte Formel 1-Streckenarchitekt Hermann Tilke im Fahrerlager von einem coolen Nübrugring-Erlebnis. "Ich durfte im Winter hier eine Runde auf komplett geschlossener Schneedecke auf der Nordschleife drehen. Das hat wirklich Spaß gemacht." Obwohl der Asphalt nicht mehr zu sehen war, musste der Aachener nicht nach dem Weg fragen. Tilke nahm schon in den 80er Jahren an VLN-Rennen teil und kennt die Nordschleife in und auswendig.

Chilton unter Beschuss

Marussia-Pilot Max Chilton wurde im Freien Training von einem kleinen Steinchen am Helm getroffen. Das Objekt traf genau den Schutzstreifen aus Zylon, der am oberen Ende des Visiers angebracht wurde. Die Verstärkung wurde nach dem Unfall von Massa in Ungarn verpflichtend eingeführt. Im Fall von Chilton funktionierte der Schutz. Das Geschoss prallte nach außen ab und drang nicht in den Helm ein. Der Stein hinterließ nur einen kleinen Kratzer. Allerdings ist ein Steinchen auch nicht mit einer großen Feder wie im Massa-Fall vergleichbar.

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