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Radio Fahrerlager GP Indien

Die heißesten Storys aus Delhi

Sebastian Vettel Foto: Pirelli 58 Bilder

Auch Abseits der Strecke ist beim GP Indien viel passiert. Wir haben für Sie die kleinen, aber besonders interessanten Geschichten in unserer Rubrik Radio Fahrerlager gesammelt. Die Delhi-Ausgabe mit Sebastian Vettel, Michael Schumacher, Pastor Maldonado, Force India, Mercedes und vielen mehr...

02.11.2011 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Neuer Besitzer macht sich Freunde

Die 60-köpfige Reisegruppe von Force India zum GP Indien staunte nicht schlecht, als sie am Renntag eine Geschenk-Set überreicht bekam. Subrata Roy, Chef der neuen 42,5 Prozent Miteigners Sahara ließ an alle Teammitglieder vor Ort einen Samsonite-Koffer verteilen. Auch der Inhalt konnte sich sehen lassen. Eine Tag Heuer Limited Edition-Uhr, ein Füllfederhalter und eine Geldbörse vom Montblanc, eine Silberschale mit Nüssen und ein Stoffballen Seide. Wert des Präsents: rund 4.000 Euro. Subratra Roy kann es sich leisten. Der Chef des indischen Firmenkonglomerats wird auf 4,5 Milliarden Euro geschätzt.

Vettel gehen die Helme aus

Sebastian Vettel trat beim GP Indien mit seinem Silverstone-Helm an. Auf der Oberseite des Helms sind die Köpfe seiner Mechaniker zu sehen. Die Wahl des Helmes war allerdings eine Notlösung. "Ich hatte keinen anderen mehr. Jetzt brauche ich dringend einen neuen, weil der Helm nach dem Sieg aus dem Verkehr gezogen wird." Es ist bei Vettel ein eisernes Gesetz. Siegerhelme wandern in sein Privatmuseum.

Neue Safety-Car-Regeln 2012

Die Teammanager diskutierten in Indien eine Korrektur an der Safety-Car-Prozedur. Wenn alle zustimmen, sollen im nächsten Jahr alle überrundeten Fahrer, die zwischen den Führenden auf der Strecke liegen am Safety-Car vorbeigewunken werden, um den Re-Start spannender zu gestalten. Die Fahrer mit einer Runde Rückstand dürfen sich dann zurückrunden. Nachteil dieser Regelung: Die Safety-Car-Phase kann zwei bis drei Runden länger dauern. Die Fahrer hatten um eine Änderung gebeten, nachdem Jenson Button beim GP Singapur nach dem Re-Start von drei langsamen Fahrzeugen aufgehalten worden war. Spitzenreiter Sebastian Vettel machte in einer Runde neun Sekunden gut. Kommentar von Sauber-Teammanager Beat Zehnder: "Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Oft wollen die gleichen Fahrer eine Änderung, die vorher für das aktuelle System gestimmt haben."

Maldonado dreht voll auf

Es war nicht der Grand Prix von Pastor Maldonado. Dabei war der Venezolaner so gut unterwegs wie schon lange nicht mehr. Er konnte zwölf Runden lang das Tempo der Toro Rosso mitgehen. "Punkte wären drin gewesen", glaubt Teammanager Dickie Stanford. Dann stoppte ein Getriebeschaden den Mann aus Caracas. Auch der Motor wird wohl nicht mehr eingesetzt werden können. Maldonado hat den Cosworth V8 im Leerlauf ein Mal versehentlich auf 21.000/min hochgejubelt. Die Cosworth-Techniker fürchten, dass die Ventile an den Kolben angeschlagen sind.

Vettel ein Gewinnertyp

Am Donnerstag vor dem Grand Prix lieferte sich Pirelli-Sportchef Paul Hembery und Sebastian Vettel ein interessantes Rennen. Es ging darum, einen Formel 1-Reifen möglichst schnell auf den Renneinsatz vorzubereiten. Der Gummi musste auf die Felge, mit dem richtigen Druck aufgepumpt werden und anschließend musste das Rad auch noch ausgewuchtet werden. Die Pirelli-Profis absolvieren die Aufgabe in der Regel in zweieinhalf Minuten. Vettel benötigte 5:13 Min. für sein Rad, bei Hembery dauerte die Übung 5:44 Min. "Wir haben uns ja schon daran gewöhnt, dass Sebastian alles gewinnt", fand sich der Engländer schnell mit der Niederlage ab.

Mercedes-Material hängt im Zoll

Wie schon in Korea klagte Michael Schumacher nach dem Qualifying über Vibrationen in den Reifen. Die Fehlersuche gestaltete sich schwierig. "Wir haben normalerweise eine Maschine mit der wir überprüfen, ob die Räder richtig ausgewuchtet sind. Davon haben wir hier allerdings nur einige Teile." Wie Brawn später zugab, hing der Rest im indischen Zoll fest. Normalerweise werden die Räder schon von Pirelli korrekt ausgewuchtet. "Der Reifen kann sich immer mal auf der Felge drehen oder ein Gewicht verlieren. Deshalb prüfen wir immer noch einmal nach", erklärte Brawn. Pirelli-Sportchef Paul Hembery konnte sich die Probleme nicht erklären: "Vielleicht war es der Reifen, den Sebastian Vettel am Donnerstag vorbereitet hat", grinste der Engländer.

Whitmarsh verplappert sich

Lange hat McLaren ein großes Geheimnis aus der Laufzeit des neuen Vertrags von Jenson Button gemacht. Doch nach dem Rennen in Indien sind alle etwas schlauer. Nach einer Lobeshymne auf seinen Piloten erklärte Teamchef Martin Whitmarsh im BBC-Interview: "Ich hoffe, er macht so weiter und wir haben noch drei aufregende Jahre zusammen mit ihm." Der Vertrag läuft also bis 2014.

Hunde, Rinder und Fledermäuse

Tiere waren das große Thema in Indien. Bei der Anfahrt zum Grand Prix wurden viele Journalisten von Rinderherden auf der Straße eingebremst. Das erste Training musste wegen eines Hundes auf der Strecke unterbrochen werden. Englische Buchmacher reagierten schnell. Wer auf eine weitere tierische Störung am Samstag wetten wollte, hätte mit der Quote von 1:1.000 Geld setzen können. Die ungewöhnlichste Begegnung hatten die Journalisten am Donnerstag im Pressesaal: Eine Fledermaus hatte sich verirrt und suchte verzweifelt den Ausgang. Bis der Schlüssel zu den Seitentüren gefunden war, dauerte es mehr als eine halbe Stunde.

Kommentatoren im TV-Gefängnis

Die TV-Kommentatoren waren in Indien in kleinen fensterlosen Räumen untergebracht. BBC-Mann Martin Brundle sprach von "Gefängniszellen-Feeling". Normalerweise können die Fernsehleute auf die Strecke schauen, doch die Veranstalter hatten auf der großen Haupttribüne 30 Logen untergebracht, die für jeweils 43.000 Dollar vermietet wurden. Bei einem Verdienst von knapp 1,3 Millionen mussten die TV-Leute weichen. Da half auch ein kurzfristig anberaumtes Meeting mit Bernie Ecclestone nichts.

Vettel feiert ersten Grand Slam

Sebastian Vettel sicherte sich in Indien den ersten Grand Slam des Jahres. Er schnappte sich die Pole Position, führte alle Rennrunden, feierte damit den Sieg und am Ende gab es sogar noch die schnellste Runde im Rennen. Erst im letzten Umlauf machte der Heppenheimer das Kunststück perfekt. "Mein Renningenieur hatte mir nicht gesagt, dass Mark drei Runden vor Schluss die schnellste Runde fuhr. Er versucht mich nur immer wieder daran zu erinnern, dass es keinen Pokal für die schnellste Runde gibt", grinste Vettel.

Spenden für indische Tafel

Nach dem Rennen haben sich die Teams von der wohltätigen Seite gezeigt. Ein großer Transporter hielt am Abend mitten im Fahrerlager und sammelte Lebensmittel ein. Die Catering-Experten gaben alles, was sie hatten. Kiloweise wurde Essen und Trinken auf die Ladefläche gehievt. Von Chips bis Bier war alles dabei.

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