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Radio Fahrerlager GP England 2014

Die heißesten Storys aus Silverstone

Jenson Button Helm - Formel 1 - GP England - Silverstone - 3. Juli 2014 Foto: xpb 40 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in England passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel 1-Gerüchteküche gesammelt. Dieses Mal mit Nico Rosberg, Jenson Button, Felipe Massa, Patrick Head, Lewis Hamilton und vielen mehr ...

09.07.2014 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Kvyat und Hamilton halten Fußballfans auf

Nicht alle Formel 1-Fahrer sind Fußball-Fans. Als Deutschland gegen Frankreich lief, zeigten Daniil Kvyat und Esteban Gutierrez kein Interesse und standen im Fahrerlager herum. Lewis Hamilton verließ 15 Minuten vor Spielende das Mercedes-Motorhome. Die meisten Fahrer hatten FIA-Rennleiter Charlie Whiting bei der Fahrerbesprechung gebeten, sich des Fußballs zuliebe kurz zu halten. Da hatten sie aber die Rechnung ohne die Fußball-Muffel gemacht. Als Whiting fragte, ob es noch Fragen zum abgelaufenen GP Österreich gebe, meldeten sich Hamilton und Kvyat zu Wort. Der eine beschwerte sich über die uneinheitliche Regelauslegung der Streckenbegrenzung in Kurve 8. Der andere kritisierte die Boxeneinfahrt am Red Bull-Ring. Vettel, Rosberg, Grosjean und Co saßen wie auf Kohlen und hofften auf ein schnelles Ende der Diskussion.

Droht Safety-Car-Chaos?

Die stehenden Starts nach einer Safety-Car-Phase sind eine Missgeburt. Weil immer mehr Ausnahmeregelungen für Spezialfälle geschaffen werden müssen. Frage: Was passiert, wenn ein Fahrer sich auf dem falschen Startplatz einreiht? Regelexperte Beat Zehnder: "Dann gibt es eine weitere Formationsrunde." Und was, wenn es hinter dem Safety-Car zu einer Platzverschiebung kommt, weil einer von der Strecke rutscht? "Eine weitere Formationsrunde, bis alle wieder eingeordnet sind." Und bei einem Unfall direkt nach einem Re-Start? "Einen fliegenden Start, sobald die Strecke frei von Trümmern ist." Das verstehe, wer will.

Drittes Training ohne Risiko

Der ehemalige Williams-Technikchef Patrick Head stattete seiner Mannschaft einen Besuch ab. Den zweiten nach Monte Carlo. Head will daraus keine Comeback-Gelüste ableiten: "Keine Angst. Ab Samstag bin ich beim Segeln." Dann wurde der 68-jährige Engländer noch seinen Frust über die aktuelle Formel 1 los: "Viele dieser neuen Sparvorschläge sind nicht durchdacht. Parc fermé ab Samstagvormittag, was soll das? Da fährt doch im dritten Training keiner mehr raus. Höchstens ein paar Installationsrunden, um die Einstellungen zu checken."

Ferrari-Stallregie schändlich

Patrick Head lobt Mercedes: "Die spielen das gut, dass sie Hamilton und Rosberg gegeneinander fahren lassen. Ein Team, das so dominant ist, hat dem Sport gegenüber die Pflicht, das zu tun. Williams und McLaren kennen das, und haben es auch immer so gehandhabt. Im Fall von Williams manchmal zu einem hohen Preis. Nur Ferrari hat in der Schumacher-Ära geglaubt, man sei größer als der Sport und hat in die Rennen eingegriffen. Das war schändlich."

Mercedes feiert Silverstone-Jubiläum

Mercedes freute sich über seine breite Boxengarage in Silverstone. So konnte man zwischen die beiden aktuellen Formel 1-Autos den W196 aus den 50er Jahren mit seiner Stromlinienkarosse parken. Das vielleicht teuerste Rennauto der Welt nahm nicht an der Parade "50 Grand Prix von Silverstone" teil. Ein Mercedes-Sprecher dazu: "Silverstone und unser Auto, das war keine Erfolgsgeschichte." Juan-Manuel Fangio kam 1954 nur auf Platz 4.

Grillfest mit Rosberg

Das Infield von Silverstone ist ein großer Campingplatz. Auch viele Rennfahrer hausen dort, weil die Wege zur Strecke kurz sind. Nico Rosberg, Sebastian Vettel, Daniel Ricciardo, Nico Hülkenberg, Jenson Button und Kevin Magnussen wohnten quasi Tür an Tür. Rosberg gab am Samstag für seine Freunde ein Barbeque. Lewis Hamilton war nicht dabei.

Williams fast von Beginn an dabei

Frank Williams erinnert sich an seinen ersten Besuch in Silverstone. "Es war der GP England 1958, das Rennen das Peter Collins gewann. Ich saß in Stowe Corner auf der Tribüne."

Diskussion um Hamilton-Quali

Von wegen Gentleman-Fahrer. Auch Piloten früherer Jahre denken immer ans Schlechte. Ex-Champion John Surtees wollte von Niki Lauda wissen, warum Lewis Hamilton seinen Qualifikationsversuch abgebrochen hat. Der Verdacht des mittlerweile 80-jährigen Engländers: "Der Lewis wollte Rosberg bestimmt keinen Windschatten spenden." Lauda korrigierte: "Falsch. Lewis hat nicht mehr an sich geglaubt."

Pink for Papa

Für Jenson Button war der GP England ein emotionales Rennen. Im Andenken an seinen im Januar verstorbenen Vater John trugen viele Fans rosa T-Shirts. Pink war die Lieblingsfarbe von John Button, der seinen Sohn zu allen Rennen als eine Art Maskottchen begleitete. Jenson zeigte mit Platz 3 im Training und Rang 4 im Rennen sein stärkstes Wochenende. "Ich bin mir sicher, mein alter Herr hat von oben zugeschaut. Er wäre mit dem Ergebnis zufrieden gewesen."

Plastik-Pokal für Hamilton

Lewis Hamilton blickte auf dem Podium etwas mürrisch drein. Statt des goldenen Silverstone-Wanderpokals gab es zunächst nur eine unförmige Trophäe von Sponsor Santander: "Die ist direkt in Einzelteile zerbrochen", beklagte sich der Sieger anschließend. "Der Sockel fiel ab. Die Trophäe ist aus Plastik und hat vielleicht 10 Pfund gekostet. Die war so schlecht gemacht. Vielleicht nehme ich mir nur die Plakette, die ist wohl das wertvollste Teil. Früher wurden die Trophäen noch in richtiger Handarbeit hergestellt. Ich hoffe wir bekommen in Zukunft ein paar Bessere."

8-Zylinder-Statue für Ecclestone

Vor Bernie Ecclestones mobilem Büro im Fahrerlager wurde am Samstag eine Statue aufgestellt. Die Ikarus-Figur mit Helm hatte statt Flügeln Auspuffrohre an den Armen. Es lohnte sich die Endrohre zu zählen. Es waren acht, nicht sechs. Bernie kann mit der neuen V6-Turbo-Formel wenig anfangen.

Leimer-Absage an Marussia

Marussia hat ein Cockpit zu verkaufen. Für die Freitagstrainings und vielleicht auch den Abu Dhabi-Test am Ende des Jahres. Favorit darauf war der letztjährige GP2-Meister Fabio Leimer. Doch der Schweizer sagte Marussia vor dem GP England ab.

Safety-Car vor Jubiläumseinsatz

Das Safety-Car steuert auf ein Jubiläum zu. Der Einsatz von Bernd Mayländer nach dem Unfall von Kimi Räikkönen war die Nummer 192 in der Geschichte des Safety-Cars. Es wurde 1992 eingeführt. Historiker wissen, dass es schon davor einen unplanmäßigen Einsatz gab. 1973 in Mosport schickte der Veranstalter ein Auto, das damals noch Pace-Car genannt wurde, für fünf Runden auf die Strecke. Der Grund war kurios. Bei schlechter Sicht und wechselnden Wetterbedingungen hatten sich diverse Unfälle ereignet. Abschleppwagen und die Ambulanz kreisten um den Kurs. Zahlreiche Boxenstopps verwirrten die Zeitnehmer. Keiner wusste mehr, wer an welcher Stelle lag. Um Ordnung ins Feld zu bringen, neutralisierte die Rennleitung den Grand Prix. Der Porsche 914 setzte sich prompt vor den falschen Spitzenreiter: Howden Ganley im Williams.

Zwei Mal Party bei Williams

Williams hatte ein neues Motorhome dabei. Der zweistöckige Bau mit Dachterasse wird mit 16 Sattelschleppern zu allen Europa-Rennen transportiert. 15 Leute sind für den Aufbau notwendig. Mit einer großen Martini-Cocktailparty wurde der weiße Bau am Donnerstagabend in Silverstone eingeweiht.

Die zweite Party bei Williams gab es zwei Tage später. Am Samstag lud Felipe Massa zur Jubiläumsfeier ein. Dabei war nicht nur die Famile des Brasilianers sondern auch viele ehemalige Weggefährten von Sauber und Ferrari. Auch die aktuellen Fahrerkollegen schauten vorbei und gratulierten.

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