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Radio Fahrerlager GP Italien

Die heißesten Storys aus Monza

Nicky Hayden, Bernie Ecclestone und Sebastian Vettel Foto: xpb 54 Bilder

Auch Abseits der Strecke ist beim GP Italien viel passiert. Wir haben für Sie die kleinen aber besonders interessanten Geschichten in unserer Rubrik Radio Fahrerlager gesammelt. Dieses Mal mit Lewis Hamilton, Jenson Button, Vitaly Petrov, Robert Kubica und vielen mehr...

14.09.2011 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Schumi verteidigt Hamilton

Lewis Hamilton wehrt sich gegen Kritik an seinem Fahrstil. "Zur Zeit bin ich eine beliebte Zielscheibe", stellt Hamilton fest. "Ich habe nicht mehr Unfälle als 2008. Da hat der WM-Titel alles überstrahlt." In Monza gab sich der sonst so streitbare Hamilton eher kleinlaut. "Mein Ziel ist das Ziel." Als die Fahrerkollegen gefragt werden, was sie von Hamiltons Fahrweise halten, bleiben sie stumm. In einer politisch korrekten Welt ist es ihnen verboten eine Meinung zu haben. Nur Michael Schumacher wagt sich vor: "Ich habe mit dem Fahrstil von Lewis kein Problem." Klar, er fährt ja selber so. Immer auf Attacke.

Maldonado zu ungeduldig

Pastor Maldonado drehte sich in der ersten K.O.-Runde der Qualifikation in der Parabolica nach innen in die Leitplanken. Der Venezolaner hatte Glück. Der Williams verlor zwar beim Aufprall seinen Frontflügel, doch Maldonado konnte weiterfahren und gleich in die Boxengasse zum Service abbiegen. Der Grund für den Unfall war kurios. Da sein KERS Schwierigkeiten machte, wollte Maldonado die fehlende Power beim Rausbeschleunigen aus der Parabolica dadurch kompensieren, dass er so früh wie möglich den Heckflügel flachstellte. "Er hat den DRS-Knopf ein bisschen zu früh gedrückt", amüsierte sich Technikchef Sam Michael. "Pastor war noch mitten in der Kurve."

DRS plus KERS schlägt den F-Schacht. Im Vergleich der Top-Speeds am Ende der 1,2 Kilometer langen Zielgeradem von Monza von 2010 und 2011 gewinnt der aktuelle Formel 1-Jahrgang ganz knapp. Sergio Perez schaffte im Training mit 349,2 km/h den Bestwert. Der Mexikaner hatte mit KERS und der Heckflügel-Flachstellung zwei Hilfsmittel zur Hand, die den Top-Speed steigern. Im Vorjahr stand Toro Rosso-Pilot Jaime Alguersuari ganz oben in der Geschwindigkeits-Hitliste. Der Spanier wurde mit 348,7 km/h gemessen. Ohne KERS, ohne DRS und auch ohne F-Schacht. Toro Rosso hatte ihn in Monza zwar erstmals den F-Schacht probiert, ihn aber vor dem Abschlusstraining wieder ausgebaut. Sauber-Pilot Kamui Kobayashi fuhr 2010 mit F-Schacht. Der Japaner kam im letzten Jahr auf 343,0 km/h, war also um 6,2 km/h langsamer als sein diesjähriger Teamkollege.

Kubica-F1-Test erst im Januar?

Robert Kubica will sein Comeback im Rennauto in einem Tourenwagen geben und sich dann langsam steigern. Als Renault-Fahrer gibt es genug Möglichkeiten. Renault-Weltserie, GP2 mit einem Dallara-Renault und schließlich ein Formel 1-Auto älteren Datums. Die Regeln schreiben vor, dass ein Test außerhalb der offiziellen Termine mit einem Auto stattfinden muss, das mindestens zwei Jahre alt ist. Deshalb visiert Kubica einen Formel 1-Test nach dem 1. Januar an, weil er dann in einem 2010er Renault Platz nehmen kann. Das Auto kennt er aus eigener Erfahrung. Die Frage ist, ob Besitzer Gerard Lopez und Teamchef Eric Boullier solange warten wollen. Gerüchten zufolge könnte das Team 2012 mit Bruno Senna und Romain Grosjean fahren. Der Platz von Vitaly Petrov soll wackeln. Das Potenzial in Brasilien Sponsoren zu finden ist offenbar größer als in Russland. Grosjean gibt es zum Discountpreis, verbunden mit der Hoffnung bei Renault einen Rabatt für den Motor zu bekommen. Kubica kostet Geld.

Head will keine schlechte Laune verbreiten

Williams-Technikpapst Patrick Head wird sich Ende des Jahres endgültig aus der Formel 1 zurückziehen. Seine Rolle bei Williams wird sich dann ausschließlich auf die Hybridentwicklung mit der Schwungradtechnologie beschränken. "Wenn ich weiter mit schlechter Laune in der Boxengarage stehe, dann tut das weder mir noch dem Team gut", erzählte ein bestens gelaunter Head im Fahrerlager von Monza.

Red Bull dementiert Toro Rosso-Verkauf

Der neue Toro Rosso-Sponsor Cepsa ließ die Spekulanten im Fahrerlager wieder spekulieren, dass der Rennstall bald verkauft wird. Alles Blödsinn, heißt es aus der Red Bull-Ecke. Cepsa ist eine hundertprozentige Tochter von Aabar. Die Investmentgesellschaft aus Abu Dhabi hält bereits Anteile am Mercedes-Rennstall, hat aber kein Interesse an einem Zweitbesitz. Aabar gefällt die Red Bull-Welt und plant außerhalb der Formel 1 Joint Ventures mit dem österreichischen Getränkehersteller. Als Teil der Verbundenheit verschafft man dem Toro Rosso-Team Sponsoren aus dem eigenen Bauchladen.

Abschiedsstimmung in Monza

Normalerweise herrscht nach einem Rennen große Aufbruchstimmung. Während die Sieger auf dem Podium mit Champagner spritzen, sind die meisten Motorhomes bereits halb abgebaut und auf dem Weg zum nächsten Rennen. In Monza ließen es alle etwas gemütlicher angehen. Die Teamtempel bleiben in Europa, während sich die Formel 1 auf den Weg zu den letzten sechs Überseerennen macht. Aus Dank für die gute Arbeit des Service-Personal wurden bei Mercedes am Samstag die Rollen getauscht. Die PR-Crew der Silberpfeile gab den Köchen und Kellnern frei und kümmerte sich selbst um die Bewirtung der Gäste.

VIP-Alarm in Monza

Beim letzten Europa-Auftritt gaben sich auch die VIPs ein Stelldichein in Monza. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo sorgte für großen Banhof im Scuderia-Motorhome. Als guter Gastgeber besuchte er auch die Konkurrenz bei McLaren und Red Bull, wo mit Ron Dennis und Dietrich Mateschitz ebenso die Konzerngrößen vor Ort waren. Weitere bekannte Namen im Fahrerlager: Jay Kay, der Sänger von Jamiroquai, kam nach einem Konzert in Mailand vorbei. MotoGP-Fahrer Nicky Hayden wurde von Bernie Ecclestone herumgeführt und sagte Sebastian Vettel auf der Startaufstellung hallo. Auch Fabio Capello, der Fußball-Nationaltrainer von England, wurde gesichtet.

Button steckt im Verkehr fest

Am Donnerstag lud Pirelli zum Treffen mit Fans und Journalisten nach Mailand ein. Auch Jenson Button wurde eingeladen. Für den McLaren-Piloten dauerte der Trip allerdings länger als erwartet. "Wir haben dreieinhalb Stunden für die Rückfahrt gebraucht, die eigentlich nur eine halbe Stunde dauern sollte", klagte der Engländer. "Wir sind eine Stunde durch die Gegend gefahren, bis wir gemerkt haben, dass wir wieder dort sind, wo wir losgefahren sind."

Alguersuari mit Debütalbum

Jaime Alguersuari legt zur Entspannung gerne Platten in Underground-Techno-Clubs auf. Nun hat der Toro Rosso-Pilot sein Debütalbum auf den Markt gebracht. Die Platte trägt den Titel "Organic Life", Alguersuaris Künstlername lautet "DJ Squire". Vorgestellt werden soll die Scheibe auf einer Release-Party in Barcelona.

Petrov mit Trauer-Helm

Vitaly Petrov war in Monza mit einem schwarzen Helm unterwegs. Der Renault-Pilot setzte ein Zeichen der Trauer für die Opfer des Flugzeugabsturzes im russischen Jaroslawl. Dabei war am 7. September fast das gesamte Team des örtlichen Eishockey-Clubs ums Leben gekommen.

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